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Donnerstag, 11. August 2005, 22:05

NP: So schnell verteilt 96 Kinds Erbe

So schnell verteilt 96 Kinds Erbe

Heute erste Gesellschafter-Sitzung. Kaenzig und Vehling sollen die starken Männer werden.


96-Chef Martin Kind regelt seine Nachfolge. Karl-Heinz Vehling und Ilja Kaenzig sollen die neuen starken Männer werden – falls keiner mehr dazwischenfunkt.

VON GUNTHER NEUHAUS

HANNOVER. Nachdem Martin Kind über seine beinahe allmächtige Führungsrolle bei 96 noch einmal „mit Vernunft nachgedacht hatte“, stellte er „selbstkritisch fest, dass ich doch ein bisschen dominant bin. Solange ich da noch rumfummele, kriegen die anderen kaum Luft.“

Zwar hat etwa Ilja Kaenzig im letzten Jahr nicht ernsthaft an Atemnot gelitten, seine Manager-Kompetenzen allerdings waren eingeschränkt. Alle finanziell wirksamen Entscheidungen musste er sich in letzter Instanz von Kind absegnen lassen. Der 61-Jährige aber will nun „die Felder freigeben“. Zwar wird Kind seinen Job als Chef der WM-OK-Außenstelle Hannover weiterführen, „damit keine Irritationen bei der FIFA oder dem Organisationskomitee in Frankfurt entstehen“. Bei 96 aber will er sich darauf beschränken, als Gesellschafter die Arbeit der neuen 96-Führung „ergebnisorientiert zu verfolgen. Ich habe acht Jahre hart gearbeitet, das ist das Maß aller Dinge.“

Bereits heute treffen sich die 96-Gesellschafter, um über die Nachfolge zu beraten. Kind hat „keine Zweifel“ daran, dass die von ihm favorisierte Führungsmannschaft am 31. August, wenn „alle Gremien tagen“, auch berufen wird und tags darauf den Dienst antritt: Kaenzig (zuständig für den Sport) und Karl-Heinz Vehling (Finanzen, Organisation) sollen die wichtigen Geschäftsführer-Posten bei der Profifirma „96 KGaA“ bekommen, Vehling und Ralf Schnitzmeier bei der „Arena KG“. Die Neubesetzung der Posten bei S & S ist „noch offen, weil eine neue Situation entstanden ist“, wie Kind sagt. Aufsichtsratschef Harrald Wendt, der wie Martin Biskowitz die Interessen des Gesamtvereins Hannover 96 e. V. vertritt, meinte allerdings, es sei noch „überhaupt nicht über Kandidaten gesprochen worden“. Man müsse „das Optimale für 96 beschließen“, denkbar sei auch eine externe Lösung.

Ernste Alternativen zu Kaenzig und Vehling wird es aber kaum geben. Der künftige Doppelboss Vehling muss den Juristen-Job in seiner Anwaltskanzlei vorerst ruhen lassen. Er hat als Geschäftsführer bereits den Arena-Bau vorangetrieben und mit seinem unaufgeregten, kompetenten Arbeitsstil das Vertrauen von Kind erworben. Für Kaenzig bietet der Chefposten eine gewaltige Chance. Der frühere Kronprinz von Bayer-Manager Reiner Calmund darf nun beweisen, dass in ihm mehr als eine „eine Art Wunderkind des Fußball-Geschäfts“ steckt. („Süddeutsche Zeitung“). Er sollte jetzt erwachsen sein.
Hat sich einer der verrückten Motzeratoren nun dazu entschlossen, das Thema zu schließen, löscht er meist noch dazu, ganz in seinem Element, ein paar Benutzer.

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