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21

Mittwoch, 5. April 2006, 18:05

zum superclasico noch soviel:


mit kamerad Jens war ausgemacht, dass er sich schon mal umschaut und
wenns ein original ticket fuer 200$ gibt zuschlaegt. deshalb hatte ich
sein triband handy, da er mit einer befreundeten studentin, die auch
ueber dubiose wege (die uni bekommt wohl ein gewisses kontingent) 2
entradas organisiert hatte (letztendlich wurde fuer die 25 "studenten" einfach
ein drehkreuz bei seite geschoben und alle enterten den ground ohne
ticket....., die gut 200$ pro nase die geflossen sind hat sich wohl auch
jemand in die eigene tasche gewirtschaftet, naja so laeufts halt.....)

der versuch reinzuasseln scheiterte am vor den drehkreuzen postierten
ordnern. scheiss-drehkreuze: in nem normalen stadion (oder vor dem
arenen-zeitalter) haette der ordner nen fuffy in die hand gekriegt und drin
waere man gewesen..... aber wenn die ottos vor den drehkreuzen stehen
wirds mit der bestechung schwierig..... die lage am 2. eingang sah nicht
wesentlich besser aus.

ein haendler (viele hab ich insgesamt nicht gesehen) wollte erst 200,
dann 170. aber ich war nicht sicher ob das ticket echt war. gerade im
begriff die stadionrunde zu drehen und es mal auf der anderen seite zu
versuchen, als ein weiterer haendler mich ansprach ob ich noch ein boleto
brauche. "wieviel willste denn ???" "100 dolares." "no tengo dolares,
pesos!?!?!" "200." "hmm, ok, isses denn platea ???" "si,si, gib schon
mal das geld." "nee, mach mal langsam, erst wenn das ticket ok ist gibts
geld."

wir gehen richtung eingang, haendler ist am quaengeln, dass er das geld
will. ich die kohle schon in der hand. "no,no, erst wenn es gruen
aufleuchtet gibts die marie." er schiebts ticket rein, es leuchtet gruen,
200$ wechseln den besitzer und ich bin drin. treppe rauf und siehe da:
popular, also fanblock, statt tribuene. hat mich der kunde doch
amateurhaft verarscht. stand natuerlich auch gross auf der karte drauf
(popular), aber da ich diese bis ich drin war gar nicht zu gesicht bekam, war
ich eher drauf bedacht keine faelschung zu erwerben.

26.03.06, 16h10 Club Atletico Boca Juniors vs Club Atletico River Plate
(0-1) 1-1
ARG 1, Estadio Alberto J. Armando "La Bombonera" (57.395), Zs: 55.000
(4.500, mehr gabs nicht) (Ole: 52.000)

was solls also, hauptsache drin und nicht der depp des jahres, der beim
superclasico aussen vor ist. mit dicker knipse im rucksack und etwa
300$ cash in die taesch im Boca fanblock ist zwar auch nicht das ideale.
aber die zeiten, als dieser nur von langhaarigen bombenlegern bevoelkert
wurde scheinen auch vorbei zu sein. sogar recht viele und sogar
huebsche chicas (die nur die haelfte zahlen muessen) dabei. weit links aussen
richtung HT an einem wellenbrecher im wohl etwas gesitteteren bereich
(im gegensatz zur anderen hintertorseite wo "La 12" etc. steht)
positioniert und um es vorweg zu nehmen: es passierte nix.

der versuch auf die Ht zu gelangen scheiterte an einem ordnertrottel,
der meine 10$ bestechungsgeld einfach ausschlug. leider war von meinem
platz der gaestesektor nicht einsehbar. die minuten waehrend des
vorspiels (erst ab der 35. drin, zaehlte also nicht) vergingen in der prallen
sonne (goennte mir 4 eis zu je 1$) nur langsam, als ich auf der Ht
einen bekannten erblickte. die langhaarige lebende legende
hoechstpersoenlich war am fotografieren und sichtlich erstaunt mich im Boca-block zu
sehen. da ich meinen top-stehplatz am wellenbrecher nicht aufgeben wollte
kommunizierten wir nur kurz per handzeichen durch die
plexiglasabsperrung. ja, die fussballwelt ist und bleibt klein.......

