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361

28.03.2011, 09:12

Gestern lief nach nach dem Doppelpass bei Sport1 - in dem es wohl zum Ende hin auch um Homosexulaität ging - eine Doku über Tabus im Fußball / Sport. War ganz interessant. Es ging u.a. um den französischen Fußballer, der sich als schwul "geoutet" hat, um lesbische
Fußballerinnen, um dieses schwulen Rugby-Star aus England und in einer Art "Nachbetrachtung" auch um Robert Enke.

Interessant fand ich die Erwähnung einer DFB-Kampagne in Form von Flyern vor einem Länderspiel. Die Handzettel wurden an die Zuschauer verteilt, inhaltlich wurde um Toleranz geworben. Ein Kamera-Team pickte dann einzelne Zuschauer raus, was sie davon hielten. Die Reaktionen gingen von "Habe ich mir durchgelesen und auch schon im Radio gehört, finde ich total wichtig" über "Ach, die Zettel.... hm.... also ich bin eigentlich hier, um Fußball zu gucken..." bis zu "Schwule? Nä! Sowas wollen wir im Fußball nicht haben!"

Falls das nochmal irgendwann wiederholt wird -> kann man sich durchaus mal ansehen.
„Totes Geschäft heute, da könnten wir uns eigentlich noch ein paar gestreifte Kartoffeln reinschaufeln.“ – „Aber mit Quetschfleisch!“
(Zwei außer Rand und Band)

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362

28.03.2011, 09:30

dieses schwulen Rugby-Star aus England


Deine Homophobie erlaubt es wohl nicht, einen homosexuellen Mann als maskulin anzusehen.
Skandal!
Die Zahl derer, die sich an einem warmen Sommertag von einem am Wegesrand liegenden Hundeschiss ernähren, wächst kontinuierlich.

363

28.03.2011, 10:01

:kichern:

Ich muss zugeben, dass ich bis gestern nix von diesem Outing mitbekommen habe. Das mag daran liegen, dass ich mich nicht für Rugby interessiere. Interessant fand ich allerdings, dass die Reaktion auf sein Coming-Out war, dass… überhaupt nix passiert ist. Es lief alles so weiter wie bisher. Wobei: Da muss man vielleicht auch dazusagen, dass der Kerl bereits 35, als im Spätherbst seiner Karriere war, als er den Schritt gewagt hat.
„Totes Geschäft heute, da könnten wir uns eigentlich noch ein paar gestreifte Kartoffeln reinschaufeln.“ – „Aber mit Quetschfleisch!“
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364

28.03.2011, 21:53

Ich glaube, jetzt versteht ihr alle was falsch. Ich würde mir aber auch ungerne Dinge subtil andichten lassen. Eine liberale Grundeinstellung hat doch nicht im geringsten etwas damit zu tun, dass man sich nicht gewollt verdreht betrachten lassen möchte,egal ob es nun um politische Einstellung, Glaubensbeknntnis, sexuelle Orientierung oder wer weiß was geht. Meinetwegen können alle 11 96-Spieler + Ersatzspieler + Vorstand schwul sein. Ich würde den trotzdem zujubeln, aber auch Verständnis haben, dass niemand sich subtil etwas andichten lassen möchte, selbst wenn eine Restwahrscheinlichkeit einer wahren Aussage drinsteckt.

Also Ball flachhalten und im Zwiefel die Aufregung für einen "echten" Fall aufheben, wenn Solidarität gefragt ist.


Siehst Du? Genau das ist doch das Problem! Solange Leute wie Du oder Bierhoff der Meinung, dass man "jemandem was andichtet" wenn man sagt, der könne schwul sein - solange ist doch die Stigmatisierung der Homosexuellen noch vorhanden.
Es müsste einem ebenso wurscht sein, wie die Aussage "der ist Heterosexuell".
Wenn der DFB es ernst meint, dann dürften aus dieser Richtung solche Kommentare nicht kommen. Bierhoff konterkariert damit die Bemühungen des DFB!

Die sexuelle Ausrichtung ist so egal wie die Haarfarbe! Der eine mag lieber blonde, der andere lieber brünette - aber niemand käme auf die Idee sich zu empören, wenn man sagte, dass er eher auf blonde steht.


