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Sonntag, 2. Oktober 2005, 00:15

Sport1.de: Brdaric attackiert Mitspieler

Nachbericht



Brdaric attackiert Mitspieler



Thomas Brdaric sorgt für Feuer unterm Hannover-Dach


München/Hannover - Nach dem 1:1 (1:1)-Unentschieden gegen den MSV Duisburg liegen bei Hannover 96 die Nerven blank.


Thomas Brdaric machte in einem Fernsehinterview seinen Ärger auf Sturmkollege Jiri Stajner Luft, weil dieser kurz vor Schluss einen Elfmeter verschoss: "Wenn solche Egoisten auf dem Platz stehen, kann man nicht nicht gewinnen."

Zerbricht die Mannschaft an der anhaltenden Erfolgslosigkeit? Nur ein Punkt aus den letzten vier Spielen, nur noch ein Punkt Vorsprung auf einen Abstiegsplatz. Jetzt ist Trainer Ewald Lienen gefragt, der aber selbst weiter um seinen Job zittern muss.

Reizpunkt Elfmeter

Stein des Anstoßes war der von Abdelaziz Ahanfouf an Ricardo Sousa verursachte Strafstoß in der 83. Spielminute. Der erst 15 Minuten zuvor eingewechselte Stajner schnappte sich die Kugel, scheiterte aber an MSV-Keeper Georg Koch.

Trainer Ewald Lienen bestätigte auf der Pressekonferenz, dass eigentlich andere Schützen vorgesehen waren: Michael Tarnat oder Thomas Brdaric. Letzterer erboste sich nach dem Spiel: "Es standen nur zwei Namen auf Zettel!"

Wer darf schießen?

Stajner ist zwar neben Tarnat und Brdaric dritter etatmäßiger Elfmeterschütze bei Hannover, doch Lienen zu Folge sollen immer diejenigen schießen, die von Beginn an auf dem Platz stehen.

Nachdem "Tanne" Tarnat nicht schießen wollte ("Ich fühlte mich nicht sicher"), wäre also der Ex-Nationalstürmer am Zug gewesen, doch der Tscheche kam ihm zuvor und vergab den möglichen Sieg.

Retten, was nicht mehr zu retten ist

Lienen und Tarnat versuchten nach dem Spiel, die angespannte Situation zu entschärfen. Mit mäßigem Erfolg.

Der 96-Coach erklärte, dass Brdaric vor dem Elfmeter gefragt habe, ob ein anderer den Strafstoß treten wolle, doch dem widerspricht Stajner selbst: "Es gab keine Diskussion, ich habe mir den Ball genommen und die anderen haben nicht widersprochen."

Tarnat wollte sich zwar nicht detailiert zur Frage des Elfmeterschützens äußern, nahm aber seinen Teamkollegen aus der Schusslinie: "Da mache ich ihm keinen Vorwurf. Einen Elfmeter kann man immer mal verschießen."

Hausgemachte Krisenstimmung

Dabei hätten die 96er keinen Grund gehabt, sich gegenseitig an den Pranger zu stellen. Trotz des mageren Remis zeigte die Lienen-Elf vor allem in der zweiten Halbzeit eine geschlossene und kämperisch gute Mannschaftsleistung.

Die "Zebras" wurden über weite Strecken in der eigenen Hälfte eingeschnürt. "Auf dieser Leistung kann man sicherlich aufbauen", fand der Trainer.

Doch auch mit dieser Einschätzung liegt Lienen scheinbar nicht auf einer Wellenlänge mit seiner Mannschaft. Tarnat kam zu einem eindeutigen Fazit: "Wenn man gegen Duisburg nicht gewinnt, ist das zu wenig."

Comeback von Sousa lässt hoffen

Ricardo Sousa feierte unterdessen ein gelungenes Comeback. Zum ersten Mal seit dem 25. September 2004 stand der von zahlreichen Verletzungen und einer zwischenzeitlichen Formkrise geplagte Portugiese in der Startelf.

Der 26-Jährige schlug gefährliche Flanken, bereitete das 1:0 durch Michael Delura mit einem Eckball vor und holte auch den Elfmeter heraus.

"Ihm fehlt noch etwas Kraft, aber ansonsten war seine Leistung in Ordnung", gab es auch gleich ein Sonderlob vom Trainer.

Koch heizt Stadion an um Elfer-Schützen zu verwirren

Die Gäste freuten sich über den ersten Punktgewinn in der Fremde in dieser Saison. Elfmeter-Held Georg Koch: "Ich denke, wir haben überragend dagegen gehalten und uns den einen Punkt redlich verdient."

Gegenüber Sport1.de verriet er auch sein Elfmeter-Killer-Geheimnis: "Man versucht den Schützen ein wenig in Aufruhr zu bringen. Man wäre kein Profi, wenn man das nicht versuchen würde."

Auf die kleine Rangelei mit Tarnat vor dem Elfmeter angesprochen erklärte Koch weiter: "Die Gelbe Karte nehme ich hierfür in Kauf. Ich musste ja auch nicht so fallen. Ich weiß, dass so was Scheiße ist, aber dann war was los im Stadion."

Andreas Gellrich/Jessica Pulter
True Warriors are Humble Men

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