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Sonntag, 20. Februar 2005, 23:08

haz: Neidisch auf den Bremer B-Sturm

Neidisch auf den Bremer B-Sturm

Paunovic ist nicht fit – spielen darf er trotzdem.

Von Norbert Fettback
Hannover. Wer bei Spielen gegen Werder Bremen ins hannoversche Stadion geht, der weiß, worauf er sich gefasst machen kann: auf torreiche Spiele, in denen es für 96 in der Regel nichts zu holen gibt. 4:4, 1:5 und 1:4 – so lauten die Resultate seit dem Wiederaufstieg der „Roten“. Am Sonnabend wurde diese Tradition gepflegt; dass die meisten der fast 42 000 Zuschauer diesen Nachmittag in unschöner Erinnerung behalten werden, hatte außer mit gravierenden Abwehrpatzern vor allem auch mit der erschreckenden Harmlosigkeit im Angriff zu tun. Wobei Veljko Paunovic den Vogel abschoss.

Der 27-Jährige brachte überhaupt nichts zu Stande; dass er erst nach einer guten Stunde vollendeter Harmlosigkeit ausgewechselt wurde, hatte viel mit dem Langmut seines Trainers zu tun. Typisch für den Auftritt des Serben war die Szene in der 48. Minute: Silvio Schröter hatte geflankt, Paunovic aber verpasste die Eingabe in aussichtsreicher Position. In seinem dritten Spiel für sein neues Team zeigte der Stürmer statt der erhofften Steigerung seine schwächste Leistung. Die Defizite vor allem in der Athletik waren unübersehbar.

Ewald Lienen wusste das vorher; dass er seinen Lieblingsspieler dennoch aufstellte, darf insofern als mutige Entscheidung betrachtet werden, die mancher nur schwer nachvollziehen kann. „Wettkampfhärte kann er sich nicht auf der Bank holen“, argumentierte der 96-Trainer, der zugleich fehlende Alternativen beklagte: „Die anderen Stürmer müssen mich überzeugen, dass sie besser sind.“ Dies zielte vor allem auf Thomas Christiansen, dem er Paunovic vorzieht. Seinen Kurzeinsatz gegen Bremen konnte der frühere Bundesliga-Torschützenkönig nicht für Eigenwerbung nutzen.

Trotzdem dürfte das Experiment mit Paunovic vorerst beendet sein. „Um sich durchsetzen zu können, muss man topfit sein“, sagte Lienen – und in dieser Hinsicht gibt es nun einmal berechtigte Zweifel am Spieler mit der Rückennummer 15. Dass sein Nebenmann Silvio Schröter über zaghafte Ansätze nicht hinauskam, mag man diesem nach längerer Verletzungspause eher nachsehen. Da auch Daniel Stendel nichts aus seinen wenigen Möglichkeiten machte und der für Paunovic eingewechselte Jiri Stajner den Nachweis von Erstligatauglichkeit erneut schuldig blieb, war der 96-Angriff nicht mehr als ein laues Lüftchen. Jiri Kaufman deutete zumindest Entschlossenheit an.

Wer wird da nicht auf die Bremer neidisch: Mit Nelson Valdez und und dem starken Aaron Hunt bot Werder seinen B-Sturm auf. Aber was für einen. Der 18-jährige Hunt etwa bestach nicht nur auf Grund seiner Schnelligkeit. „Der verteidigt jeden Ball“, sagte Lienen, „so einen Stürmer haben wir nicht.“ Wie wahr.
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