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1

Freitag, 1. Oktober 2004, 20:23

Einführung einer 3. Profiliga ?

Zitat

Lothar Gans hat sich vehement für die Einführung einer dritten Profiliga ausgesprochen. Nach Meinung des Osnabrücker Managers herrscht derzeit eine Ungleichbehandlung der Regionalliga-Mannschaften.


Der Ruf nach einer Regionalliga-Reform wird lauter: Der Manager des Zweitliga-Absteigers VfL Osnabrück, Lothar Gans, fordert eine Einführung einer dritten Profiliga in Deutschland. Vor allem die zunehmende Anzahl der Amateuermannschaften von Klubs der ersten Bundesliga, die den Wettbewerb sportlich und wirtschaftlich verzerrten, hält der 51-Jährige für nicht mehr akzeptabel. "Eine eingleisige dritte Profiliga unter dem Dachverband der DFL, das wäre die Lösung", sagte Gans dem Fußball-Magazin "11 Freunde".

Nach Meinung des Osnabrücker Managers herrscht derzeit eine Ungleichbehandlung der Regionalliga-Mannschaften. Die Amateurteams der Bundesligisten seien sportlich im Vorteil, weil sie "durch ihre finanziellen Mittel die absoluten Topleute im Nachwuchs" besäßen und zudem drei Spieler aus der Profi-Mannschaft einsetzen dürften. Die reinen Regionalliga-Klubs müssen sechs Spieler unter 24 Jahren und zwei Spieler unter 21 Jahren im ihrem Kader haben, "aber da bekommen wir natürlich nicht die Spieler der Kategorie A oder B", so Gans.

Fortuna Düsseldorfs Manager Thomas Berthold sieht es ähnlich wie sein Kollege aus Osnabrück, der eine Entwertung der Regionalliga erkannt hat. "Durch die vielen Amateuerteams der Bundesligisten ist die Liga unattraktiv geworden", betont der 39 Jahre alte Weltmeister von 1990 und klagte im kicker: "Mit freiem Wettbewerb hat das nichts mehr zu tun, wenn diese Teams nach Lust und Laune Profis einsetzen. Dadurch können sie einem in die Suppe spucken und über Auf- und Abstieg entscheiden."

VfL-Manager Gans kritisiert zudem, dass die Profi-Klubs mit ihren Regionalliga-Mannschaften zusätzliche Fernseh-Gelder abziehen würden. Angesichts von sieben Amateurteams von Bundesligisten in der Regionalliga Nord "landen 2,3 Millionen Euro nicht in den Kassen der Traditionsklubs im unterklassigen Bereich, sondern direkt auf dem Konto der großen Vereine". Dies sei ein "Unding" klagt Gans, zumal Einnamheverluste auch dadurch entstünden, dass die Amateuerteams "in der Regel keinen einzigen Auswärtsfan mitbringen."

Gans schlägt vor, die Amateurmannschaften der Profi-Klubs analog zu deren Spielplan gegeneinander antreten zu lassen oder sie gleich in einer eigenen Liga zu integrieren. Zugleich kündigte er an, die Traditionsklubs der Regionalliga würden sich demnächst zu einer Interessensgemeinschaft zusammenschließen, die dem deutschen Fußball-Bund (DFB) und der Deutschen Fußball Liga (DFL) eine dritte Profiliga als Alternative anbieten würde: "Wenn die Herren dann sagen: Och nö!, dann haben wir es wenigstens versucht."

SID, 01.10.2004, 11:28
Mikael Forssell@twitter:"Im so white my black teammate @damarcusbeasley hates when he loses me in da snow at training..."

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2

Samstag, 2. Oktober 2004, 11:17

Eigentlich geht ja gar kein Weg an eine 3.Liga vorbei. Wenn man sich die Regionalliga anschaut, kann es sein, dass der 8. aus der Nord noch aufsteigt, weil vor dem verein viele amateurvereine stehen. und das is doch schmuh!

