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Dahl

96er

Registrierungsdatum: 22. Dezember 2013

Wohnort: Dresden

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201

Mittwoch, 30. Januar 2019, 00:07

Übrigens ist mir nicht bekannt, dass er sich mal kritisch zu Orban geäußert hätte. Würde ich von einem Deutschen, der in Ungarn an prominenter Stelle arbeitet, eigentlich erwarten.
Aber er hatte ja auch keine Probleme damit gehabt, für den Mielke-Club Dynamo Berlin zu spielen. "Ich hatte die Wahl zwischen dem BFC und Dynamo Dresden. Doch ich wollte nach Berlin, um nicht so weit weg von der Familie zu sein."

https://www.welt.de/sport/fussball/artic…du-Schwein.html

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202

Mittwoch, 30. Januar 2019, 00:15

Das hat mir der Diskussion jetzt aber nicht viel zu tun.
"Mit größerer Wucht stellt sich die Vernunft dem Bösen entgegen, wenn Zorn ihr dienstbar zur Hand geht."

203

Mittwoch, 30. Januar 2019, 00:30

Hm, das wird ja hier immer "interessanter".
Jetzt wird also untersucht, ob er ein verkappter Faschist ist, also in summa ein faschistoider, sexistischer Prolet. :nein:

Ich kann mich nicht erinnern, dass jemals ein neuer Trainer, Spieler oder Manager (davon gab es in all den Jahren ja genug) so "begrüßt" wurde.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Kai« (30. Januar 2019, 00:31)


Registrierungsdatum: 25. Januar 2010

Verein: 9696969696

Wohnort: Köln

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204

Mittwoch, 30. Januar 2019, 00:43

Na ja, man darf das alles sehen - und insbesondere kritisch.

Lässt man das „sexistischer Prolet“ weg, ist alles richtig, was gegen ihn eingewandt wird: er deutet die Rechte zur freien Meinungsäußerung von Frau Müller und möchte diese entziehen oder durch Thomas Müller kontrolliert wissen. Dies tut er auf eine ziemlich stupide und keineswegs interessante oder lustige Art und Weise, sein Einwurf von „nur Spaß“ kam ja nur, weil er gemerkt hat, dass er sich verrannt und auch blamiert hatte.

Zum Rest kann ich nichts sagen, der hier reingeworfen wird - außer zur PK gestern. Da kam er mir vor wie ein sehr einfach strukturierter Mensch, der für keine einzige Spielidee stehen will und absolut keinen Plan hat, wie die Rettung gelingen soll. Sprachlich jedenfalls war das gestern und vieles davor allerunterstes Niveau, aber das wird sicher damit entschuldigt, dass wir hier beim Fußball sind. Ich sehe das anders: ein Trainer sollte ein Mindestmaß an Intelligenz mitbringen. Das sehe ich bei Doll nicht.

Dennoch: Er könnte der Retter sein, deshalb „herzlich Willkommen“.
Was mich fertig macht, ist nicht das Leben, sondern die Tage dazwischen.


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Registrierungsdatum: 1. November 2010

Verein: Hannover96

Wohnort: im rheinischen Exil

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205

Mittwoch, 30. Januar 2019, 00:45

:winken: nicht meine Baustelle.

Kai, du diskutiert hier mit mir über Sexismus.

Den verkappten Faschistischen mit Dahl.
"Mit größerer Wucht stellt sich die Vernunft dem Bösen entgegen, wenn Zorn ihr dienstbar zur Hand geht."

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »96mettbrötchen« (30. Januar 2019, 00:46)


Registrierungsdatum: 29. August 2003

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206

Mittwoch, 30. Januar 2019, 00:55

Krank .

Was für Diskussionen hier. Bin bei Kai und wundere mich einfach nur noch die nächsten 10 Seiten.
Einige hier haben sich echt dem Niveau unseres Vereins angepasst .

