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Dienstag, 24. Januar 2006, 21:21

HAZ: Turnvater Neururer

Turnvater Neururer

An vernünftiges Training war bei 96 nicht zu denken. An neue Spieler schon.

„Bitte keine Zweikämpfe.” Wenn ein Trainer seine Spieler mit dieser Anweisung ins Training schickt, dann stimmt etwas nicht. Auch Hannover 96 hat unter der Kälte zu leiden. Das Team von Trainer Peter Neururer konnte sich auf dem hart gefrorenen Boden der Mehrkampfanlage nur mit vorsichtigen Bewegungen und körperlosen Spiel auf die Begegnung am Sonnabend bei Hertha BSC vorbereiten. Allein schon das Betreten des Platzes habe etwas von einer anspruchsvollen turnerischen Übung, meinte Neururer, der sich jedoch nicht nur über die schlechten Trainingsverhältnisse ärgerte. Sorgen bereitet dem 50-Jährigen auch die geringe Anzahl der Spieler, die gestern mitmachen konnten.

„Dass ich vier Tage vor dem Rückrundenstart mit fünf gegen fünf plus zwei Torwarte trainieren musste, habe ich noch nie erlebt. Das hat es in der Bundesliga noch nicht gegeben”, sagte Neururer. Die Anzahl seines Personals war in der Tat sehr übersichtlich. Grund dafür ist die Grippewelle, die zahlreichen 96-Profis zusetzt. Während Dariusz Zuraw, Vinicius und Frank Juric wieder ins Training einsteigen konnten, absolvierten die erkälteten Steve Cherundolo und Vahid Hashemian nur Lauftraining; Chavdar Yankov musste mit Knieproblemen passen.

Ein dünn besetzter Kader und schlechte Trainingsbedingungen: Die Hoffnung, dass sich beides sehr bald ändern wird, hat Neururer noch nicht aufgegeben. Damit heute wieder spielerische und taktische Übungen im Mittelpunkt stehen können, wird in der AWD-Arena trainiert, wo die Rasenheizung für gute Bodenverhältnisse sorgen soll. Das war zwar schon für gestern geplant, doch nach dem Spiel gegen Zürich „waren noch Löcher im Rasen, und der Platz war noch nicht gewalzt”, sagte Neururer – glücklich sah er dabei nicht aus. Hannover 96 sei einer der wenigen Bundesligavereine, deren Trainingsplätze keine Rasenheizung haben: „Die Berliner trainieren die ganze Woche unter guten Bedingungen. Wir nicht.”

Chancengleichheit herrscht immerhin in punkto Neuzugänge: Weder die Berliner noch 96 haben sich bislang in der Winterpause verstärkt. Geht es nach Neururer, soll sich das noch ändern. „Ich hoffe, dass noch Spieler kommen. Einer allein reicht nicht”, sagte der Coach, auf dessen Wunschliste immer noch der Schwede Christoffer Anderson ganz oben stehen dürfte. „Wir sind finanziell nicht in der Lage, sofort die Wünsche umzusetzen, die wir haben”, meinte Neururer. Da 96 die Preistreiberei nicht mitmachen wolle, verlässt sich der Trainer bei der Umsetzung seiner Wünsche auf Manager Ilja Kaenzig: „Er hat den taktischen Rahmen festgelegt. Wenn er uns dann die Spieler präsentiert, bin ich zufrieden. Auch wenn uns das gegen Hertha nicht weiterhelfen würde.”

Ein Vorteil habe die dünne Personaldecke dann aber doch, meinte Neururer. „Man rückt näher zusammen, das ist gut für die Kameradschaft.” Eigenschaften, mit denen schon Weltmeisterschaften gewonnen wurden.
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