3

Sonntag, 3. Oktober 2004, 01:05

Zitat

Original von VeschperMojo
Eigentlich geht ja gar kein Weg an eine 3.Liga vorbei. Wenn man sich die Regionalliga anschaut, kann es sein, dass der 8. aus der Nord noch aufsteigt, weil vor dem verein viele amateurvereine stehen. und das is doch schmuh!


Was hat Schmuh damit zu tun? :kopf:

edit:
http://www.das-fanmagazin.de/forum/threa…s&hilightuser=0
Lass dich nicht unterkriegen. Sei frech, wild und wunderbar!

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »roter hildesheimer« (3. Oktober 2004, 01:06)


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4

Sonntag, 3. Oktober 2004, 20:15

es wird bis maximal tabellenplatz 4 aufgestiegen. wenn da nur amas stehen, gibts weniger absteiger aus der 2. liga. schmuh!
in: 50+1-Fan
out: Konstruktkunde


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Tobias

Redakteur / Moderator

Registrierungsdatum: 16. Januar 2002

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5

Sonntag, 3. Oktober 2004, 20:36

Das ist falsch, strunz.

Zitat

Für den Aufstieg in die 2. Bundesliga qualifizieren sich sportlich jeweils der Meister und der Zweitplatzierte der Regionalliga Nord sowie der Meister und der Zweitplatzierte der Regionalliga Süd.
Das Recht zum Aufstieg in die 2. Bundesliga entfällt allerdings für den Verein,

  • der bereits mit einer Mannschaft am Spielbetrieb der Lizenzligen des kommenden Spieljahres teilnimmt,
  • der sich nicht formgerecht um eine Lizenz bewirbt oder auf sein Aufstiegsrecht verzichtet,
  • dessen fehlende wirtschaftliche, technische oder verwaltungsmäßige Leistungsfähigkeit nach den Bestimmungen der Lizenzierungsordnung des Ligaverbandes festgestellt wurde.


Trifft einer der oben genannten Fälle auf einen Meister oder Zweitplatzierten der Regionalliga zu, so ist an seiner Stelle der nächste aufstiegsberechtigte Amateurverein seiner Regionalligatabelle sportlich qualifiziert.


Da eine Amateurabteilung eines Profivereins nicht aufstiegsberechtigt ist, kann auch eine Mannschaft, die in der RL Nord nur den 9. Platz erreicht hat, in die 2. Bundesliga aufsteigen.
Hat sich einer der verrückten Motzeratoren nun dazu entschlossen, das Thema zu schließen, löscht er meist noch dazu, ganz in seinem Element, ein paar Benutzer.

kettner

unregistriert

6

Montag, 4. Oktober 2004, 20:12

bis vor mindestens 2 jahren war es allerdings noch so, dass der 4. nicht aufgestiegen wäre. finde das auch sinnvoller als einen tabellen 7. aufsteigen zu lassen.

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7

Dienstag, 5. Oktober 2004, 00:08

Die Einführung einer 3. Profiliga ist meiner Meinung unbedingt notwendig. Alleine schon aus dem Grund das es in den Regionalligen, besonders in der RL Nord, kaum noch Amateur Clubs gibt. Alle arbeiten inzwischen unter Profibedingungen und bezahlen ihre Spieler auch dementsprechend. Das trifft auch auf die sogennanten Amateur Vereine der Bundesligaclubs zu. Alles Berufsfussballer.
Um die Vereine da auf Dauer nicht in noch größere finanzielle Schwierigkeiten zu bringen sollte man über eine eingleisige 3. Bundesliga ruhig mal etwas ernster nachdenken, da sich diese auch ganz anders Vermarkten lässt.

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8

Freitag, 8. Oktober 2004, 12:57

Lol

Zitat

Rummenigge fordert Bayern II
„Unsere Amateure sollen in die Bundesliga aufsteigen dürfen“

Die Diskussion erregt seit Wochen die Gemüter: Sollen die Amateur-, respektive Nachwuchsteams der Erst- und Zweitligisten aus den Regionalligen verbannt werden? Mehrere traditionsreiche Drittligisten wie der VfL Osnabrück hatten sich in den vergangenen Wochen dafür ausgesprochen. Die B-Mannschaften brächten keine Fans mit, das Interesse der Medien würde weiter schwinden, eine Kürzung der TV-Honorare könnte die Folge sein, befürchten die klammen Tradionsklubs. Argumente die Bayern- Vorstand Karl-Heinz Rummenigge nicht beeindrucken.

