Du bist nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Hannover 96 Forum. Falls dies dein erster Besuch auf dieser Seite ist, lies bitte die Hilfe durch. Dort wird dir die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus solltest du dich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutze das Registrierungsformular, um dich zu registrieren oder informiere dich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls du dich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert hast, kannst du dich hier anmelden.

SnoopDogg96

--- GESPERRT ---

  • »SnoopDogg96« wurde gesperrt

Registrierungsdatum: 2. Januar 2005

Verein: Hannover 96

Wohnort: Hannover

  • Private Nachricht senden

1

Mittwoch, 29. Juni 2005, 22:31

Haz: Ruhig, pünktlich, zielstrebig

Ruhig, pünktlich, zielstrebig

Von Norbert Fettback
Hannover. Die Ungeduld ist spürbar, und sie ist sichtbar. Gestern war er wie schon am Tag zuvor beim Trainingsstart von Hannover 96 der Allererste, der den Platz betrat, um loszulegen. Mit Zufall hat das nichts zu tun: Vahid Hashemian will einiges nachholen von dem, was er im vergangenen Jahr versäumt hat bei Bayern München, wo sich seine Hoffnungen nicht erfüllten. „Das war für mich eine wichtige Erfahrung“, sagt Hashemian, „ich habe viel gelernt. Positives und Negatives. Ich denke jetzt nicht mehr darüber nach.“

Nein, nachkarten will er nicht, das ist ihm deutlich anzumerken, und das passt auch nicht zu seiner Art. Ruhig, pünktlich und zielstrebig sei er – so der 28-Jährige über sich. „Ich bin 1999 nicht aus Spaß nach Deutschland gekommen“, sagt der Iraner, „für mich zählt die Karriere.“ Nach sechs Jahren in Hamburg, Bochum und München lautet die Zwischenbilanz des Stürmers: 87 Erstligaspiele, 26 Tore. Nicht schlecht, aber auch nicht überragend und mit dem Makel behaftet, beim FC Bayern, wo sich sein Märchen aus Tausendundeiner Nacht nicht erfüllte, den Durchbruch verpasst zu haben.

Vorbei, abgehakt. „Wenn es nicht passt, muss man gehen“, sagt Hashemian. So konsequent ist er – schließlich hat er Ziele. Die Weltmeisterschaft 2006, für die sich der Iran als eines der ersten Länder qualifiziert hat, steht mit obenan.

Und die WM sei auch der Grund gewesen, sich zwei Jahre früher als geplant aus München zu verabschieden. Felix Magath, der Bayern-Trainer, habe ihm zu verstehen gegeben, dass es auch in der kommenden Saison schwer werden würde für ihn. „Wenig zu spielen, das ist nicht gut für die Chancen in der Nationalmannschaft“, sagt Hashemian. Bei der WM will er aber unbedingt dabei sein.

Mehrere Klubs hätten sich für ihn interessiert – von 96 überzeugten ihn Trainer Ewald Lienen und Manager Ilja Kaenzig bei einem Treffen in München. Auch das neue Stadion, das er im April beim Bayern-Gastspiel kennen lernte, habe ihn beeindruckt.

Obwohl der Ball in der Bundesliga erst Anfang August wieder rollt, sehen viele in Hashemian bereits den neuen 96-Star. Er mag solche Vergleiche nicht; vom FC Bayern, dem gern ein Hang zu übersteigerter Größe nachgesagt wird, hat in dem einen Jahr anscheinend nicht viel abgefärbt. Schenkt man Hashemians Worten Glauben, scheint ihm nicht einmal ein Stammplatz bei 96 sicher. „Alles ist offen“, sagt er, „ich versuche alles, damit ich spiele.“ Zurückhaltend und freundlich, so lernt man ihn im Gespräch kennen, und sogar ein bisschen schüchtern.

Dass er die Frage unbeantwortet lässt, wie viele Tore er sich in dieser Saison zutraut, passt ins Bild. „Wichtig ist, dass die Mannschaft gewinnt“, sagt Hashemian, „ich versuche zu treffen.“ In dieser Hinsicht hat er in München einiges dazugelernt: Zwölf Tore hatte er 2004 angekündigt, gelungen ist ihm kein einziges. Dann lieber anders herum
.
Auf dem Platz soll es vorbei sein mit der Zurückhaltung und der Freundlichkeit. „Ich will in dieser Saison Gas geben und gute Leistungen bringen“, sagt der Stürmer, der sich in seiner Hamburger Zeit den Spitznamen „Hubschrauber“ eingehandelt hat. So hat ihn Trainer Frank Pagelsdorf wegen der Kopfballstärke genannt. Hashemian ist in seinen Ansprüchen so forsch, dass er schon weiter vorprescht, als es die offizielle 96-Sprachregelung erlaubt. „Ich möchte in den UEFA-Cup“, sagt er.

Schließlich muss man sich Ziele setzen, und deshalb hat er dem iranischen Auswahltrainer bei den Länderspielen im Juni auch freudestrahlend vom Vereinswechsel berichtet. Die Welt ist ja so klein, auch im früheren Persien. „Dann bestell mal dem ,Mille‘ schöne Grüße“, war die Antwort. ,Mille‘ heißt eigentlich Michael Gorgas und ist 96-Zeugwart – und Branko Ivankovic, Irans Coach, hat die „Roten“ mal trainiert …
VollKontaCt :bier: 8)

Thema bewerten