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Montag, 27. September 2004, 10:28

np: Zum kompletten 96-Glück fehlt nur noch der Spaß

Zum kompletten 96-Glück fehlt nur noch der Spaß

Sie arbeiten sich hoch. Mathis trifft volley. Bielefeld kann kommen.

Es geht aufwärts – mit dem ersten Saisonsieg arbeitet sich 96 in der Bundesliga nach oben.

VON GUNTHER NEUHAUS

HANNOVER. Hat 96 das wirklich gewollt, dass die Bundesliga ihren neuen Spaßbolzen schon wieder verliert? Nach der Pleite in Hannover will Schalkes Manager Rudi Assauer in den nächsten zwei Wochen einen neuen Trainer präsentieren. Eddy Achterberg, der Gute-Laune-Onkel aus Holland, hat bald ausgedient und wird wieder degradiert.

Für Achterberg war also nach drei Siegen (in Bundesliga, UEFA- und DFB-Pokal) in Hannover Schluss mit lustig. Clint Mathis, der zuvor 81 Minuten lang Frust als Reservist geschoben hatte, verdarb ihm zwei Minuten nach seiner Einwechslung vollends die Laune mit einem famosen Serve-and-volley-Tor: Thomas Christiansen servierte von links, Mathis traf aus der Luft in die linke Ecke.

Und so nahm eine an Höhepunkten und Niveau arme
Partie endlich einmal ein gutes Ende für 96. Sie war zuvor verbissen von beiden Seiten geführt worden, litt aber an wirren Aktionen in der zentralen Zone zwischen den Strafräumen. „Wir haben manchmal zu schnell den Ball verloren“, gestand 96-Kapitän Altin Lala. Schalkes Offensivspiel ließ allerdings auch die nötige Präzision vermissen.

Man musste beiden Teams wohl den jeweils 120-minütigen Arbeitseinsatz drei Tage zuvor im Pokal zu Gute halten, bei manchem schien die nötige mentale Spannkraft noch zu fehlen. Allerdings hatten von der 96-Elf nur fünf Spieler auch in Cottbus begonnen, Schalke dagegen startete mit derselben Elf wie in Lautern. 96-Trainer Ewald Lienen hatte das „einkalkuliert. Ich habe der Mannschaft gesagt, dass sie körperlich stärker sein wird und dass wir das Spiel entscheiden müssen.“

Neu in der 96-Formation waren Jiri Stajner, Vinicius, Steven Cherundolo, Julian de Guzman, Ricardo Sousa und Mo Idrissou. 20 Minuten lang nutzten sie den Energie-Vorsprung und machten mobil. Mit Christiansen tat sich allerdings ein Stürmer besonders hervor, der schon in Cottbus zwei Stunden Wertarbeit geliefert und 96 mit zwei Elfmetertoren ins Achtelfinale geschossen hatte. In der 17. Minute hatte er jedoch Pech mit einem Kopfball, den Schalkes Torwart Frank Rost noch über die Latte lenkte. Dessen Gegenüber Robert Enke hatte zuvor gegen Lincoln gerettet (9. Minute).

Nach dem stürmischen Start aber warteten die 34 011 Zuschauer in der mäßig gefüllten AWD-Arena lange vergeblich auf weitere klare Chancen. Nun wurde Fußball malocht, was auch daran lag, dass der 96-Künstler Ricardo Sousa in einer Schaffens- und Sinnkrise zu stecken scheint.

In seiner leicht geschönten Bilanz führte Trainer Lienen später an, die Seinen hätten „über weite Strecken das Spiel kontrolliert“. Mitte der zweiten Hälfte schien 96 das Geschehen auf dem Rasenrechteck jedoch zu entgleiten. Christiansen rettete nach einem Kopfball von Marcelo Bordon auf der Torlinie, Gerald Asamoah köpfelte auf die Latte. „Es ist alles wieder zurückgekommen“, klagte Eddy Achterberg, der schließlich zusehen musste, wie Mathis kam, traf und 96 siegte. Für Robert Enke war das erst der Anfang: Morgen „gegen Bielefeld“, weiß der 96-Torwart, „können wir auf acht Punkte kommen und im Mittelfeld landen“.
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