Pokal gegen Wismar: Pflichtaufgabe mit 6:0 erfüllt.
Ligastart mit jeweils 2:1 gegen Hoffenheim und in Nürnberg gelungen. Glückliche Siege, da beide Male in Halbzeit zwo nicht mehr viel kam. Beeindruckende Leistungen gegen Sevilla; auch wenn beide Gegentore letztlich hergeschenkt waren, hätte es vom Spielverlauf her auch schlechter enden können. Die Partie gegen Hertha hätte sich in die Reihe glücklich knapper Erfolge einreihen können, Lasogga und der Schiedsrichter haben es verhindert.
Gegen Mainz folgte eine Art Sturmlauf, der nur mit einem 1:1 belohnt wurde. In Stuttgart gab es beim 0:3 dann die erste schlechte Partie der Saison. Beim EL-Gruppenphasenauftakt zuhause gegen Lüttich traf man auf einen destruktiven Gegner; da man nicht naiv stürmen wollte, ging es torlos aus. Gegen Dortmund konnte ein Rückstand mit einer Schlußoffensive gedreht werden. In Augsburg konnte man wieder kein Tor gegen eine defensive Mannschaft erzielen. Bei Poltawa riß der Faden nach dem Seitenwechsel auf unerklärliche Weise, mit Glück wurde das 2:1 über die Zeit gerettet. Gegen Bremen gab es eine offene und spektakuläre Partie mit erfolgreichem Ausgang. In Köln wurden wir verpfiffen. Gegen Kopenhagen hatte man alles im Griff und bekam zwei Mal wie aus dem Nichts ein Gegentor. Bayern wurde mit einer starken Leistung nach Hause geschickt.
Gegen Mainz sah es dann in der zweiten Pokalrunde schon sehr müde und abgekämpft aus. In Gladbach machte Reus den Unterschied, die stärkere zweite Hälfte führte nicht zu einem zweiten Tor. In Kopenhagen gab es wieder eine aufopferungsvolle Leistung mit einem wichtigen Sieg - wieder wurde es nach der Pause munterer. Schalke begegnete man auf Augenhöhe, der Ausgleich war in der Entstehung allerdings ärgerlich, weil man sich zuhause bei eigener Führung nicht auskontern lassen muß.
In Wolfsburg lief nichts zusammen. Schlaudraff sicherte mit einem Traumtor ein Remis gegen Hamburg, in Lüttich war nicht viel zu bestellen. In Freiburg konnte man auswärts die Führung nicht ausbauen oder verteidigen. Das 0:0 gegen Leverkusen war wieder ganz nett anzuschauen. Gegen Poltawa gab es einen bedeutungslosen Pflichtsieg und in Kaiserslautern holte man dank 100%-iger Chancenverwertung ein 1:1 raus.
Das Konterspiel wurde nicht mehr so konsequent verfolgt, obwohl es weiterhin zu unseren Stärken gehören sollte. Die Chancenverwertung rutschte von einem Spitzenwert in den Durchschnitt. Wenn wir viel Ballbesitz haben, bleiben wir ungefährlich. Unser Flügelspiel ist schwach. Standards funktionieren ausgezeichnet, allerdings kriegen wir auf gleiche Art auch viele Gegentore. Einige Treffer fielen unter gütiger Mithilfe von Gegenspielern, etwa das Moas Tor in Lautern, als der Verteidiger wegrutschte, oder Panders Schlenzer in der EL nach einem kapitalen Fehlpaß. Dazu kommen noch zwei Eigentore zu unseren Gunsten.
In der Bundesliga haben wir 86 Chancen kreiert und 95 Chancen zugelassen. Bei einem Torverhältnis von 20:24 entspricht das einer Chancenverwertung von 23,3:25,3%. In der Europaliga (inkl. Quali) haben wir ein beeindruckendes Chancenverhältnis von 42:27; bei einem Torverhältnis von 12:9 entspricht das einer Chancenverwertung von 28,6:33,3%.
Fazit 1: Leistungen und Ergebnisse schwankten mit Tendenz nach unten; im Europapokal wurde Phantastisches erreicht, in der Liga ist die Punkteausbeute ordentlich. Fazit 2: Das Spiel nach vorne sollte wieder verbessert werden. Am besten setzt man auf Bewährtes, sprich schnelle Gegenangriffe. Das ist leichter als etwas komplett Neues zu lernen. Außerdem fehlt neben Konter-As Abdellaoue ein Plan B fürs Toreschießen aus dem Spiel heraus. Fazit 3: Mit etwas mehr Konzentration bei gegnerischen Ecken vermeidet man Gegentreffer. Fazit 4: Das anstrengende Spiel gegen den Ball konnte nicht mehr so regelmäßig betrieben werden.
Der Rückrundenspielplan bietet eine interessante Konstellation: Können wir unsere miese Auswärtsbilanz ausgerechnet in Dortmund, München, Bremen, Schalke und Leverkusen aufpolieren? Schaffen wir es zuhause gegen Augsburg, Köln, Freiburg und K'lautern zu gewinnen?