Im Gegenteil: Der Boss des Rekordmeisters plädiert sogar für die Abschaffung des Aufstiegsverbots in die 2. Liga. Rummenigge fordert Bayern II! „In Spanien dürfen die zweiten Mannschaften ja auch bis in die zweite Liga aufsteigen“, führt Kalle als Vorbild an. Statt über Verbannung zu debattieren, sollte man sich vielmehr Gedanken darüber machen, ob nicht eine Mannschaft FC Bayern II in der zweiten Bundesliga spielen könnte. Rummenigge: „Die wären als amtierender Regionalliga-Meister sportlich gesehen dort ohnehin spielberechtigt.

Und die zweite Liga wäre natürlich noch mal eine viel größere Herausforderung als die Regionalliga. Meiner Meinung nach sollte man darüber nachdenken, diese Mannschaften in der zweiten Liga antreten zu lassen, wenn sie den Aufstieg sportlich schaffen würden.“ Eine entsprechende Eingabe hat Rummenigge bereits gemacht. „Ich war am Montag bei einer Sitzung des DFL-Vorstandes und da war klar: Alle Vorschläge in diese Richtung werden von den Profiklubs abgelehnt, ohne wenn und aber. Basta“, geht Kalle auf Konfrontationskurs mit den Drittliga-Klubs. Immer auf die Kleinen also?

„Wir haben doch nicht für die Regionalliga Sorge zu tragen, sondern für die Nationalmannschaft und den DFB“, begründet Rummenigge seine Forderungen. Und da sei es „ein ganz wichtiger Grundstein, dass junge Spieler, die nicht sofort den Sprung in unsere Profimannschaft schaffen, dann wenigstens in der dritten Liga spielen.“ Die Osnabrücker Fans sehen’s anders. Am Rande des DFB-Bundestages in ihrer Stadt am 24. Oktober werden sie sie für eine Regionalliga ohne die Amateur-Mannschaften der Bundesliga und zweiten Liga demonstrieren.


http://www.tz-online.de/tzheute/1061,923…82c30308769ec43
Mikael Forssell@twitter:"Im so white my black teammate @damarcusbeasley hates when he loses me in da snow at training..."

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9

Freitag, 8. Oktober 2004, 13:24

Scheißendreck Bayern ! Sie haben nach nicht schon genug Kohle.

Ein englisches Modell ohne Ama-Teams mit 3 oder 4 Profiligen würde ich gut finden.
96 alte Liebe - Rot steht dir sehr viel besser als Gelb-Blau !

10

Freitag, 8. Oktober 2004, 14:22

jo, aber eine dritte profiliga reicht. wir haben in deutschland leider weder das kapital, noch den zuspruch uns auch noch eine 4. profiliga leisten zu können. die finanziellen möglichkeiten, allein durch sky-sports und durch die zuschauerzahlen sind in england ganz anders dimensioniert als hier!
6

11

Freitag, 8. Oktober 2004, 14:35

Jo, wenn man sich vorstellt, dass in Schweden in den Pubs fast nur Premier League gezeigt wird, kann man sich denken, dass dort mehr Geld fließt.

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12

Donnerstag, 21. Oktober 2004, 11:35

Zitat

Aufstand gegen die Bundesliga-Amateure

Von Andreas Lampert

Am DFB-Bundestag steht nicht nur die Wahl der Präsidiums-Doppelspitze zur Debatte. Auch über die Zukunft der Regionalliga muss beraten werden. Die Drittligaclubs klagen zunehmend über die Zweitteams der Bundesligisten, die die Liga sportlich verzerren, die besten Junioren unter Vertrag nehmen und kaum Zuschauer bewegen.

