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Sonntag, 26. September 2004, 12:21

sport1.de: Mathis schießt Hannover aus dem Keller

Mathis schießt Hannover aus dem Keller



Hannover - 17.09 Uhr in der AWD-Arena: Ewald Lienen schickt Clint Mathis für Jiri Stajner auf den Platz. 17.11 Uhr: Mathis erkämpft den Ball in der gegnerischen Hälfte. Über Mohammadou Idrissou und Thomas Christiansen kommt das Leder zurück zum Amerikaner, der mit schönem Direktschuss das goldene Tor erzielt.

Mathis' Treffer in der 83. Minute bedeutete das 1:0 (0:0) für Hannover 96 gegen den FC Schalke 04. Die Niedersachsen feierten ihren ersten Saisonsieg und gaben die Rote Laterne des Tabellenletzten ab. Seinem in die Kritik geratenen Trainer verschaffte Mathis etwas Luft.

Achterbergs Zeit läuft ab

Während Lienen wieder etwas fester im Sattel sitzt, ist das Engagement von Eddy Achterberg als Schalke-Coach bald vorbei. "Wir werden in den nächsten zwei Wochen einen neuen Trainer präsentieren", sagte Manager Rudi Assauer.

"Das ist mit Eddy so abgesprochen. Es war von vornherein klar, dass es nicht bis Saisonende geht", so Assauer weiter. Namen wollte der 60-Jährige nicht nennen: "Wir setzen uns nicht unter Druck."

Mathis trotz Tor stinksauer

Den ist Hannover erstmal los. Nach dem seinem Tor rannte Mathis wild gestikulierend und mit Wut verzerrtem Gesicht Richtung Mittellinie, die Gratulationen der Kollegen energisch abwehrend.

Die Message an den Trainer war eindeutig: Mathis war stinksauer, dass ihn Lienen so lange auf der Bank hatte schmoren lassen.

Lienen unbeeindruckt

"Er wäre sicher gerne eher ins Spiel gekommen. Eigentlich wollte ich ihn schon nach der Pause bringen. Wenn er jedes Mal ein Tor schießt, kann er so viele Gesten machen, wie er will", sagte der Trainer, der dem Vorfall keine große Bedeutung beimessen wollte.

Dass ein Spieler aber so energisch Kritik an der Einwechselpolitik seines Vorgesetzten zum Ausdruck bringt, dürfte Lienen sicher nicht gefallen haben.


Erleichterung in Hannover

Aber für den 96-Coach ging es gegen Schalke um wesentlichere Dinge. Bei einer weiteren Pleite wäre es für Lienen mächtig eng geworden. Dementsprechend erleichtert war der 50-Jährige: "Wir waren zweimal nah dran. Dass es jetzt gegen Schalke geklappt hat, ist sehr wichtig fürs Selbstvertrauen."

Manager Ilja Kaenzig pflichtete Lienen bei: "Dieser Sieg war extrem wichtig. Man hat gesehen, dass die Mannschaft nicht abzuschreiben ist. Die Kritik der vergangenen Wochen war sehr hart. Es ist nur menschlich, wenn wir jetzt ein wenig Genugtuung verspüren."

Ernüchterung in Schalke

Dagegen musste Schalke nach zuletzt drei Pflichtspielsiegen in Folge einen Dämpfer hinnehmen. Dabei war die Niederlage so unnötig wie ein Kropf.

Nach einer erschreckend schwachen ersten Halbzeit übernahmen die "Knappen" in der zweiten Hälfte das Kommando und hatten die ein oder andere Tormöglichkeit.

"Knappen" ohne Mumm

"Es war eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis wir das Tor gemacht hätten", meinte Stürmer Ebbe Sand, der gegen Hannover nicht an die Leistungen der vorangegangenen Spiele anknüpfen konnte.

Trotz optischer Überlegenheit verpassten es die "Knappen" ihrem sichtlich angeschlagenen Gegner den Knockout zu versetzen. Im Gegensatz zu den Power-Auftritten gegen Möchengladbach und im Pokal gegen Kaiserslautern wirkte "Königsblau" lange Zeit lethargisch.



Achterberg trauert fehlendem Glück nach

Erst mit der Einwechslung von Jörg Böhme kam etwas mehr Schwung ins Schalker Spiel. "Wir hatten vier Spiele in neun Tagen. Das soll aber keine Ausrede sein", meinte Sand.

Eddy Achterberg trauerte dem fehlenden Glück nach. "Wir haben gekämpft und alles versucht, noch den Ausgleich zu erzielen. Die Einstellung hat gestimmt, aber leider war das Glück nicht auf unserer Seite."

Oliver Wittenburg/Thomas Gaber
Gott ist auch ein Roter

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