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Sonntag, 20. Februar 2005, 23:10

np: Fans verlieren die Geduld mit den 96-Heimchen

Fans verlieren die Geduld mit den 96-Heimchen

Vierte Pleite nacheinander in der Arena. Das gibt Pfiffe aus der Kurve.

96 ließ sich in der AWD-Arena auch von Bremen vorführen. Nach der vierten Heimniederlage in Folge geht es in der Bundesliga weiter abwärts.

VON GUNTHER NEUHAUS
HANNOVER. Es waren erste Signale der Entfremdung, die die 96-Profis am Ende aus der Fankurve empfingen. Als sie sich klatschend für die wackere Unterstützung bedankten, bekamen Hannovers Dienstleister in kurzen Hosen zu spüren, wie enttäuscht die treue Kundschaft war – sie wurden gnadenlos ausgepfiffen.

Der Besuch in der AWD-Arena ist seit November (2:0 gegen Mainz) kein echtes Vergnügen mehr, die letzten vier Heimspiele wurden verloren. „Beim 0:1 gegen Hertha hatte man noch das Gefühl, dass sich zwei gleichwertige Mannschaften gegenüber stehen“, erinnerte sich 96-Manager Ilja Kaenzig. „Das ist jetzt aber das dritte Spiel, in dem wir nach 60 Minuten schon drei Tore geschluckt haben. Bis auf die Druckphase nach dem 2:1 waren wir chancenlos.“

Entschieden schien die Partie schon nach sieben Minuten. Ludovic Magnin trat einen Freistoß von rechts vorbei an Freund und Feind ins Tor (5.). Die 96-Verteidiger wirkten paralysiert, als der nächste Angriff rollte. Steven Cherundolo ließ Flankengeber Fabian Ernst gewähren, Dariusz Zuraw gab den Hans-guck-in-die-Luft und ignorierte Tim Borowski, der volley traf (7.). 96 hatte Glück, dass ein zweites Tor von Borowski (vermeintlich Abseits) nicht anerkannt wurde.
Der Bremer stieß dabei auch in die verwaiste Zone vor, die sonst der linke Außenverteidiger bewacht. Nach der Umstellung von der Vierer- auf eine Dreierkette mussten sich die 96-Verteidiger offenbar neu orientieren. Weil „die Bremer im Spiel ihr Hauptgewicht im Zentrum haben“ mit vier starken Mittelfeld-Akteuren, bevorzugte Ewald Lienen die neue Grundordnung.

Für den 96-Trainer war das „eine vernünftige Entscheidung, die alle Spieler mitgetragen haben“. Die Platzabdeckung aber stimmte nicht, auch weil Julian de Guzman links ziellos umherirrte und Abspielfehler produzierte.

Dennoch kam die 96-Offensive vorübergehend in Schwung, insbesondere bei Standardsituationen wurde es gefährlich. Nebojsa Krupnikovic flankte überraschend präzise, meist auf Vinicius, der bei einer Kopfball-Kombination auch das 1:2 (38.) von Dariusz Zuraw vorbereitete. 96 hatte weitere Chancen durch Daniel Stendel (55./im Strafraum gestürzt), durch Nebojsa Krupnikovic (56./Freistoß) und Christoph Dabrowski (59./Kopfball) – doch es traf nur noch Werder, und Zuraw wurde zur tragikomischen Figur. Erst ließ ihn Ernst vor dem 1:3 ins Leere laufen (62.), dann veralberte Mohamed Zidan (85.) den Polen beim 1:4.

Es bleibt also dabei, dass 96 Spitzenteams nicht besiegen kann. Man sackt immer weiter ab, der Mannschaft fehlt es im Niemandsland zwischen UEFA-Pokal- und Abstiegsregion offenbar an Zielen und (An-)Spannung. Zudem scheint der Konkurrenzkampf ausgeschaltet. Veljko Paunovic (doch, der war wirklich dabei) durfte trotz deutlicher Fitnessdefizite wieder mittun. Der Doppelbelastung auf Schalke am Sonntag und Dienstag (im Pokal) wird er wie auch Per Mertesacker kaum standhalten. Ungewiss bleibt, ob Michael Tarnat fit wird. Wie 96 unter diesen Bedingungen Schalke überrumpeln soll, weiß auch Lienen nicht – „keine Ahnung“. Er weiß nur so viel: „Wir werden auf jeden Fall antreten.“
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