Hamburg - Wenn sich am 22. Oktober um 17 Uhr die 256 Delegierten zum DFB-Bundestag in der Osnabrücker Stadthalle versammeln, werden die Funktionäre in den grauen Anzügen sich kurzzeitig wie im Stadion fühlen. Die Fangruppe "Violet Crew", die gewöhnlich den Regionalligisten VfL Osnabrück anfeuert, will zusammen mit anderen Fußballfans an jenem Freitag den Ordnungshütern der DFB-Statuten ordentlich einheizen. Grund der Fan-Demonstration ist die überfällige Regionalliga-Reform, die auf dem Bundestag zur Sprache kommen soll.

Den Anhängern der Drittligisten, deren Protest unter dem Motto "Amateurteams raus aus Liga 3" steht, ist die zunehmende Etablierung der Bundesliga-Zweitteams in der Regionalliga zuwider. Gegen die mit den besten Nachwuchsspielern gespickten Zweitkader von Bundesliga-Größen wie Bayern München, Hamburger SV oder Borussia Dortmund haben in die Regionalliga abgerutschte Traditionsclubs wie Eintracht Braunschweig, Kickers Offenbach, Fortuna Düsseldorf oder der VfL Osnabrück immer weniger Chancen und gehören zudem zu den wirtschaftlich Leidtragenden.

Sieben nicht aufstiegberechtigte Clubs im Norden

Nicht nur, dass die Zweitteams der Bundesligisten kaum Zuschauer zu den Auswärtspartien mitbringen, auch an Fernsehgeldern geht den Regionalligisten einiges verloren. "Ein Unding" nennt Osnabrücks Manager Lothar Gans diesen Umstand, "in der Regionalliga Nord landen allein 2,3 Millionen Euro an Fernsehgeldern nicht in den Kassen der Traditionsclubs, sondern gehen direkt auf die Konten der großen Vereine." Die Bundesligisten kassieren also doppelt, wie Braunschweigs Manager Wolfgang Loos bemerkt: "Die Frage muss erlaubt sein, ob die Zahlung der Fernsehgelder an den jeweiligen Bundesligaverein nicht ausreichend ist." Zumal auch die Regionalliga zuletzt sportlich einige Fragezeichen hinterlässt: Allein im Norden spielen sieben Amateurteam von Erst- und Zweitligisten, im Süden sind es vier Mannschaften. Theoretisch könnte im Norden also dem Achten und Neunten der Aufstieg in die Zweite Liga gelingen - Voraussetzungen, die inzwischen auch beim DFB diskutiert werden.

"Es ist in meinen Augen nicht tragbar, dass man in einer Staffel von 19 Clubs sieben nicht aufstiegsberechtigte Vereine hat", sagt auch Hans-Georg Moldenhauer, Präsident des Nordostdeutschen Fußballverbands und seit 1995 als DFB-Vizepräsident für die Zukunftsentwicklung des Fußballs verantwortlich. Der ehemalige Torhüter des 1. FC Magdeburg soll den Regionalliga-Ausschuss führen, der nach dem DFB-Bundestag ein Reformpapier vorlegen soll. In den letzten Wochen war Moldenhauer ständig mit dem Auto unterwegs, um mit den einzelnen Clubs zu sprechen und ihre Probleme zu verstehen. "Viele melden sich natürlich jetzt mit mehr oder weniger guten Vorschlägen", berichtet der 62-Jährige, "Problem dabei ist natürlich, dass jeder den Vorschlag aus seiner Sicht macht."

Für Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge beispielsweise ist die Diskussion um die Amateurteams in der Regionalliga eine völlig absurde, denn für ihn zählen allein die sportlichen Argumente. "In Spanien dürfen die zweiten Mannschaften ja auch bis in die Zweite Liga aufsteigen", so Rummenigge, der deshalb die angekündigte Fandemonstration und das Veto der Managerkollegen nicht nachvollziehen kann. Vielmehr solle man sich Gedanken machen, ob nicht eine Mannschaft wie der FC Bayern II in der Zweiten Liga spielen könnte. "Die wären als amtierender Regionalliga-Meister sportlich spielberechtigt", unterstreicht Rummenigge, der eine entsprechende Eingabe bei der DFL bereits gemacht hat, doch selbst unter den Proficlubs diesbezüglich keine Gleichgesinnten findet.