die Xeneizes machten schon ein paar mal dampf und deuteten an was
spaeter moeglich waere. zum einlaufen der mannschaften flog dann alles an
papier was fliegen konnte durch die luft. papierrollen, konfetti,
werbezettel, etc. sah schon geil aus. ob von River seite was kam konnte ich
leider nicht sehen. noch vor anstoss wurde die beiden
Boca-riesenblockfahnen "C.A.B.J." und "Jugador No. 12" gezeigt und schon (16h20) rollte
der ball.

die erste stunde fand ich recht langweilig, obwohl es ein paar mal
richtig laut wurde, als 45.000 gleichzeitig sangen. CARP ging zu allem
uebel auch noch in front (mein erstes River-derbytor im 4.spiel) und war
nun ein paar mal zu hoeren "vamos River Plate".....

erst in der 60.min. merkten die blau-gelben hinchas, dass hier mehr
kommen muss und ab dem moment war leben in der bude. die rote karte gegen
keeper Abondanzieri in der 67. war zwar kontraproduktiv, aber dadurch
wurde es nur noch lauter. jetzt sangen minutenlang alle mit und Boca
erspielte sich in unterzahl chance um chance. 82. nach kung-fu aktion
nochmal rot gegen Boca, was aber 2 minuten spaeter egalisiert wurde. die
letzte 6 min. mit 9 vs 10. die eingewechselte Boca-legende "Guillermo"
holte in der vorletzten spielminute doch noch die chance zum ausgleich
raus. ob man den 11m geben muss sei mal dahingestellt. sah schon sehr
theatralisch aus......

da war ich froh an einem wellenbrecher zu lehnen und nicht mehrere
meter durch den block zu fliegen. bestimmt 30 hinchas waren inzwischen auf
den zaun geklettert, was die eh schon beschissene sicht nur noch
schlechter machte. wer sollte schiessen ??? Martin Palermo schnappte sich
"Teamgeist" und legte ihn auf den punkt. den hab ich doch schon 3 elfer
versemmeln sehen, alle in einem (!) spiel uebrigens.....

Palermo laeuft an, River goalie Lux hechtet nach rechts, Martin schieb
von sich aus gesehen auch nach rechts. drin.
gooooooooooooooooolllllllllllllllllllllllllllllll. jetzt gab es kein halten mehr. alle flogen
durcheinander, draengten nach unten an den zaun, rannten huepften wie wild
umher. voll geil. der torschrei hallte noch lange nach. jetzt war
selbst die komplette VIP-tribuene voellig am ausflippen und mitsingen. die
letzten 5 minuten (inkl. nachspielzeit) sang und huepfte alles (ausser
die gaeste natuerlich).

Diego (der ist wohl jedesmal auch da, wenn ich bei Boca bin.....) war
selbstredend oberkoerper frei im einsatz und hing halb ueber der bande
das t-shirt ueber dem kopf schwenkend. eine seiner toechter hielt ihn
von hinten fest, damit er nicht vorne ueber viel. der laermpegel der
letzten minuten ist wohl nur schwer zu toppen. das unentschieden wurde wie
ein sieg gefeiert.

nur die gaeste hinchas feierten nicht mit und feuerten stattdessen
faustgrosse steine von oben in den unterrang. da diese nur wenige meter von
mir einschlugen (jedesmal ging ein raunen durch die fans) entstand in
der ecke eine kleine panik und alles draengte weiter nach oben. icke
natuerlich auch. sicher nicht so gesund so einen brocken aus 30m hoehe auf
den deetz zu bekommen.

jetzt war die durchgangstuer zur Ht offen und einige stroemten durch.
chance genutzt und ehe ich mich versah stroemte ich mit in richtung
ausgang. scheinbar gab es fuer die platea-besucher keine blocksperre. sehr
begruesst. im slalomlauf durch die davon eilenden massen bis zur
hauptstrasse gekurvt, wo das 2.taxi meins war. rein, weg, naechster halt:
Avellaneda, cancha de Independiente. 7$ fuer 6 min. fahrzeit. 18h40 vor
ort. besser gehts nicht.

22

Mittwoch, 5. April 2006, 19:08

Meinst du mit 200$ Dollars oder Peso Argentino? Die beiden Währungen haben ja dasselbe Zeichen. Und der normale Eintritt liegt bei 30 $ Argentino, jedenfalls bei River im Oberrang.