Genau das ist mal wieder diese völlig unnötige Hysterie. Nochmal: Andichten gilt genauso auch für andere Dinge. Wenn mir jemand andichtet, ich habe schon immer die SPD gewählt, würde ich das genauso von mir weisen, wie wenn mir jemand andichtet ich sei schwul. Ob das ein oder andere ein Stigma ist, ist ÜBERHAUPT nicht die Frage, sondern bloß die Tatsache, dass man im Allgemeinen bemüht ist, so in der Öffentlichkeit da zu stehen wie man das will. Das gelingt meist nicht, aber der Versuch das klarszustellen ist doch nun so was von selbstverständlich. Ich weiß nicht wieso dieses Interesse weniger wert sein soll, als einen Umstand mal wieder holzhammermäßig als Vehikel für ein Interesse einer gesamtgesellschaftlichen Diskussion heranzuziehen. Das ist eigentlich auch ein Grundsatz, den man von einem Juristen erwarten sollte, der - des Humors halber? - hunderte Geisterfahrer projeziert.
Dass es im Tatort nur um die Verselbstständigung von Gerüchten ging ist - so denke ich - klar. Aber Bierhoff hat auch eben das Recht nicht so versessen Tatort zu gucken wie zuletzt die 96-Fans. Da muss doch nicht gleich aus Prinzip eine Alarmglocke klingeln, dass einer mit seinen Ansichten nicht mehr gesellschaftskonform ist.
Manche meinen, sie seien liberal geworden, nur weil sie die Richtung ihrer Intoleranz geändert haben.
(Wieslaw Brudzinski)

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Silesiosaurus« (28.03.2011, 21:59)



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365

28.03.2011, 22:00

Oh, das hat aber noch immer nichts mit dem Tatort-Dialog zu tun, an dem sich Bierhoff fälschlicherweise hochgezogen hat.
Brügge? Das war schön!

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366

30.03.2011, 09:23

Und noch weniger mit Öffentlichkeitsarbeit.
:hüpfen: Lukas Podolski zu BILD: „Es tut immer noch sehr weh.“ :hüpfen:

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367

30.03.2011, 10:56

Ich finde Sexualität gehört einfach nicht in den Sport. Jeder soll machen was er will, aber was interessiert es mich denn ob die hochspringerin lesbisch oder ein Basketballer schwul ist,ob der der Golfer nen Tanga trägt oder die Eistänzerin eine rote Büstenhebe , Hauptsache sie machen ihren Sport gut, alles andere ist doch privat. Ich fange ja auch nicht bei nem neuen Job an und sage erstmal: Hallo ich bin hetero ...

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Heilbronn« (12.04.2011, 14:38)


368

31.03.2011, 18:10

zur Reaktion von Bierhoff gibt es hier einen interessanten Spiegel-Artikel:

http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,754332,00.html

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369

01.04.2011, 19:49

„Die Signale sind wohl so, dass ein gewisser Grundoptimismus nicht unberechtigt ist.“

aschi

96er

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370

01.04.2011, 19:58

Vll. wird ja bald eine Homo-Quote im Herrenfußball eingeführt.
EUROPAPOKAL!!!

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371

01.04.2011, 20:03

Ich glaube, jetzt versteht ihr alle was falsch.


Wenn Du wieder und wieder mit solchen Sätzen kommst, obwohl wirklich alle anderen die Sache anders sehen, darfst Du Dich über diesen alten Geisterfahrerwitz nicht wundern.

Dass Du Dich gegen das Andichten wovon auch immer wehrst, ist absolut ok.

Aber genau da liegt der zajac im pieprz: In dem Tatort-Dialog wurde niemandem (!!!) etwas angedichtet, sondern sich darüber beklagt, dass es Leute gibt, die anderen etwas andichten, und dass dies immer mehr überhand nimmt.

Und deshalb hat Bierhoffs Reaktion auch soviel Kopfschütteln ausgelöst. Er sah einen Angriff, wo keiner war.
"Zu den langfristigen Aufstiegschancen von Eintracht Braunschweig hören Sie nun einen Kommentar von Gernot Hassknecht."