Von der EM in die Regionalliga

Weil die Zweitteams der Bundesligisten oftmals Spieler aus dem Erstligakader einsetzen, beklagen die Regionalligisten eine zunehmende Schieflage. "Solange die Amateurteams der Bundesliga Profis einsetzen dürfen, hat die Regionalliga mit normalem Wettbewerb nichts zu tun", schimpft Osnabrücks Trainer Claus-Dieter "Pele" Wollitz. Als der VfL neulich gegen Dortmunds Amateure spielte und 1:2 verlor, standen beim Gegner WM-Teilnehmer Lars Ricken und der 51-fache norwegische Nationalspieler Andre Bergdölmo (51 Länderspiele) auf dem Feld. Herthas Amateure haben in dieser Saison auch schon neun Profis in ihrem Nachwuchsteam eingesetzt, Wolfsburgs Zweite holte sich mit Spielern wie Tomislav Maric, Maik Franz und Roy Präger ebenfalls Verstärkung aus dem Bundesligakader und bei den Bayern-Amateuren spielte zu Anfang der Saison sogar Bastian Schweinsteiger, der ein paar Wochen zuvor noch bei der Euro in Portugal geglänzt hatte.

"Wenn diese Teams nach Lust und Laune Profis einsetzen", beklagt sich Düsseldorfs Manager Thomas Berthold im "Kicker", "können sie einem in die Suppe spucken und über Auf- und Abstieg entscheiden." Doch auch das vom DFB mit insgesamt 24 Millionen Euro geförderte Talent- und Ausbildungsprogramm macht den Regionalligisten zu schaffen. Weil jedes Team inzwischen sechs Spieler unter 24 Jahren und zwei Spieler unter 21 Jahren in seinem Kader haben muss, bleiben für Clubs wie Osnabrück, Braunschweig und Offenbach nur Nachwuchsspieler der dritten Klasse, weil laut Gans die Bundesligisten durch ihre finanziellen Mittel "die absoluten Topleute im Nachwuchsbereich" verpflichten können.

"Die sind unheimlich durchgestylt"

So werden die Forderungen nach einer dritten Profiliga unter der Obhut der DFL oder einer Reserveliga, etwa nach englischem Vorbild, als Lösung des augenblicklichen Problems vorgeschlagen. Moldenhauer würde auch eine deutsche Nachwuchsrunde für gut heißen, wie es sie bereits in den achtziger Jahren einmal gegeben hat und die als Fortsetzung der A-Junioren-Bundesliga dienen könnte. "So eine knallharte deutsche Nachwuchsmeisterschaft würde Sinn machen und auch unseren DFB-Auswahlteams wie U18, U20 oder U21 helfen", so der DFB-Vize.

Doch mit seinem Vorschlag steht Moldenhauer im Widerspruch zu den meisten Trainern der Bundesliga-Amateurteams, die ihre jungen Spieler gerne unter ernsthaften Wettkampfbedingungen spielen sehen würden. "Ich bin gegen eine eigene Liga für Bundesliga-Amateure", sagt beispielsweise Wolfburgs Amateurcoach Uwe Erkenbrecher, "die Jungs spielen schon bei den A-, B- und C-Junioren nur untereinander, und viele sind daher unheimlich durchgestylt. Für sie ist es gut, wenn sie auch gegen Lübeck oder Paderborn antreten müssen oder vor 15.000 Zuschauern in Braunschweig."