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »martin« (30. Januar 2019, 00:58)


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207

Mittwoch, 30. Januar 2019, 00:59

Ab ca. 56. Minute "....wenn du da noch eine Spielerfrau gegen dich hast.....ein no go".
Ich würde ihm tatsächlich zugute halten, dass er damit meint, dass nicht nur unmittelbare, sondern auch recht mittelbare Dinge Einfluss auf seine - möglichst erfolgreiche - Arbeit haben, und zwar nicht nur zu seinem Leidwesen, sondern zum Leidwesen aller, die unmittelbar mit einer Profifussballmannschaft arbeiten. Da stört eigentlich so gut wie alles aus der zweiten Reihe, zu laut klingelnde Telefone, Paparazzi, ein schlechter Rasen, Lolek & Bolek. Man kann darüber streiten, ob ein Arbeitgeber oder Vorgesetzter sich so über den Partner eines Angestellten zu äußern hat, aber ich sehe das hier eigentlich nicht geschlechtsspezifisch. Ich denke im übrigen, dass er im Fall eines homosexuellen Fussballers in gleicher Weise sprechen würde (und vermutlich auch Spielerfrau sagen würde... :D :ichmussweg: ).

Da heißt: er fordert für den Trainer Respekt ein und zwar nicht nur von seinen Spielern (um die ging es davor) sondern auch von der Ehefrau eines Spielers. Das bedeutet, daß sie mit ihrer Rolle als Ehefrau die Regeln seines Arbeitgebers zu übernehmen und sich diesen zu unterwerfen hat. Dann hat "er (Thomas Müller) wird ihr schon gesagt haben..." die Bedeutung: als Trainer, erwarte ich, daß der Spieler seine Frau zur Räson ruft.
Siehe oben. Ich sehe hier primär keine geschlechtsspezifische Problematik, die etwas damit zu tun hat, dass frau Müller eine Frau ist. Sondern mir erscheint es so, dass es um den Partner des Spielers geht. Wir haben das "Problem", dass wir aufgrund des Umstands, dass in einem Herrenteam eben nur Männer spielen, von Frauen/ Spielerfrauen als Partner des Fussballers reden. Es kommt praktisch nicht vor, dass Spielermänner oder Gatten stören.
Wir können daher nicht beurteilen, wie es wäre, würden Männer und Frauen in einem Team spielen/ in einem Betrieb arbeiten.

Dahinter steht eindeutig ein konservatives Rollenbild, daß sich eine Partnerin in der Ausgestaltung ihrer Rolle, den Interessen ihres Ehemannes unterwirft und eigene hinten anstellt, sofern sie mit diesen in Konflikt stehen.
Das Rollenbild ist konservativ im Fussball, das denke ich auch. Und dass eine Frau ihre Interessen hinter denen des Ehemannes zurückstellt, ist ebenfalls konservativ. Ich finde aber nicht, dass das dann automatisch dazu führen darf, dass jede Verwendung einer Gattungsbezeichnung "Ehefrau" oder "Ehemann" den Vorwurf von Sexismus beim Verwender begründet. Vor allem, wenn es im Arbeitsumfeld des Profitrainers praktisch keine "Spielermänner" gibt.

Sexistische Haltung ist geschlechtsunabhängig. Zuschreibungen aufgrund des Geschlechts und in diesem Zusammenhang in Verbindung mit der Rolle ist sexistisch.
Ja. Aber was willst Du denn machen, wenn nun einmal die Arbeitnehmer ausschließlich männlich sind und die Partner quasi ausschließlich Frauen? Und was wird Frau Müller denn von Doll zugeschrieben? Wir können uns natürlich darauf verständigen, dass man eben nicht "Spielerfrau", sondern "Partner" zu sagen hätte, okay, das wäre neutral. Aber wenn das jemand nowadays (noch) nicht tut, stemple ich ihn dadurch nicht zum sexistischen Arschloch, wiewenig ich ältere Menschen undifferenziert als Rassisten bezeichnen möchte, wenn sie einen Negerkuss essen oder ein Zigeunerschnitzel bestellen. (Können Rassisten sein, müssen es aber nicht.)