Zur Info: 200 Peso Argentino sind etwa 62 Euro.... und das wäre für den Superclasico auf dem Schwarzmarkt für einen Europäer geradezu "geschenkt".
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23

Donnerstag, 6. April 2006, 00:16

argentinische pesos. kurs ca. 3,63 = 1 €.
fuern stehplatz nicht unbedingt geschenkt, aber wie gesagt ich kann damit leben......

XII Aprile

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24

Donnerstag, 6. April 2006, 19:08

http://img76.imageshack.us/img76/5989/1024rz.jpg

river plate hat wohl hüpfburgen (und ähnliche fun-scheisse) innerhalb des stadions?
- stöcken dandies -


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25

Freitag, 7. April 2006, 14:21

Eigentlich nicht. Die haben einfach nur ein großes Stadion und eine große Fankurve. Für südamerikanische Verhältnisse ist da vieles sehr professionell, aber das reicht an deutschen Kommerz noch lange nicht ran. Die Fans dürfen bei River noch in Ruhe Fußball gucken und sich austoben, sofern die Hot Dog (Super Pancho) Verkäufer nicht im Blickfeld stehen.

Lustig ist, dass der bestimmende Fanklub sich als "Los borrachos de tablon" bezeichnet. Auf deutsch heißt das soviel wie "Die Säufer aus der Kurve".... ein Name, mit dem man doch eigentlich nur ein großes Lachen, aber keinen Respekt erntet. Der Einfluss der "Borrachos" ist aber bei River groß. Ihr Platz wird zum Beispiel immer freigehalten und wenn sie fünf Minuten vor Anpfiff geschlossen in die Kurve "einmarschieren", beginnt erst die richtige Stimmung im Monumental.
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XII Aprile

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26

Freitag, 7. April 2006, 15:40

gibt es vielleicht auch einen ausführlichen hopperbericht über die jungs aus dem westen von buenos aires? ich will da schon seit ein paar jahren mal hin, aber die sollen ja kinder umbringen, deren körperteile abtrennen und sie dann auf dem transenstrich an drogenabhändige mafiainformanten verkaufen.

also, wenn ich zu nueva chicago will, muß ich dann vorher bei ebay noch'ne machete ersteigern?
ein bestimmten akzent erlernen? und wenn ja, gibt es onlinequellen für die geläufigsten schimpfwörter?

hinter welcher fahne muß ich nachlaufen um umsonst ins stadion zu kommen?

lohnt es sich denn?
- stöcken dandies -

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »XII Aprile« (7. April 2006, 18:36)


27

Freitag, 7. April 2006, 16:06

Das hört sich nach Colo Colo an, doch die kommen aus Santiago.
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XII Aprile

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28

Freitag, 7. April 2006, 16:25

nee, ich will auch nicht nach chile. ich will nach argentinien um chicago, huracan und newell's zu gucken.
- stöcken dandies -

29

Freitag, 7. April 2006, 16:34

Da ist wie immer Justus der Informant für. Ich habe bislang nur River gesehen. Ins Monumental dürfen Touristen problemlos und werden nicht ausgeraubt.
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30

Samstag, 8. April 2006, 23:46

in allen anderen auch nicht !!!
aber ich will's mal nicht beschreien.....

31

Montag, 10. April 2006, 17:30

Universidad de Chile vs. Colo Colo,

9. April, 1:3, Z. ca 50.000

Eintrittskarte für einen Sitzplatz in der Kurve 4.400 Peso (ca. 7 Euro)

Superclásico werden in Südamerika jene Partien genannt, in denen die beiden Teams mit der größten Anhängerschaft aufeinandertreffen. Der berühmteste Superclásico ist sicherlich die Begegnung zwischen den Boca Juniors und River Plate in Buenos Aires. Aber auch in Chile gibt es ein Spiel der Spiele, wenn Colo Colo gegen Universidad de Chile (La U)antritt. Wie in Argentinien vor Boca vs. River bestimmte dieser Kick über Wochen die Sportseiten der Tageszeitungen, ganz Santiago erwartete mit Spannung den Anpfiff. Am Sonntag, 9. April, war es im Estadio Nacional wieder soweit. Die Bemühungen, Ausschreitungen zu vermeiden, waren groß und nahezu wirksam. Die ganz große Randale blieb bis auf vereinzelte Schlägereien und diverse Steinwürfe auf die Busse aus, nicht zu vergleichen mit dem letzten Mal, als eine Frau durch Schüsse zu Tode kam. Im Umkreis des Stadions gab es jedenfalls keinen Tropfen Alkohol und am Eingang wurden die Zuschauer wie am Flughafen kontrolliert.

