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Dienstag, 15. Februar 2005, 08:40

haz: Klartext im kleinen Kreis

Klartext im kleinen Kreis

Mertesacker pausiert – und will mit Lienen reden.

Hannover (fe/gru). In diesen Tagen will er nur eins: seine Ruhe haben. Wer Per Mertesacker trotzdem zu sprechen bekommt, der muss nicht groß danach fragen, wie es um seine Befindlichkeit bestellt ist. Der 20-jährige Profi von Hannover 96, der vor dem Freiburg-Spiel auf Grund von Kreislaufproblemen passen musste, macht einen schlappen Eindruck, das ist ihm unschwer anzumerken.

Eine rasche Besserung ist nicht in Sicht. „Ich weiß nicht, wie lange ich pausieren muss“, sagt Mertesacker, der seit zwei Tagen das Bett hütet, Infusionen bekommen hat und auch nach einem Arztbesuch am gestrigen Montag immer noch über die Ursachen seines Schwächezustands im Unklaren ist. „Ich will auch gar nicht darüber nachdenken. Das macht nur schlechte Stimmung“, sagt er.

Die Gründe dafür, dass der Jungnationalspieler nicht gut drauf ist, sind nicht nur körperlicher Art. 96-Trainer Ewald Lienen hat den Innenverteidiger ungewohnt heftig dafür kritisiert, beim Argentinien-Länderspiel die volle Distanz absolviert und nicht auf seine Auswechslung gedrängt zu haben. So etwas muss einem jungen, ehrgeizigen Spieler wie Mertesacker zusetzen, auch wenn er das nicht eingesteht. „Der Trainer darf seine Meinung kundtun, ich bin deshalb nicht sauer auf ihn. Das muss ich akzeptieren“, sagt er. Er hält es aber für geboten, bei passender Gelegenheit mit Lienen darüber zu reden. „Wir müssen uns zusammensetzen.“

Manager Ilja Kaenzig will sich nicht einmischen. „Das ist einzig und allein Trainersache“, sagt er, „aber der Per hat schon eine ziemlich große Belastung.“ Klubchef Martin Kind meint, dass Lienens Reaktion legitim sei, merkt aber an: „Eine öffentliche Diskussion ist nicht wirklich hilfreich.“

Lienen hat angekündigt, auf Mertesacker im Spiel gegen Werder Bremen verzichten zu wollen. Ein Einsatz wäre „sinnlos und fahrlässig“. Die Spielpause gehört offenbar zu Lienens Therapieprogramm: Der 96-Coach beklagt eine körperliche Überforderung des jungen Spielers, der in der Bundesliga wie in der Nationalmannschaft eine feste Größe geworden ist. Und das quasi im Schnelldurchgang – mit Folgen.
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