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Sonntag, 20. Februar 2005, 23:08

haz: De Guzman kommt aus Tief nicht raus

De Guzman kommt aus Tief nicht raus

Fehler über Fehler: Was ist los mit dem Kanadier?

Hannover (fe). Es war erneut nicht sein Tag, und das zeichnete sich schon beizeiten ab. Es lief die 5. Spielminute, als Julian de Guzman den Bremer Tim Borowski zwischen Strafraum und Außenlinie unsanft und allzu übereifrig von den Beinen holte. Eine Aktion mit Folgen: Der SV Werder nutzte den Freistoß zum Führungstreffer, die 96-Niederlage war eingeläutet.

De Guzman nahm später das 0:1 auf seine Kappe – wohl auch, weil er anschließend, kurz vor der Torlinie stehend, den von Ludovic Magnin getretenen Ball nicht aus der Gefahrenzone befördern konnte. Es war nicht der einzige Lapsus, der dem kleinen Kanadier unterlief. Stellungsfehler, Fehlabspiele, unkontrollierte Zweikämpfe, Ballverluste am eigenen Strafraum: De Guzman stand am Sonnabend über weite Strecken neben sich, und er machte gegen Bremen so weiter, wie er sich schon in den Spielen gegen Dortmund und Freiburg präsentiert hatte.

Das offensichtliche Tief des 23-Jährigen geht einher mit der fußballerischen Bescheidenheit, die bei den „Roten“ in jüngerer Zeit wieder Einzug gehalten hat; ein Zusammenhang ist alles andere als zufällig. Trainer Ewald Lienen nahm den jungen Mann, der in der Hinrunde noch zu den unumstrittenen Leistungsträgern gezählt hatte, in Schutz. „Er war besser als in den Wochen vorher“, sagte der 96-Coach und verwies dabei auch auf die statistischen Daten zum Spiel. Demnach sei de Guzman am Sonnabend derjenige mit den meisten Ballkontakten auf dem Platz gewesen. „Und wer oft am Ball ist, kann auch Fehler machen“, schlussfolgerte Lienen. Das ist vom Grundsatz nicht falsch, erklärt den schwachen Auftritt des Nationalspielers aber nur unzureichend.

De Guzman selbst wirkt ratlos, wenn er eine Antwort darauf geben soll, weshalb es bei ihm und bei 96 zurzeit nicht läuft. „Wir müssen uns mehr konzentrieren“, sagte er. Und eben dies scheint sein Problem zu sein, seit er vor wenigen Wochen seinen Wechsel in die 1. spanische Liga bekannt gegeben hat. Vom Sommer an wird er für Deportivo La Coruña spielen, einem mit internationalen Stars gespickten Klub, und irgendwie kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass de Guzman in Gedanken mitunter schon an der Atlantikküste ist.

Zur seiner Entschuldigung darf angeführt werden, dass seine taktische Aufgabe gegen Werder ihm nicht auf den Leib geschneidert war. Vor der Dreierkette im linken Mittelfeld nach hinten absichern zu müssen, das dürfte auch manch anderem Probleme bereiten, der den Ball normalerweise mit dem rechten Fuß zu spielen pflegt. Für jeden, der das mit links nicht könne, sei das eine „halbe Vergewaltigung“, sagte Lienen, der den Kanadier durchspielen ließ. Er wusste sich anscheinend keinen anderen Rat. Die erste Alternative wäre Danijel Stefulj gewesen; der Einsatz des Kroaten beschränkte sich jedoch aufs Warmlaufen hinterm Tor.
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