Das Sportmilieu im gesamten und der Bundesliga-Fussball im besonderen ist erstens konservativ und zweitens auch männlichkeits geprägt.
Spannend, warum das so ist. Aber meines Erachtens hat das nicht unbedingt - für mich jedenfalls bei oberflächlicher Betrachtung - etwas mit Sexismus zu tun.

Der Lakmustest wäre: gibt es diese Konstellation auch im umgekehrten Geschlechterverhältnis? Gibt es eine öffentliche Debatte bei einen männlichen Partner oder ist es vorstellbar das es sie gäbe, bei einer erfolgreichen Sportlerin?
Puh, ich würde tatsächlich sagen: Ja. Es gibt nur nicht - siehe Zitat zuvor - so viele in gleicher Weise in der Öffentlichkeit stehende erfolgreiche Sportlerinnen, denke ich. Also auch hier die Frage, warum das Sportmilieu - oder nur die öffentliche Sportberichterstattung? - so von Männersport dominiert wird.
Ich kann für mich persönlich ein Beispiel nennen: Wenn der Mann einer Mitarbeiterin schon 20 Minuten vor ihrem Feierabend bei mir in der Warteecke sitzt, geht er mir auf die Nüsse, weil er meine Angestellte (wohlmöglich) davon abhält, konzentriert ihre Arbeitsleistung zu erbringen. Immerhin lässt sie sich mit zunehmender Dauer der Beziehung immer weniger von ihm ablenken...*stammspielersmilie*
:high: "Ne Bemme und ´n Schälchen Heeßen."
Den Fussboden mit Bienenwachs versiegeln

Registrierungsdatum: 30. September 2003

Verein: Hannover 96

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208

Mittwoch, 30. Januar 2019, 06:54

Was fällt einer Frau eigentlich ein, hier so reinzugrätschen, wenn ältere weiße überprivilegierte Männer feststellen, dass ein anderer älterer weißer überprivilegierter Mann sich nicht sexistisch geäußert hat? Ein absolutes No-Go!

Edit: Damit es nicht zu trollig wirkt; ich hab auch beim Lesen der Ausführungen einiger meiner Geschlechtsgenossen genickt, aber Mettbröttchens Beitrag hat mich wieder ins Grübeln gebracht. Vielleicht fällt einem als Mann der Perspektivwechsel oft schwer.
C'est l'histoire d'une société qui tombe et qui, au fur et à mesure de sa chute se répète pour se rassurer: "Jusqu'ici tout va bien, jusqu'ici tout va bien, jusqu'ici tout va bien." Mais ce qui compte c'est pas la chute. C'est l'atterrissage.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Schneppe« (30. Januar 2019, 07:05)


Dahl

96er

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209

Mittwoch, 30. Januar 2019, 07:18

Kein verkappter Faschist, habe ich nicht behauptet, aber ein politischer Opportunist, der in einem rechtspopulistisch regierten Land nicht mal den Mund aufmacht gegen die Zerstörung der Demokratie. Und der, wenn er die Wahl hat zwischen zwei Vereinen (DDR), aus Bequemlichkeitsgründen den Mielke-Club (Dynamo Berlin) vorzieht.