Damit die Polizei die Zuschauer ein bisschen besser ueberblicken konnte, wurden zuvor auch nur 50.000 Karten statt möglicher 70.000 verkauft. Die Fanblöcke waren in etwa gleichmäßig verteilt. Colo Colo hatte ein jedoch paar mehr „Hinchas“ in das Heimstadion von La U mitgebracht. Für die Hausherren lief es dagegen von Anfang an nicht gut. Bei den „Los de Abajo“ („Die von Unten“), der größten Fan-Gruppierung von Universidad, brannten einige Sitzreihen, nachdem der harte Kern trotz Verbotes mit selbstgebauten Feuerwerkskörpern hantierte. Erst nach mehreren Versuchen konnte das Feuer gelöscht und das Spiel angepfiffen werden. Weil die Polizei mit dem Wasserschlauch nicht nah genug an die Brandstelle kam, schickte sie einige Jungs aus der Kurve mit Feuerlöschern ins Getümmel. In all dem Chaos war das wirklich gelungene Deeskalation, denn diejenigen, die diese Aufregung verursacht hatten, konnten ohne Knüppel selbst wieder für Ruhe sorgen. Es hätte schlimm ausgehen können, weil das Estadio Nacional mit alten, trockenen Holzbänken ausgestattet ist und überall zwischen den Reihen Papier lag. Bis auf enorme Rauchwolken und eben den verbrannten Sitzbänken blieb kein weiterer Schaden zurück. Glück gehabt. Ironie der Geschichte war, dass in der Woche zuvor die Colo Colo Fans bei ihrem Heimspiel lautstark sangen, sie würden das Estadio Nacional anzünden, es waren aber die Los de Abajo, die das übernahmen .

In der ersten Halbzeit waren die weiß-schwarzen Gäste dem bisherigen Spitzenreiter deutlich überlegen. Katastrophale Abwehrfehler führten zur einer schnellen 2:0 Führung von Colo Colo, was natürlich auf die Stimmung in der blau-roten Kurve drückte. Sind sonst die „Los de Abajo“ die lautesten und kreativsten Fans in Chile, ging dieser Punkt ganz klar an die „Garra Blanca“(Weiße Kralle). Es war schon beeindruckend, als 25.000 Tausend Kehlen auf einmal ihr Colo Colo feierten. Die in Deutschland üblichen „Ohne Dach keine Stimmung“-Diskussion wirkte hier etwas absurd. Auch im Mob von La U wurde es hin und wieder richtig laut, zumal die Mannschaft noch vor der Pause den 1:2-Anschlusstreffer erzielte.

Im zweiten Durchgang erwachte dann auch die Riege von Marcello Salas aus dem Tiefschlaf und kämpfte trotz Roter Karte in der 62. Minute für einen Mitspieler hervorragend. Pech und Unvermögen verhinderten allerdings den verdienten Ausgleich. Jeder merkte nach zahlreichen vergebenen Chancen, das Spiel ging an Colo Colo. Kurz vor Schluss konterten die Gäste die Hausherren aus und erzielten noch den 3:1 Endstand für Chiles Rekordmeister. Die Freude und die Enttäuschung waren auf en jeweiligen Seiten natürlich groß, denn neben drei Punkten gab es unheimlich viel Prestige zu gewinnen. Die blau-roten Fans ließen daraufhin den Kopf hängen und waren nicht besonders in Prügellaune, um wenigstens das Match auf der Straße zu gewinnen. Colo Colos Kurve musste sowieso noch eine Weile im Stadion verharren, bis der Rest das Gelände verlassen hatte. Hier und da gab es dennoch ein bisschen Gerenne, ein paar Hauereien und kalte Duschen durch die Wasserwerfer der Polizei. Für Chiles Clásico war es somit erstaunlich ruhig.
Mein Blog hat was über eine Demo geschrieben.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Florian« (11. April 2006, 02:43)


  • »Melmac« wurde gesperrt

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32

Montag, 10. April 2006, 17:50

Zitat

Original von Florian
Universidad de Chile vs. Colo Colo,

9. April, 1:3, Z. ca 50.000
Es war schon beeindruckend laut, als 25.000 Tausend Kehlen auf einmal ihr Colo Colo lautstark feierten.