Vielversprechende Resonanz

Die Organisatoren der Osnabrücker Fandemo haben sich bislang über mangelnde Resonanz zum geplanten Protest nicht beklagen können. Für den Fußmarsch durch die Innenstadt haben sich bereits Fangruppen aus Braunschweig, Düsseldorf, St. Pauli, Oldenburg und Münster angekündigt. "Die Trostlosigkeit bei den Spielen gegen die Amateurteams ist wirklich unerträglich", erklärt Violet-Crew-Mitglied Daniel Dincher, "die Auswärtsspiele finden auf irgendwelchen Sportplätzen neben den Stadien statt und wenn die HSV-Amateure an der Bremer Brücke antreten, haben die vielleicht 10 bis 15 Fans dabei. Das hat mit Fußballkultur wahrlich nichts zu tun." Das riesige Transparent mit der Aufschrift "Amateurteams raus aus Liga 3", das die VfL-Fans bei jeder Partie hissen, wird auch bei der Fandemo dabei sein.

Auch die Gerüchteküche brodelt vor dem DFB-Bundestag. So lief über N3-Videotext die Nachricht, dass der DFB eine Spielverlegung der für Samstagnachmittag angesetzten Partie zwischen Eintracht Braunschweig und dem VfL Osnabrück auf Freitagabend beantragt haben soll, um so die Demonstration zu unterwandern. Der NDR soll der Spielverlegung nicht zugestimmt haben. Begründung: zu kurzfristig, der Fernsehsender hat für diesen Tag seine Kamerateams schon zur Osnabrücker Stadthalle geschickt.


http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,322954,00.html
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13

Donnerstag, 21. Oktober 2004, 11:58

Zitat

Original von Tobias
Das ist falsch, strunz.
[...]
Da eine Amateurabteilung eines Profivereins nicht aufstiegsberechtigt ist, kann auch eine Mannschaft, die in der RL Nord nur den 9. Platz erreicht hat, in die 2. Bundesliga aufsteigen.


als die zweigleisige rl eingeführt wurde, war das zumindest die dfb-antwort auf meine mailanfrage, bis zu welchem platz nachgerückt würde.
in: 50+1-Fan
out: Konstruktkunde

Tobias

Redakteur / Moderator

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14

Donnerstag, 21. Oktober 2004, 12:42

Soweit ist das auch korrekt, nur wurde diese Regel geändert.
Hat sich einer der verrückten Motzeratoren nun dazu entschlossen, das Thema zu schließen, löscht er meist noch dazu, ganz in seinem Element, ein paar Benutzer.

Lasse Paulsen

--- GESPERRT ---

  • »Lasse Paulsen« wurde gesperrt

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15

Donnerstag, 21. Oktober 2004, 17:24

Ich find das ne super idee, da die amateur teams doch schon "stören" in Liga 3. Bis auf unsere amas finde ich den rest uninteressant und sehe lieber traditionsmannschaften!
:( Danke Ralf - du warst unser bester Mann :(

Basty

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16

Donnerstag, 21. Oktober 2004, 17:27

Der Flyer zur Demo.

hier

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Basty« (23. Oktober 2004, 23:01)


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17

Samstag, 23. Oktober 2004, 19:29

wie ist denn die demo gelaufen und was wurde beim bundestag besprochen? irgendwie liest man darüber gar nichts mehr.
in: 50+1-Fan
out: Konstruktkunde

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18

Samstag, 23. Oktober 2004, 19:35

Basty, setze mal lieber einen Link zu dem Flyer, sonst drehen 56K-Modem-User zurecht am Rad!
The train is coming, so get on board!

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19

Samstag, 23. Oktober 2004, 19:58

aus der neuen osnabrücker zeitung vom 23.10.:

Friedliche Demo: Fans zeigen DFB die gelbe Karte

Von Alfons Batke
Osnabrück (Eigenbericht)
Knapp 500 Anhänger zahlreicher deutscher Traditionsklubs haben am Rande des DFB-Bundestages in Osnabrück den Verband ausgepfiffen und die gelbe Karte gezeigt. Während der Fußball-Demo, die am Freitagabend vor der Dominikanerkirche begann und mit einer Kundgebung auf dem Ledenhof endete, forderten die Fans für die Regionalliga einen "fairen Wettbewerb und eine 3. Liga ohne B-Teams".

