Du bist nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Hannover 96 Forum. Falls dies dein erster Besuch auf dieser Seite ist, lies bitte die Hilfe durch. Dort wird dir die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus solltest du dich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutze das Registrierungsformular, um dich zu registrieren oder informiere dich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls du dich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert hast, kannst du dich hier anmelden.

Registrierungsdatum: 7. November 2002

Verein: Hannover 96 und Chelsea FC

Wohnort: nun in Arnum

  • Private Nachricht senden

1

Dienstag, 21. September 2004, 07:40

HAZ: Die Woche der Wahrheit beginnt

Die Woche der Wahrheit beginnt

Hannover (gru). Die Anspannung ist gewachsen. Sie ist spürbar und steht Ewald Lienen ins Gesicht geschrieben. Der Trainer von Hannover 96 blickt mürrischer drein, wirkt kürzer angebunden als sonst. Die Kritik an seiner Mannschaft nach dem missglückten Auftritt in Bremen und dem Absturz auf den letzten Tabellenplatz hat ihre Spuren hinterlassen. Die Berichte der Medien und die Bedenken vieler Fans an seiner taktischen Ausrichtung mögen ihr Übriges getan haben. Der Coach gibt kurz Auskunft über den personellen Zustand seines Teams, lässt sich noch von einem Hörfunkreporter zu einem kurzen Statement überreden und verschwindet dann finster dreinschauend im Kabinengang der Stadionsporthalle.
Lienen weiß, dass morgen im Spiel bei Energie Cottbus (19 Uhr) die Woche der Wahrheit für seinen Klub und für ihn beginnt. Nach dem DFB-Pokalspiel geht es am Sonnabend gegen den FC Schalke 04 um Bundesligapunkte weiter, schon am kommenden Dienstag gastiert der Aufsteiger Arminia Bielefeld in der AWD-Arena. Sind die „Roten“ bis dahin in der Tabelle nicht um einige Plätze geklettert, dürfte bei 96 schon zum Herbstanfang ein eisiges Klima herrschen.
In Cottbus kann sich die Mannschaft Selbstvertrauen für den schweren Bundesliga-Alltag holen. Auch Lienen weiß, wie wichtig ein Sieg, und sei es nur gegen einen Zweitligisten, in dieser Phase ist. Es gilt als sicher, dass der 50-Jährige, so wie er es bisher in jedem Spiel getan hat, einige Positionen neu besetzen wird – speziell im Sturm. Zum einen hat der Angriff auch in Bremen überhaupt nicht überzeugt, zum anderen ist Jiri Stajner, der zuletzt regelmäßig beste 96-Stürmer, für den Pokalwettbewerb letztmals gesperrt. Es ist müßig zu spekulieren, wer in Cottbus stürmt, doch an Thomas Christiansen dürfte kein Weg vorbeiführen.
Der Spanier hatte schon nach seiner Einwechslung gegen Werder einen guten Eindruck hinterlassen. Gestern im Training konnte er wie seine Mannschaftskollegen kaum Pluspunkte sammeln, auch wenn ihm wie Silvio Schröter oder auch Daniel Stendel einige positive Aktionen glückten. Doch zu einer wirklichen Beurteilung reichten die Spielformen in der kleinen Gruppe nicht. Denn acht Spieler aus der Stammelf vom Bremen-Spiel absolvierten abseits ein lockeres, etwa 45-minütiges Programm, Vinicius (hatte am Sonntag bei den Amateuren gespielt) und Thomas Schneider (Grippe) gingen laufen, Steve Cherundolo (Knieprobleme) übte allein mit Fitmacher Edward Kowalczuk, und Nebojsa Krupnikovic sowie Mohamadou Idrissou (Grippe) fehlten gänzlich. Einer jedoch, und das ist einfach zu beurteilen, hatte gestern überhaupt keinen Spaß: Ricardo Sousa wirkte deprimiert. Er litt merklich unter der Maßnahme, dass der Trainer ihn in Bremen wieder aus der Mannschaft genommen hatte. Er trabte mit einer Leichenbittermiene über den Platz.
Als der Portugiese nach dem Training an Lienen vorbei in die Kabine trabte, stellte sich nur die eine Frage: Wer schaut düsterer drein: Trainer oder Spieler?
96 alte Liebe - Rot steht dir sehr viel besser als Gelb-Blau !

Thema bewerten