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Mittwoch, 27. Oktober 2004, 00:39

HAZ: Die unheimlich schöne Geschichte geht weiter

Langsam wird es unheimlich mit Hannover 96 in der Fußball-Bundesliga. Unheimlich schön. Ein Treffer von Tarnat, zweimal Stajner - die "Roten" stehen auf Platz vier der Tabelle.

Langsam wird es unheimlich mit Hannover 96 in der Fußball-Bundesliga. Unheimlich schön. Auch Dienstagabend machte die Mannschaft nicht die geringsten Anstalten, sich von ihrem Erfolgsweg abbringen zu lassen, und der führte – zumindest für 24 Stunden – bis auf den 4. Tabellenplatz nach oben. Das 3:1 gegen den 1. FC Kaiserslautern war der vierte Sieg in Folge, er war hochverdient und er dürfte vor dem nächsten Heimspiel am Sonnabend gegen den VfL Bochum endlich dafür sorgen, dass mehr Zuschauer neugierig auf diese Mannschaft werden.

Auch gestern waren es nur 24536 Fans, doch die hatten ihren Spaß und sahen eine kuriose Geschichte. Mehr als eine Stunde lang hatte sie der Tscheche Jiri Stajner zur Verzweiflung gebracht, doch dann wurde er noch zum Liebling des Abends. Mit zwei Treffern schoss Stajner, in der Vergangenheit nur zweite Wahl und nur dank Leandros Verletzung ins Team gerückt, 96 zum nächsten Erfolg und bestätigte damit, dass Trainer Ewald Lienen derzeit machen kann, was er will: Er liegt immer richtig.

Nach 26 Minuten kassierte Hannover 96 wieder ein Gegentor, aber das sollte ein Schönheitsfehler bleiben. 3:0 gegen den VfL Wolfsburg, 2:0 bei Borussia Mönchengladbach: Dann kam Ioannis Amanatidis und beendete zumindest diese kleine Erfolgsserie. Der griechische Stürmer, in der AWD-Arena beobachtet von Europameistertrainer Otto Rehhagel, bereitete den Hannoveranern am gestrigen Abend die einzigen Probleme. Vor einem Jahr hätten ihn die „Roten” gerne nach Hannover geholt, gestern traf er gegen Hannover mit einem Flachschuss zum überraschenden 1:0 für Kaiserslautern und hätte kurz vor der Pause fast noch größeres Unheil angerichtet. Nur ein glänzender Reflex von 96-Torwart Robert Enke verhinderte in der 44. Minute beim Kopfball von Amanatidis dessen zweiten Treffer.

Zu diesem Zeitpunkt hatte Hannover 96 die Dinge zumindest wieder halbwegs zurecht gerückt und durch Michael Tarnat in der 33. Minute den längst überfälligen Ausgleich erzielt. Tarnat per Kopf – das kam in der Karriere des früheren Nationalspielers nicht allzu häufig vor.

Dass die Gäste bis auf Amanatidis nicht viel zu bieten hatten, lag auch an Hannover 96. Die Mannschaft beherrschte Spiel und Gegner. Trainer Ewald Lienens Mut, mit Daniel Stendel (vor allem in der 1. Halbzeit sehr stark), Thomas Christiansen (sehr bemüht) und Stajner (64 Minuten sehr unglücklich, danach sehr treffsicher) gleich drei Stürmer aufzubieten, machte sich bezahlt: Die Leistung war über weite Strecken sehr ordentlich und die Partie kurzweilig. Was der Elf trotz aller Überlegenheit lange fehlte, waren die klaren, die großen Torchancen. Stajner hatte eine solche in der 6. Minute, als er allein vor Kaiserslauterns Torwart Tim Wiese Nerven zeigte. Ansonsten war mal Christiansens Kopfball nicht platziert genug (11.), dann wurde Stendels Schuss noch abgeblockt (59.).

Doch dann kam in der 65. Minute beim 2:1 Stajners erster großer Auftritt, der ihn erst richtig auf den Geschmack brachte. Kurz vor Schluss sorgte er mit dem 3:1 dafür, dass Hannover 96 auch der Konkurrenz langsam unheimlich werden dürfte.
MILF - Je reifer die Frucht, desto süßer der Saft

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