Auf Spruchbändern verlangten die friedlichen Demonstranten einen "Stopp der Wettbewerbsverzerrung", appellierten an den DFB, ihr Anliegen ernst zu nehmen, und verlangten vom Verband schnelles Handeln. Zufrieden mit dem Verlauf der deutschlandweit einzigartigen Aktion zeigten sich die Initiatoren der Osnabrücker "Violet Crew", so etwas wie der politische Arm der VfL-Fanbewegung. "Wir haben zahlreiche Leute mobilisiert und Öffentlichkeit für unser Anliegen hergestellt", meinte Mitorganisator Daniel Dincher aus der "Crew".

Am heutigen Samstag treffen Eintracht Braunschweig und der VfL Osnabrück im Regionalligaspiel aufeinander, doch gestern marschierten etliche Anhänger beider Klubs Seite an Seite. "Wenn es um die Sache geht, zählen Fan-Rivalitäten nicht. Es geht um den Fortbestand der Traditionsclubs, und da muss man Flagge zeigen", meinte Carsten Schlenker aus Braunschweig.

Torsten Hesse war mit sechs seiner Freunde aus Wuppertal angereist. "Auch bei uns herrscht Verärgerung darüber, wie immer mehr dieser so genannten Amateurteams die Regionalligen durchsetzen. Wir finden es gut, dass die Osnabrücker hier ein Zeichen setzen. Ob es was bringt, weiß ich zwar nicht, aber wenn wir nicht Druck machen, passiert überhaupt nichts", meinte der WSV-Supporter. Mit ihm zogen Anhänger des KFC Uerdingen, FC St. Pauli, VfB Oldenburg, VfB Lübeck, von Fortuna Düsseldorf, Holstein Kiel und sogar Kickers Offenbach durch die Osnabrücker Innenstadt.

Auf dem Ledenhof, nur etwa 200 Meter von der Stadthalle entfernt, verlas Matthias Lenz von den "Web-Löwen" aus Braunschweig eine Petition, die nach der Kundgebung dem DFB-Bundestag überstellt wurde. Lenz unter großem Beifall: "Nach Gutdünken läuft an einem Regionalliga-Spieltag die halbe Bundesliga-Mannschaft auf, am nächsten dann eine Mischung aus B-Team und A-Jugend. An einem Tag wird haushoch gewonnen, im nächsten Spiel wird eine komplett andere Mannschaft auseinander genommen. Die Spielergebnisse und die dadurch entstehenden Tabellenbilder kann man nur noch mit 'absurd' kommentieren."

Für Gunnar Gering von der "Violet Crew" steht fest: "Auch wenn wir aus unterschiedlichen Lagern kommen, ist es gelungen, gemeinsame Sache zu machen. Wir haben heute einen Windstoß entfacht, vielleicht wird daraus ja ein Orkan. In jedem Fall ist der DFB verpflichtet, etwas zu tun. Und wir müssen friedlich bleiben, sonst wird unser Anliegen nicht ernst genommen."

Dass sich jemand vom Fußball-Bund während der Demo blicken lassen würde, hatten die Organisatoren gar nicht erst ins Kalkül gezogen. Und tatsächlich war auch niemand vertreten. Immerhin hatten die Organisatoren Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge, "Feindbild Nummer 1" der Protestler (,,Am besten wäre es, wenn die Amateurteams aller Bundesligisten in der Regionalliga spielen"), eingeladen. Daniel Dincher von der "Violet Crew": "Er hat durch seine Sekretärin absagen lassen. Er sei an diesem Tag nicht in Osnabrück."
in: 50+1-Fan
out: Konstruktkunde

Registrierungsdatum: 1. Juli 2001

Wohnort: Mitte

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20

Sonntag, 24. Oktober 2004, 09:02

[IMG]http://www.vflpage.dreamworld.cd/fotos/fandemo/2.jpg[/IMG]

Wo die Veranstalter 500 Leute gesehen haben wollen ist mir ein Rätsel! Ich würde auf 150 Osnabrücker und 50 Braunschweiger tippen.
nur noch 9.