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Donnerstag, 30. Juni 2005, 22:31

Haz: Der schüchterne Musterprofi

Der schüchterne Musterprofi

Von Christian Purbs
Hannover. Seine Verpflichtung war ebenso überraschend wie spontan. Chavdar Yankov, 21-jähriger Mittelfeldspieler vom bulgarischen Erstligisten Slavia Sofia, sei „eines der größten Talente des bulgarischen Fußballs“, sagte 96-Trainer Ewald Lienen, kurz nachdem der Fußball-Bundesligist Anfang Juni den Transfer des Nationalspielers perfekt gemacht hatte. Mehr Informationen gab es erst einmal nicht. Die bulgarische Liga ist weit weg, und im Gegensatz zu Vahid Hashemian oder Hanno Balitsch hatten die 96-Fans auch noch keine Bilder oder Eindrücke vom Neuen aus Bulgarien im Kopf. Dafür aber eine Menge Fragen: Wie gut ist Yankov, kann er Nebojsa Krupnikovic im Mittelfeld ersetzen, wird er mehr Schwung ins Spiel der „Roten“ bringen?

Bis sich seine Leistung als Fußballer seriös beurteilen lässt, werden einige Wochen vergehen, in denen er im Bundesliga-Alltag zeigen muss, was er kann. Ein deutlicheres Bild gibt es hingegen schon vom Menschen Chavdar Yankov. Sein Auftreten ist zurückhaltend, fast schüchtern, seine Vorstellungen und Aussagen hingegen deutlich und bestimmt. Professionell.

Der Lieblingsspieler? „Zinedine Zidane, aber früher habe ich mich mehr auf die Spiele von Edgar Davids und Emerson konzentriert, weil sie auf meiner Position spielen.“ Seine Stärken? „Ich lebe von der Mannschaft und werde alles tun, damit 96 Erfolg hat. Wenn die Mannschaft Erfolg hat, habe auch ich Erfolg.“ Sein Wechsel? „Es ist immer schwierig, Freunde und das vertraute Umfeld zu verlassen. Aber Hannover ist für mich eine große Herausforderung, ich habe keine Sekunde überlegt.“

Das klingt alles gut und ausgesprochen reif für einen 21-Jährigen. „Er ist schon sehr weit für sein Alter“, sagt auch Petar Aleksandrov. 96 hat den ehemaligen bulgarischen Nationalspieler engagiert, damit er dem Neuzugang einige Wochen lang bei der Integration in seiner neuen Umgebung hilft und bei öffentlichen Auftritten und Interviews übersetzt. Es klingt auch sehr zielstrebig, wenn Yankov von seiner Vergangenheit erzählt. Großer Fan einer Mannschaft mit Schal und Fahne sei er nie gewesen, „der Ball war mir wichtiger. In jeder freien Minute habe ich Fußball gespielt, egal, ob mit dem Nachbarsjungen oder im Verein“, erzählt der Bulgare. Auch in der Schule sei er ehrgeizig und gut gewesen, sagt Yankov. „Zumindest bis zur 10. Klasse. Dann bin ich auf eine private Sportschule gegangen, wo Fußball der Schwerpunkt war. Darunter haben die anderen Fächer etwas gelitten.“

In Hannover fühlt sich der Mittelfeldspieler bislang sehr wohl. Beeindruckt sei er gewesen vom Trainingsauftakt vor großer Kulisse und der perfekten Rundum-Betreuung bei 96. „Ich habe nichts anderes zu tun, als mich auf Fußball zu konzentrieren. Das ist super.“ Wie es sein wird, wenn mehr als 40 000 Zuschauer zum Saisonauftakt gegen Hertha BSC seinen Namen rufen werden? Yankov zuckt mit den Schultern. Etwa 4000 Fans kamen zu den Heimspielen seines alten Vereins Slavia Sofia, „bisher habe ich nur mit der Nationalmannschaft vor so einer großen Kulisse gespielt“, sagt der 21-Jährige. Besonders großen Druck spürt er nicht. Im Gegenteil: „Ich freue mich riesig darauf, dass es endlich losgeht.“

Bis zum ersten Wochenende im August stehen jedoch das Trainingslager in Bad Zwischenahn und zahlreiche Testspiele auf dem Programm der „Roten“. Gute Gelegenheiten für Yankov, sich zu präsentieren und den Fans zu zeigen, was er kann. Versprechen will der 21-Jährige nichts. Er ist klug genug zu wissen, dass es Rückschläge geben wird. „Ich versuche immer, ein guter Profi zu sein. Auch deshalb ist 96 für mich eine Herausforderung, weil ich viel lernen werde.“ Auch das hört sich so an, als habe man mit dem Musterprofi aus Bulgarien einen guten Griff getan.

Der Bulgare Chavdar Yankov ist für die Fans von Hannover 96 noch ein unbeschriebenes Blatt. Das soll sich in den nächsten Wochen ändern.
VollKontaCt :bier: 8)

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