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Mittwoch, 27. Oktober 2004, 10:08

HAZ: Das große Schlitzohr

Das große Schlitzohr

Ein irregulärer Treffer und Jiri Stajner sorgen für Aufsehen.

Hannover (hr/gru). Die Szene des Abends sorgte noch lange nach dem Abpfiff für Diskussionen, vor allem bei den Verantwortlichen und Fans des 1. FC Kaiserslautern. Es ging um das, was sich vor dem 2:1 von Jiri Stajner in der 65. Minute abgespielt hatte. „Es ist ärgerlich, dass wir zum zweiten Mal ein Auswärtsspiel durch ein irreguläres Tor verloren haben“, meinte Gästetrainer Kurt Jara. Beim 0:2 in Mönchengladbach war es das Handtor von Oliver Neuville, das die Pfälzer auf die Verliererstraße brachte. Auch gestern in der AWD-Arena war bei der strittigen Szene die Hand im Spiel.
Als Altin Lala den Ball einwarf und damit das erste Tor von Stajner einleitete, war nämlich in der Hälfte der Hannoveraner noch ein zweiter Ball im Spiel. Per Mertesacker beförderte ihn über den Spielfeldrand ins Aus, traf aber das Knie von Jara, von dort sprang der Ball zurück auf den Rasen. Zu diesem Zeitpunkt hatte der 96er Altin Lala von einem fixen Balljungen längst eine neue Silberkugel bekommen und am schnellsten geschaltet. „Meine Spieler haben alle auf den anderen Ball geschaut“, meinte Jara, hielt sich aber nicht lange mit dem Lamentieren auf: „Das Tor war nicht okay, aber letztlich waren wir in dieser Situation einfach nicht clever genug.“
Jiri Stajner, der große Nutznießer, ist clever, ein echtes Schlitzohr. Und er ist einer, „den man nicht mit normalen Maßstäben messen kann“, wie es sein Trainer Ewald Lienen formulierte. „Geniestreiche“ nannte Lienen die beiden Tore des Tschechen. Auch ihm war nicht entgangen, dass „der Jiri vorher nicht ganz so glücklich agiert“ hatte, was eine freundliche Umschreibung war.
Stajner hatte viel versucht, das meiste davon war ihm misslungen. Lienen hatte nach einer Stunde innerlich beschlossen, ihn aus dem Spiel zu nehmen. Doch Stajner ist nicht nur bei den Fans beliebt, er hat auch einen großen Fan an der Seitenlinie, und das war an diesem Abend sein Glück: Lienen-Assistent Michael Frontzeck ist ein riesiger Stajner-Fan. „Michael hat mich wieder einmal davor bewahrt, ihn auszuwechseln. Ich verliere schneller die Geduld.“ Der impulsive Lienen und sein geduldiger Assistent – nicht nur für Stajner war das beim 3:1 gegen Kaiserslautern ein Glücksfall.
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