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Montag, 21. Februar 2005, 21:42

np: Das muss Lienen alles ändern

Das muss Lienen alles ändern

VON GUNTHER NEUHAUS Mit nur fünf Punkten aus den letzten sieben Spielen ist 96 bis auf den neunten Platz gerutscht – Tendenz fallend. Wie soll 96 so nur die doppelte Herausforderung auf Schalke meistern, Sonntag in der Bundesliga und Dienstag im Pokal? Schalke ist mit dem früheren 96-Trainer Ralf Rangnick immerhin zum Mitfavoriten um die Meisterschaft geworden. Die NP sagt, was sein Nachfolger Ewald Lienen ändern muss, um die Trendwende einzuleiten.

Zurück zur Viererkette Tarnat meldet sich rechtzeitig fit

Gegen Bremen reduzierte Ewald Lienen seine Abwehr auf eine Dreierkette, die viermal vom besten Sturm der Liga überrumpelt wurde. Die Defensivarbeit in dem ungewohnten System war schlecht abgestimmt. Dariusz Zuraw, der linke der drei 96-Verteidiger, war schlecht orientiert und schlicht überfordert. Julian de Guzman sollte links mit aushelfen, doch es ist „wie eine halbe Vergewaltigung für jeden Spieler, der das nicht gelernt hat“, wie Lienen weiß.

Dem 96-Trainer bleibt nun gar keine andere Wahl, als zur Viererkette zurückzukehren, zumal Schalke mit den drei Topstürmern Gerald Asamoah, Ebbe Sand und Ailton auch über die Flügel angreift. Lienen darf dabei auf die Rückkehr von Michael Tarnat hoffen, der nach einer Knieoperation und der Reha in München morgen wieder voll ins Training einsteigen soll.

Damit wäre kein Platz mehr in der 96-Elf für Christoph Dabrowski, den von Lienen geschätzten Spielzerstörer. Auf Silvio Schröter kann 96 in dem auf Konter angelegten Spiel nicht mehr verzichten.

Einfach mal raus aus der Routine

Die Trainingsarbeit bei Ewald Lienen ist berechenbar und weitgehend frei von Überraschungen. Am Montag dürfen sich die Profis erholen, Dienstag bis Freitag wird je einmal geübt – mit immer wiederkehrenden Elementen und Spielformen.

Im Erfolgsfall mag Routine sinnvoll sein, in schlechten Phasen aber sind Reizpunkte und neue Ideen gefragt. Lienen sollte vor dem Doppelschlag auf Schalke einfach mal etwas anders machen, auch um der Teambildung noch einmal nachzuhelfen – und sei es mit Rafting auf der Ruhr oder Bungee-Jumping in Bottrop.

Ziele setzen, Spieler starkreden

Wer vom Ziel nicht weiß, kann den Weg nicht finden“, hat der Dichter Christian Morgenstern im 19. Jahrhundert einen Leitsatz zur Motivation geformt. Die 96-Elf erweckt zurzeit den Eindruck, als würde sie antriebs- und ziellos durch die Bundesliga schlingern.

Ewald Lienen erinnert die Seinen regelmäßig daran, dass sie mit Topklubs nicht mithalten können. Das mag stimmen, vergleicht man die Qualität der Kader, in der Hinrunde kletterte 96 trotzdem bis auf Platz fünf. Der leistungsfördernde Ansatz wäre, über die guten 96-Eigenschaften zu reden, realistische Ziele (UI-Cup) zu setzen und vorzuleben.

Paunovic eine Auszeit geben Er muss seine Defizite aufarbeiten

Es ist an der Zeit, Veljko Paunovic im rauen Bundesliga-Alltag eine Auszeit zu gönnen, damit er seine Fitness-Defizite aufarbeiten kann. „Seine körperliche Verfassung ist nicht die beste“, hat immerhin auch Ewald Lienen erkannt. Gegen Bremen pfiff Paunovic schon nach einer halben Stunde aus dem letzten Loch.

Es fehlt ihm noch an der nötigen Schnellkraft und an der Erholungsfähigkeit, Paunovic kommt einfach nicht in Schwung und leidet unter dem hohen Tempo in der Bundesliga. Der Serbe schob zwar in den letzten Wochen einige Sonderschichten, 96 dokterte damit aber gewissermaßen nur an den Symptomen herum.

Sinnvoll scheint nun, Paunovic vorübergehend aus dem Spielbetrieb herauszunehmen und mit einem gezielten Aufbautraining fit zu machen. Das wäre fair gegenüber dem Neuen – und gegenüber den anderen Stürmern, die zuletzt zusehen mussten. Lienen könnte es also gegen Schalke wieder mit Thomas Christiansen versuchen, auch Jiri Kaufman hätte nach den letzten Eindrücken eine Chance verdient.
Gott ist auch ein Roter

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