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Freitag, 5. November 2004, 07:48

HAZ: Das turbulente Drehbuch, Teil sechs

Das turbulente Drehbuch, Teil sechs

Der Lauf der „Roten“ soll auch beim FC Bayern anhalten.

Hannover (fe). Fast scheint es, als habe der Patzer von Oliver Kahn, der dem FC Bayern München die 0:1-Niederlage in der Champions League gegen Juventus Turin einbrockte, Ewald Lienen Leid getan. „Häme ist da nicht angebracht“, sagte der 96-Trainer gestern. „Ein Torwart, der wenig zu tun bekommt, kann immer mal einen Fehler machen.“
Kahn wird auch morgen gegen 96 wieder das Tor hüten, und niemand, der mit den Hannoveranern fiebert, würde sich darüber beschweren, gäbe es eine Parallele zum Turin-Spiel. Auch der Spaß kommt vor diesem Bundesligaspiel nicht zu kurz: Seit gestern hat der hannoversche Klub ein T-Shirt mit dem Aufdruck „Bayern jagt die Roten“ im Angebot. Viele trauen Lienens frecher Truppe im Olympiastadion etwas zu – Offizielle nicht ausgenommen. „Das ist, als ob jemand in der Bundesliga ein Drehbuch schreibt“, sagte 96-Manager Ilja Kaenzig in Anbetracht der nicht erwarteten Serie von fünf Siegen in Folge, „es wäre logisch, wenn auch am Sonnabend wieder etwas passiert, mit dem niemand rechnet.“ Er jedenfalls habe „ein gutes Gefühl“. Stürmer Thomas Christiansen meinte: „Ist doch schön, jetzt in München zu spielen. Nach unserer Siegesserie stehen wir nicht so unter Druck.“
Dass 96 in der Bundesliga noch nie beim FC Bayern gewonnen hat – wer stört sich zurzeit schon daran! Die „Roten“ haben so einen Lauf, dass alles möglich erscheint – selbst drei Punkte gegen den deutschen Rekordmeister, der zuletzt wenig Meisterliches zu bieten hatte.
Diese Euphorie hält Lienen für das eigentlich Gefährliche. „Solche Gedankengänge bringen uns nicht weiter“, hat der Trainer gestern angemerkt und seiner Mannschaft das verordnet, was in den vergangenen Wochen der Schlüssel zum Erfolg war: die Konzentration auf die 90 Spielminuten. „Wir müssen alles beiseite schieben, was dem entgegensteht: Lobhudelei, den Tabellenstand, die öffentliche Aufmerksamkeit“, forderte der Coach. Dazu gehöre, sich davon freizumachen, die gängige Rollenverteilung zu akzeptieren, die einem Spiel beim FC Bayern anhafte.
Lienen kann morgen sein Erfolgsteam aufbieten – mit Umstellungen ist nicht zu rechnen. Warum auch: Wer die Mannschaft gegen den VfL Bochum erlebt hat, der war des Lobes voll über eine kompakte Mannschaftsleistung. Man darf gespannt sein darauf, was 96 morgen zu bieten hat.
96 alte Liebe - Rot steht dir sehr viel besser als Gelb-Blau !

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