Edit: Vorstand bei Ferencvaros ist seit einiger Zeit der Generalsekretär von Orbans Fidesz-Partei. "Darüber hinaus werden bei Veranstaltungen der Fidesz-Partei Mitglieder der Ferencvaros-Fanclubs als Ordner beschäftigt, die der gewaltbereiten, rassistischen und antisemitischen Hooligan-Szene nahe stehen. Sie fielen nicht nur durch wiederholte "Sieg-Heil"-Rufe und andere antisemitische Ausfälle während eines Länderspiels zwischen Ungarn und Israel auf, sondern überfielen bei einem Auswärtsspiel ihres Klubs in Bukarest auch eine Roma-Siedlung."https://www.mdr.de/heute-im-osten/fussba…fsache-100.html

Er hatte jedenfalls keine Probleme damit, einige Jahre in diesem Verein zu arbeiten und hat sich während der Zeit auch
nicht gegen den Abbau von Rechtsstaat und Demokratie in Ungarn positioniert - passt zu 96, dass solche Kriterien bei der Einstellung des neuen Cheftrainers wohl keine Rolle spielten.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Dahl« (30. Januar 2019, 07:27)


Registrierungsdatum: 10. August 2015

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210

Mittwoch, 30. Januar 2019, 07:29

Finde ich auch echt daneben das doll keine Proteste gegen orban angeführt hat...

Zum Rest möchte ich mich nicht äußern, das ist albern.

Gesendet von meinem BLA-L29 mit Tapatalk

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211

Mittwoch, 30. Januar 2019, 07:44

Dahl bringt mich immer wieder zum Schmunzeln. Danke schön.
Für die Annehmlichkeiten möchten wir uns entschuldigen.

Dahl

96er

Registrierungsdatum: 22. Dezember 2013

Wohnort: Dresden

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212

Mittwoch, 30. Januar 2019, 07:52

Es geht sogar noch weiter - in einem Interview mit der Budapester Zeitung hat er sich über den Fidesz-Generalsekretär Kubatov (zugleich Ferencvaros-Vorstand) und seine politische Arbeit überaus wertschätzend geäußert (starken Mann an der Spitze, mit Herzblut dabei, nicht nur in seiner Partei, sondern auch bei uns):
"Angesichts der Tatsache, dass Fuß­ball unter der Regierung von
Viktor Orbán zu einer Sportart erklärt wurde, die beson­ders zu fördern
ist, muss der Trainerjob in Ungarn doch traumhaft sein. Merken Sie davon
etwas?

Das merkt man schon bei unserem Prä­sidenten Gábor Kubatov (auch
Fidesz-Par­teidirektor und -Abgeordneter; Anm.): Er schafft hier
Strukturen, baut die Mann­schaft mit auf, hat den Bau des neuen
Sta­dions und eines neuen Trainingsgeländes in die Wege geleitet, das in
ein paar Jah­ren nochmals erweitert wird. Ich weiß na­türlich nicht,
wie Kooperationen mit Spon­soren oder der Politik zustande kommen, für
einen Trainer ist aber auch gar nicht entscheidend, wo die Mittel
herkommen.
Entscheidend ist, dass das eine oder an­dere zur Verfügung
gestellt wird, und da sind wir auf einem guten Weg, denn wir können
Spielern eine Perspektive mit ei­nem vernünftigen Gehalt bieten. Wir
ha­ben einen starken Mann an der Spitze, der mit Herzblut dabei ist,
nicht nur in seiner Partei, sondern auch bei uns.
Das habe ich gleich
bei meinen ersten Gesprächen mit der Vereinsführung im Dezember 2013
ge­spürt. Ich hatte sofort ein sehr gutes Ge­fühl, das auch heute noch
da ist."
http://www.budapester-archiv.bzt.hu/2014…chen-noch-zeit/

Ein Opportunist, dem die Rahmenbedingungen egal sind, Hauptsache, er hat einen einträglichen Job. Wahrscheinlich könnte ich das Ganze um weitee Zitate ergänzen, wenn ich Ungarisch könnte. Passt jedenfalls zu Kind und Heldt, dass ihnen diese Vorgeschichte egal ist.

