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Red

96er

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Dienstag, 1. November 2005, 00:47

NP: Erstmal beim Basta bleiben

ANSTOSS

Erstmal beim Basta bleiben

VON UWE VON HOLT

Demokratie und Fußball, das verträgt sich einfach nicht. Nur einen Tag hat es gedauert, da rupfte Ewald Lienen das zarte Pflänzchen der Mitbestimmung, das da nach dem Desaster von Bielefeld vor lauter Verzweiflung aufgeblüht war.
Per Mertesacker hatte sich, in seinen wichtigen Eigenschaften als hannoversches Eigengewächs und als Nationalspieler, eine interne Aussprache gewünscht – das Gespräch fand statt, es dauerte sogar länger als eine Stunde, die machtpolitische Grundordnung jedoch wurde nicht geändert. Merte solle sich an die eigene Nase fassen und fortan in der Öffentlichkeit den Mund halten, beschloss Lienen autokratisch. Basta!
Zumindest aus dem Bauch raus können wir die Unzufriedenheit einiger Profis verstehen. Denn tatsächlich hatte ihr Trainer in Bielefeld einen überwiegend planlosen Murksismus-Lieninismus spielen lassen. Für ein abgefälschtes Gegentor nach 48 Sekunden und wiederholte individuelle Patzer allerdings konnte er nichts, vielen hannoverschen Spielern fehlt es schlicht an Qualität.
Nach der nun im Keim erstickten Mini-Revolution wird also auch gegen Mainz Lienen die Mannschaft aufstellen und auch die Taktik bestimmen. Vermutlich ist das vorerst auch besser so, es wäre gewiss chaotisch geworden zum Start der Basisdemokratie im Keller der AWD-Arena. Mit Erst- und Zweitstimme hätte sich Jiri Stajner wohl gleichzeitig zum Sturm- und Abwehrchef gewählt, Thomas Brdaric den Kollegen Vahid Hashemian als Angriffsvorsitzenden von Eintracht Braunschweig vorgeschlagen und Merte sich dreimal geklont, um endlich eine perfekte Viererkettenkoalition hinzubekommen.
Lasst man lieber Ewald die Richtlienenkompetenz. Es wäre bloß langsam besser für den Trainer, wenn am Ende seines Regierungsprogramms Siege herauskommen. Sonst steigt 96 ab.
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