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Tobias

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Donnerstag, 11. August 2005, 22:05

NP: Es gibt ein Leben nach Kind

Anstoss

Es gibt ein Leben nach Kind


VON UWE VON HOLT

Es gibt ja immer weniger Patriarchen in der Bundesliga, man kann es bedauern. In Hannover hat Martin Kind nun keine Lust mehr, aber in Nürnberg haben sie noch einen, wie er im Fußballbuche steht. Michael A. Roth, der Teppichhändler, verpflichtet Spieler, feuert Trainer, droht mit Rücktritt, um sich dann für unverzichtbar zu erklären. Und Roth ernährt das Volk. Zum Heimspiel gegen 96 wird der Boss 70 Jahre alt und gibt seinen 40 000 Gästen einen aus. Jeder Fan bekommt morgen eine Wurst und ein Getränk, sogar die Freunde aus Hannover.

So großzügig war der Patriarch Kind nie mit den 96-Fans, und trotzdem weinen ihm jetzt viele nach – sogar die, die am lautesten geschimpft haben über den allmächtigen Chef, als er aus lauter Abstiegsangst den Trainer Ralf Rangnick entließ. Viele sorgen sich ohne Kind um die Zukunft, weil sie nicht wissen, wer den Laden wirklich schmeißen wird. Sie fürchten, dass in einem undurchsichtigen Führungsgeflecht Gesellschafter, Geschäftsführer, Aufsichtsräte und andere ominöse Gremien entscheiden. Wenn es nicht läuft, so die böse Ahnung, wird geschäftsmäßig kühl abgewickelt.

Man kann die 96-Anhänger beruhigen. Ilja Kaenzig und der seriöse Karl-Heinz Vehling, die neuen starken Männer, werden nicht kopf- und auch nicht herzlos zur Sache gehen. Und im Hintergrund sitzen weiterhin mächtige Menschen, die auf 96 aufpassen werden. Hannover braucht nicht unbedingt einen neuen Patriarchen, um erstklassig weiterleben zu können.
Hat sich einer der verrückten Motzeratoren nun dazu entschlossen, das Thema zu schließen, löscht er meist noch dazu, ganz in seinem Element, ein paar Benutzer.

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