Registrierungsdatum: 30. September 2003

Verein: Hannover 96

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213

Mittwoch, 30. Januar 2019, 08:12

Auf jeden Fall hat er sich in Ungarn so wohl gefühlt, dass er nach dem Ende seiner beruflichen Verpflichtungen dort bis dato wohnen geblieben ist. Budapest sei jetzt sein Lebensmittelpunkt, hat er glaube ich auch vor kurzem in einem Interview gesagt.
Ist aber auch wirklich ne tolle Stadt.
C'est l'histoire d'une société qui tombe et qui, au fur et à mesure de sa chute se répète pour se rassurer: "Jusqu'ici tout va bien, jusqu'ici tout va bien, jusqu'ici tout va bien." Mais ce qui compte c'est pas la chute. C'est l'atterrissage.

Rocee

96er

Registrierungsdatum: 9. Oktober 2012

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214

Mittwoch, 30. Januar 2019, 08:17

Bald kommt noch einer um die Ecke und erzählt uns das er sich seinen Arsch mit der rechten anstatt der linken Hand abwischt...

Registrierungsdatum: 1. November 2010

Verein: Hannover96

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215

Mittwoch, 30. Januar 2019, 08:18

Interessante Auseinandersetzung. Hedemanns Beitrag enthält vieles, was eine Vertiefung wert wäre. Das würde hier vom eigentlichen Thema Thomas Doll zu weit führen.

Zusammenfassend kann man sagen, daß wir es im Bereich Sport im Allgemeinen und Bundesliga-Männerfussball im besonderen, mit einem Milieu zu tun haben, in dem die Stereotype von Männlichkeit und Weiblichkeit sehr ausgeprägt zum Tragen kommen. Das beinhaltet für beide (biologischen) Geschlechter starke Rollen- und Verhaltensvorgaben, die einhergehen mit geschlechterspezifischen Zuschreibungen.

Interessant wird es, wenn mit den Vorgaben gebrochen wird. Die Reaktion darauf, gibt einen Hinweis, inwiefern Sexismus eine Rolle spielt. Man muss sich bloß mit den Diskussionen rund um den Einsatz und den Umgang mit Bibiana Steinhaus vor Augen führen

In diesem Fall jetzt hat Lisa Müller mit den Regeln gebrochen. Inwieweit die Beurteilung des Verhaltens sexistisch konnotiert ist, darüber kann man in der Tat streiten. In einem Milieu, in dem die Regeln und Rollen geschlechtsspezifisch sehr klar definiert sind, bewegt man sich in der Kritik immer hart an der Grenze zum Sexismus. Die Grenze ist auch schnell überschritten. Hedemann hat die Grenze ganz gut skizziert.

Auch der Hinweis auf Homosexualität trifft genau in den Kern des Problems mit Sexismus, von dem hier die (vor allem homosexuellen) Männer betroffen sind. Fussballerinnen können ihre bi-/homosexuellen Beziehungen offen leben. Bei Männern gibt es noch immer unüberwindbare Hürden.
Die Haltung bzw.für dieses Milieu die Abhlehnung gegenüber Homosexualität, hat eine sexistische Grundhaltung zur Basis.

Und jetzt haben wir es mit einem erweiterten Geschlechterbegriff (Gender) zu tun.

Damit haben wir das Thema Thomas Doll verlassen und ich beende für mich die Diskussion zu diesem Thema in diesem Thread.

@Schneppe :herz:
"Mit größerer Wucht stellt sich die Vernunft dem Bösen entgegen, wenn Zorn ihr dienstbar zur Hand geht."

Registrierungsdatum: 12. August 2009

Verein: Frage?

Wohnort: Hannover

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216

Mittwoch, 30. Januar 2019, 08:34

Ich finde die Verpflichtung vom neuen Trainer gut, vlt hören wir jetzt auch endlich wieder öfter "Nellie the elephant"!?
Ich liebe es, wenn man beim Kacken nicht wischen muss!

