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Montag, 4. Oktober 2004, 10:24

Frankfurter Rundschau: Kung-Fu und Katzenjammer

Kung-Fu und Katzenjammer

96-Keeper Enke knockt Di Salvo aus und Hansa stürzt mut- und wehrlos ans Tabellenende


Durch eine Heimniederlage gegen Hannover 96 übernahm Hansa Rostock die Rote Laterne in der Fußball-Bundesliga. Für Aufregung sorgte ein brutaler Bodycheck von 96-Torhüter Robert Enke gegen Hansa-Stürmer Antonio Di Salvo, der die Nacht im Krankenhaus verbringen musste.

Rostock · 3. Oktober · sid/fr · Antonio Di Salvo musste nach der 1:3-Niederlage im Heimspiel gegen Hannover 96 am Samstag mit Verdacht auf Gehirnerschütterung zur Untersuchung ins Krankenhaus gebracht werden. In der 68. Minute hatte Hannovers Keeper Robert Enke den Angreifer außerhalb des Strafraums im Stil eines Kampfsportlers zu Fall gebracht. Schiedsrichter Jürgen Jansen aus Essen ahndete die brachiale Aktion des Keepers nur mit einer Gelben Karte.

Die Hansa-Fans forderten Rot für den Bundesliga-Rückkehrer im Kasten der 96er. Enke hatte Di Salvo in Kung-Fu-Manier zu Boden gestreckt. Der Italiener war sekundenlang ohne Bewusstsein und musste mit Verdacht auf eine schwere Gehirnerschütterung ins Krankenhaus gebracht werden. "Vielleicht war es ein Foul, aber eine Rote Karte war es nie und nimmer", zeigte sich Enke nach Spielschluss bemerkenswert uneinsichtig. Immerhin zeigte der Ex-Gladbacher, der zwischenzeitlich für Benfica Lissabon, den FC Barcelona und CD Teneriffa auf der Bank gesessen und zwischen den Pfosten gestanden hatte, ansatzweise Mitgefühl mit dem Opfer seines brutalen Einsatzes: "Es tut mir leid, wenn sich Di Salvo eine Verletzung zugezogen haben sollte."

Rostock stürzte nach der vierten Niederlage im viertem Heimspiel ans Tabellenende, dennoch feierten die Fans Trainer Juri Schlünz. Der Zorn der Anhänger richtete sich gegen die Mannschaft. Schlünz genießt auch weiter das Vertrauen seiner Vorgesetzten. "Juri Schlünz bleibt unser Trainer. Es gibt keine Diskussion um ihn", sagte Hansas Vereinsvorsitzender Manfred Wimmer. Den "Schwarzen Peter" halten die Spieler in Händen, die sich die blamable Vorstellung nicht zu erklären wussten: "Vielleicht waren wir in den Zweikämpfen zu schwach", mutmaßte Thomas Rasmussen. Mittelfeldspieler Marcus Lantz bekannte ratlos: "Früher haben wir die wichtigen Spiele gewonnen. Jetzt gelingt uns das nicht mehr."

Vor 16.700 Zuschauern lagen die Gastgeber nach Toren von Leandro (14.) und Tranquillo Barnetta (23.) früh mit 0:2 hinten. Die Hanseaten blieben auch im zweiten Durchgang blass und kassierten mit dem 0:3 durch Daniel Stendel die Quittung (85.). Der Anschlusstreffer von Razundara Tjikuzu (88.) kam zu spät. Von einem fast perfekten Auswärtsspiel schwärmte 96-Trainer Lienen. Hannovers Manager Ilja Kaenzig sprach von einem Befreiungsschlag. Ein besonderes Lob von Lienen verdiente sich Mittelfeldspieler Nebojsa Krupnikovic, der es in dieser Saison zuvor nur auf einen Kurzeinsatz gebracht hatte. "Er hat heute unser Spiel gelenkt", befand Lienen. Eine starke Leistung bot auch Abwehrspieler Per Mertesacker, der am Samstag in Iran sein Debüt in der Nationalelf geben soll.

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