:grübel:

Die teilen da 50:50 auf?
Hyper, Hyper - John Striker

33

Montag, 10. April 2006, 19:00

Ja, weil Universidad in der Regel vor 15.000 Zuschauern spielt und Colo Colo einen Tick mehr Fans im Land hat.
Mein Blog hat was über eine Demo geschrieben.

  • »Melmac« wurde gesperrt

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34

Montag, 10. April 2006, 20:27

Beim Rückspiel ist das also nicht so.
Hyper, Hyper - John Striker

35

Montag, 10. April 2006, 20:55

Es gibt kein Rueckspiel, weil die Apertura nur als eine Runde gekickt wird und es danach Play Offs gibt. Aber auch bei den Play Offs - so war es jedenfalls letztes Jahr - wird gerecht geteilt.
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36

Mittwoch, 12. April 2006, 12:35

wenn die eine mannschaft nur 25.00 fans (wohlgemerkt die Heimmannschaft) ins stadion bringen kann, wie viele fans hat denn universidad im ganzen land? La U hat übrigens eine Fanfreundschaft mit Racing.
Yo paro en una banda, que corre a los bosteros, a Racing le roba trapos y el rojo le tiene miedo.

37

Mittwoch, 12. April 2006, 14:17

Die haben schon sehr viele Fans im ganzen Land. Das Problem ist aber einfach, dass die, die sich fuer Fussball wirklich interessieren, kein Geld fuers Stadion haben. Fussball ist Armensport und die Stadien werden auch aufgrund der Ausschreitungen der vergangenen Jahre auch gemieden.
Wenn Colo Colo und Universidad ausserhalb von Santiago spielen, sind die Stadien aber auch stets gut gefuellt. Wer aber in La Serena, Antofagasta, Concepcion usw. wohnt, leistet sich aber keine Busfahrkarte nach Santiago, um ein Heimspiel zu sehen. Da gehen das Essen und die anderen Kosten fuer die Familie doch ein wenig vor.

La U hatte beim Clásico ausserdem nur 25.000 Karten bekommen, weil das Spiel eben etwas besonderes fuer beide Vereine und Fangruppierungen ist und Chiles Fussball in diesem Punkt mit deutschen Verhaeltnissen nicht zu vergleichen ist.

Die Fanfreundschaft mit Racing ist, glaube ich, durch die Verpflichtungen diverser chilenischer Spieler entstanden. In einem kleines Land wie Chile geraten die auslaendischen Arbeitgeber chilenischer Kicker immer gleich mit ins Blickfeld. - Wie sehr hoffe ich doch, dass 96 ein, zwei Spieler aus Chile kauft - Wie aber alle Fanfreundschaften, ist auch diese nur bei einigen Fans vorhanden. Feindschaften sind da ernster zu nehmen und die ist zu Colo Colo zweifellos praesent.
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38

Mittwoch, 12. April 2006, 17:39

Copa Libertadores 2006

Union Española vs. Newell’s Old Boys

11.04.2006, 1:1, Z. ca. 10.000

Union Española ist ein Verein spanischer Einwanderer in Santiago und hat dem alten Santa Laura ein altes kleines Stadion, dass die Liebhaber alter „Arenen“ hocherfreut. Ein reiner vergammelter Fußballtempel mit Charme und Historie. Union selbst gehört aber eher zu den Teams, die nur über sehr einige Fans verfügen. In der Liga kommen selten mehr als 5.000 Zuschauer zu den Spielen, obwohl das Team Meister der Apertura 2005 war. Die Apertura ist die Saison von Januar bis Juni in Chile.

Daher gelang dem Verein auch die Qualifikation für die Copa Libertadores, dem südamerikanischen Gegenstück zur Champions League. Die Spanier kicken auf internationaler Ebene weitaus besser als in der heimischen Liga und so war das Stadion, in das aufgrund der Einsturzgefahr nur 12.500 statt der vorhandenen 25.000 Plätze zugelassen sind, gut gefüllt. Der attraktive Gegner aus dem argentinischen Rosario war sicherlich zudem ein Anreiz die Partie zu verfolgen. Etwas mehr als 1.000 Argentinier waren mit ihren Newells mitgereist. Rosario liegt etwa 1000 Kilometer von Santiago entfernt und die meistens Fans kamen mit Bussen über die Anden. Hut ab für diese beschwerliche Reise an einem Dienstag!