Registrierungsdatum: 19. Februar 2002

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217

Mittwoch, 30. Januar 2019, 08:38

Übrigens ist mir nicht bekannt, dass er sich mal kritisch zu Orban geäußert hätte. Würde ich von einem Deutschen, der in Ungarn an prominenter Stelle arbeitet, eigentlich erwarten.
Aber er hatte ja auch keine Probleme damit gehabt, für den Mielke-Club Dynamo Berlin zu spielen. "Ich hatte die Wahl zwischen dem BFC und Dynamo Dresden. Doch ich wollte nach Berlin, um nicht so weit weg von der Familie zu sein."

https://www.welt.de/sport/fussball/artic…du-Schwein.html


Vielleicht mal die Erwartungshaltung überdenken?
Und was hat das eigentlich mit Dolls Nationalität zu tun?

Wenn es um Moral geht, dann dürfte man auch das Trikot des FC Bayern nicht mehr überziehen...bei dem Vorstand.

Registrierungsdatum: 31. Juli 2001

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218

Mittwoch, 30. Januar 2019, 08:45

Wenn es um Moral geht, dann dürfte man auch das Trikot des FC Bayern nicht mehr überziehen...bei dem Vorstand.


Vielleicht dürfte man noch nicht einmal mehr Fan von Hannover 96 sein.

Registrierungsdatum: 11. Juni 2008

Verein: Fangfrage !?

Wohnort: zu nah am Wolf

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219

Mittwoch, 30. Januar 2019, 09:10

Kurz und abschließend von mir dazu:

Vielleicht ist 'sexistisch' eine zu starke Formulierung, aber das Weltbild, das Doll in besagter Sendung offenbart, ist in meinen Augen dermaßen machismo, dass er bei mir das Bild erzeugt, Frauen nicht auf Augenhöhe zu sehen.
Die Spielerfrau hat den Trainer öffentlich nicht zu kritisieren. Und wenn sie es dennoch wagt, dann hat der Spieler die Nestbeschmutzerin zuhause gefälligst an die Leine zu legen. Dass die Dame keine Erlaubnis benötigt, sich öffentlich zu äußern, scheint Doll gar nicht in Betracht zu ziehen.

Das lese ich daraus, und das empfinde ich als zumindest überaus respektlos Frau Müller gegenüber. Dasselbe, was Doll letztendlich einfordert.

Unabhängig davon hätte ich persönlich bei 'Wenn der Chef spricht, einmal kurz ruhig sein' ihm auf die Schuhe kotzen können.
Das sind immer die sympathischen Kerle, die ich so richtig ernst nehmen kann. :anbeten:

Hier fiel kurz der Name Lienen. Dem traue ich eine solche Äußerung z.B. nicht zu. Um mal einen anderen Trainer und fußballnahen Menschen zu nennen.

Das ist dann aber vielleicht auch genug zu dem Video.
Schauen wir doch mal, wie er sich in der Aufgabe macht, 96 vor dem Abstieg zu bewahren.
»Always code as if the guy who ends up maintaining your code will be a violent psychopath who knows where you live«
kalsarikännit!
Augen wie Kekse
Jede Theke träumt von einem Bier, warum, Du Nutte, träumst Du nicht von mir?

Registrierungsdatum: 6. Dezember 2011

Verein: 96

Wohnort: Bei Reinbek/Schleswig-Holstein

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220

Mittwoch, 30. Januar 2019, 09:21

Ich glaube nicht, dass Doll mit einem (mMn) limitierten IQ sich seiner Handlungsweise und Kommentierung während der Sendung bewusst war und auch nicht noch über die weitere Entwicklung nachgedacht hat.

Das war einfach dumm, dumm, dumm (Altes Männerbild ggü. Frauen) und irgendwann hat er es dann doch gemerkt; zu spät.

Der soll seinen Job machen und fertig.
Je mehr Käse, desto mehr Löcher. Je mehr Löcher, desto weniger Käse. Also: Je mehr Käse, desto weniger Käse.