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372

01.04.2011, 21:22

Das ist richtig - und dass das nicht für Bierhoff spricht seh ich auch so, aber das war in meiner Arguementation doch nicht das Thema. Trotz niedrigem Bierhoff-Level nicht ganz das Niveau des Wartens auf den vermeintlichen Skandal. Wenn alle Autobahn fahren und ich die Landstraße nehme, bin ich damit nicht auf der Autobahn Geisterfahrer.
Manche meinen, sie seien liberal geworden, nur weil sie die Richtung ihrer Intoleranz geändert haben.
(Wieslaw Brudzinski)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Silesiosaurus« (01.04.2011, 21:30)


373

02.04.2011, 02:49

Schlesier! Ich hoffe, ich hab dich verstanden und kann dir zustimmen. Das Warten auf den Skandal, der doch eigentlich keiner ist, ist niveaulos. Was haben wir davon, wenn ein Kicker sagt, er sei schwul wie Winnetou? Eigentlich nichts. Es interessiert mich ja auch nicht, ob Ya Konan seine Freundin von hinten, von unten, von vorne oder sonstwie pimpert. Un wenn's ein Freund statt einer Freundin sein sollte, geht's uns Fans auch nichts an. Das Gefordere nach dem Outing ist nur eine Gier nach einem Skandal und diese nervt gewaltig.
Mein Blog lebt wieder.

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374

02.04.2011, 03:15

Schlimm ist doch eigentlich nur, das man sich über so ein outing soviel Gedanken macht...wenn wir mal soweit sind, das dies eine ähnliche Randnotiz wäre wie die neue Freundin von Spieler xy, dann wäre in diesem Thema wirklich etwas erreicht worden.

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375

02.04.2011, 08:46

(.) Ich hoffe, ich hab dich verstanden und kann dir zustimmen.
:verliebt:

Manche meinen, sie seien liberal geworden, nur weil sie die Richtung ihrer Intoleranz geändert haben.
(Wieslaw Brudzinski)

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376

12.04.2011, 22:29

„Die Signale sind wohl so, dass ein gewisser Grundoptimismus nicht unberechtigt ist.“

377

02.05.2011, 15:17

Nix mit Fußball, aber jedoch mit Schwulen...

Zitat

Liebe Freundinnen und Freunde der Hildesheimer AIDS- Hilfe,

dies ist eine herzliche Einladung zu unserem Filmabend in Kooperation mit der Volkshochschule.

a.. Film: "Latter Days" - Homosexualität und Religion
b.. Donnerstag, 5. Mai 2011 um 19.00 Uhr
c.. VHS Pfaffenstieg, Café.kom
d.. Eintritt frei- wir bitten um eine Spende
e.. Film deutsch synchronisiert (USA 2003, 104 Min., Regie: C. Jay Cox)


"Latter Days" erzählt von der Liebe zwischen einem Mormonenpriester und einem offen schwul lebendem Szenegänger. Am Anfang war nur eine Wette unter Arbeitskollegen, ob Chris es wohl schafft, den Prediger zu verführen...

Sind Schwulsein und Religion zu vereinbaren? Sind amerikanische Verhältnisse auf uns zu übertragen? Welche Probleme könnte es hier mit dem Schwulsein innerhalb der Kirche oder christlichen Gemeinde geben? Wer Lust hat, bleibt hinterher noch zu einer Diskussion.

Wenn Du selbst nicht kommen kannst- bitte weitersagen!

Lass dich nicht unterkriegen. Sei frech, wild und wunderbar!

378

02.05.2011, 15:41

Ich glaube das gehört eher unter "Diskriminierung von "Randgruppen" ...", zumal es inhaltlich wohl auch darum geht.

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379

17.01.2012, 21:46

http://www.welt.de/sport/fussball/bundes…exualitaet.html

„Wenn ich ein Fan wäre, dann hätte ich die Nase voll davon, dass ich für engstirniges Verhalten verantwortlich gemacht werde“, sagte Amaechi.

So sieht es aus.
„Die Signale sind wohl so, dass ein gewisser Grundoptimismus nicht unberechtigt ist.“