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Donnerstag, 10. November 2005, 21:26

NP: Kaenzigs Zukunft offen – was läuft mit Jäggi?

Kaenzigs Zukunft offen – was läuft mit Jäggi?


VON GUNTHER NEUHAUS

HANNOVER. Als die Gesellschafter der Sales-&-Service GmbH am Dienstag vergangener Woche in der AWD-Arena über die Führungsstruktur bei 96 berieten, erging ein klarer Auftrag an Karl-Heinz Vehling. Der Geschäftsführer von drei 96-Firmen soll mit Ilja Kaenzig über eine Vertragsverlängerung sprechen. Im Juni 2006 läuft der Arbeitsvertrag mit dem 96-Manager aus.

In den Kölner Medien wurde allerdings wiederholt über eine Rückkehr nach Leverkusen spekuliert. Kaenzig könnte die Flucht antreten, zumal er seine Arbeit in Hannover nicht ausreichend gewürdigt sieht. Bei der Beurteilung seiner Transferpolitik bittet Kaenzig allerdings um Fairness. Ewald Lienen sei mit dem 96-Personal nicht gut zurechtgekommen. „Wenn es mit Peter Neururer bis zum Saisonende auch nicht funktioniert, müsste ich mich daran messen lassen“, sagt Kaenzig. „Dann müsste man die Konsequenzen tragen.“

Weil die Personalplanung für die neue Saison aber nicht erst im Mai 2006 beginnt, sollte alsbald eine Entscheidung fallen. Hinderlich ist dabei der schwelende Konflikt der Mehrheitsgesellschafter Martin Kind und Carsten Maschmeyer. Kind favorisiert inzwischen offenbar eine neue Cheflösung mit René C. Jäggi, dessen Vertrag in Lautern im Sommer ausläuft. Der frühere Adidas-Boss, als knallharter Sanierer bekannt geworden, soll laut Sport-Bild Lauterns Aufsichtsrat bereits über seine Wechselabsicht informiert haben. Jäggi dementierte gestern: Es sei „eine Unverschämtheit, dass man diese Dinge in die Welt setzt“.

Jäggi zu holen, wäre ohnehin nicht nur eine Entscheidung gegen Kaenzig, sondern auch gegen Vehling. Denn der 56-jährige Schweizer, den Uli Hoeneß als „Profilneurotiker“ charakterisierte, kümmert sich vorzugsweise um alles in einem Fußball-Unternehmen und duldet keine Führungskonkurrenz.

Kaenzig dagegen hatte es bei 96 in dem Machtvakuum nach dem Kind-Rücktritt zunächst verpasst, sich als Entscheider zu profilieren. Finanzexperte Vehling dagegen wurde für seine klaren Statements intern kritisiert. Beim zügig abgewickelten Trainerwechsel jedoch haben die beiden trotz einiger Störgeräusche als Krisenmanager überzeugt. Und vielleicht wird nun ohne Jäggi alles gut bei 96. In die Rolle des zweiten S-&-S-Geschäftsführers soll ein Marketing-Experte wachsen. Mit Kandidaten wird bereits verhandelt.
Hat sich einer der verrückten Motzeratoren nun dazu entschlossen, das Thema zu schließen, löscht er meist noch dazu, ganz in seinem Element, ein paar Benutzer.

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