Die Stimmung war von Beginn an ziemlich gut, zumal beide Teams gewinnen mussten, um sicher die K.O.-Runde zu erreichen. Selbst die Hinchas von Los Rojos - die Roten, wie Union auch genannt wird - zeigten sich in bester Verfassung. Es gab viel Feuerwerk auf beiden Seiten und rot-gelben Qualm in der Union-Barra beim Einlauf der Teams. Die Argentinier sangen und sprangen seit ihrer Ankunft inklusive Halbzeit und 30 Minuten nach dem Kick die ganze Zeit. Auf Plakaten machten sie deutlich, dass sie Lautsprecheranlagen für ihren Support nicht nötig hätten, sie seien die Hinchada, die niemals aufhöre laut zu sein. Es mag wohl stimmen, nachdem was sie in Santiago boten.

Unions Anhang war dagegen weitaus zurückhaltender, aber auch nicht still. Ganz angenehm bei dem spanischen Klub ist, dass die Leute tatsächlich aufgrund des Fußballs ins Stadion kommen und nicht weil es cool ist, irgendeiner großen Gruppierung anzugehören. Ein Problem, das deutschen Ultras nicht unbekannt sein dürfte. Die Anfeuerungsrufe passen sich bei Union Española jedenfalls mehr dem Spielverlauf an, anstatt immer wieder zu singen, wie toll der eigene Mob doch sei. „In“ ist Union bestimmt nicht, aber bietet dafür eben hin und wieder guten Fußball.

Die rot-gelben Kicker lieferten auf dem Rasen in der 1. Halbzeit eine ordentliche Partie ab. Sie stürmten eifrig, konnten aber die chilenische Krankheit, vor dem Tor ein, zwei Pässe zuviel zu machen, nicht ablegen. So wurden viele Chancen verschenkt und es sprang nur ein 1:0 nach gut 25 Minuten heraus. Union spielt übrigens in ähnlichen Diadora-Trikots wie 96 daheim, nur dass die Farben eben aus Rot und Gelb bestehen. Die Argentinier fielen dagegen mehr durch ruppiges Auftreten auf. Sie sorgten jedoch immer wieder bei Kontern für große Gefahr. Die Defensive wird in Chile allgemein vernachlässigt, aber Union konnte die Führung in die Pause retten.

Beim Wiederanpfiff flogen noch einmal zahlreiche Leuchtkugeln aus der Española-Kurve und Newells Sympathisanten spendierten ein paar Bengalos für die nächsten 45 Minuten. Der Argentinische Keeper schien das Feuerwerk hinter seinem Rücken gewohnt zu sein, gelassen wich er aus, wenn sich mal eine grelle Kugel in seinem Strafraum verirrte. Newells war inzwischen besser drauf, aber kassierte nach etwa 60. Minuten die verdiente Rote Karte. Trotzdem kämpften die Kicker enorm und nahmen das Heft in die Hand. Union ging die Puste aus, verstand es aber nicht den Ball einfach nur aus der eigenen Hälfte zu schlagen. Die Abspielfehler häuften sich. Fünf Minuten vor Schluss erzielten die Argentinier den hochverdienten Ausgleich, was beiden nicht so richtig nutzt. In der letzten Runde kommende Woche droht das Ausscheiden für die Teams. Die Newells-Fans feierten allerdings kräftig und durften noch eine halbe Stunde länger im Stadion bleiben, weil die heimischen Zuschauer erst aus dem Santa Laura raussollten. An den Ausgängen verlief dann alles sehr ruhig, heißblütig sind die Anhänger von Union Española nicht, sie gingen einfach etwas enttäuscht nach Hause.
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39

Mittwoch, 12. April 2006, 22:39

Ole schreibt 8.000

newells braucht nur zuhause gg the strongest gewinnen und goias schlaegt espanola, was ja nicht sooo unwahrscheinlich ist und schon ist der fall geritzt.......

morgen gehts bei estudiantes vs bolivar auch um alles oder nichts.....

40

Donnerstag, 13. April 2006, 03:02

Die Zahl 10.000 war auch nur von mir geschaetzt. Ich hoffe jedoch auf einen Sieg von Española bei den Goias, das ist aber leider sehr unwahrscheinlich. Schon im Hinspiel hatten die Roten keine Chance.
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