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Donnerstag, 9. Februar 2006, 02:43

HAZ: Hashemian gibt die passende Antwort

Hashemian gibt die passende Antwort

Von Heiko Rehberg

Hannover. Am Ende ging es nur noch darum, die Bälle irgendwie wieder aus dem Strafraum zu befördern. Neun Minuten waren noch zu spielen, Hannover 96 führte mit 2:1 gegen den Hamburger SV, und eigentlich das erste Mal in diesem Fußball-Bundesligaspiel gerieten die „Roten“ ernsthaft in Bedrängnis. Aber 96 hatte das verdiente Glück, die Elf hatte Torwart Robert Enke, und sie konnte auf den Großteil der 40 053 Zuschauer bauen, der der Elf lautstark half, den Vorsprung ins Ziel zu retten. Das klappte, das 2:1 war perfekt, die Fans sangen „Oh, wie ist das schön“, und die Mannschaft feierte das Ende der Unentschieden-Serie. 96 kann gewinnen, sogar gegen einen Klub, der eigentlich Meister werden wollte: Das war die wundervolle Nachricht des gestrigen Abends.
Es dauerte lange, bis das Nordderby in Schwung kam, die 1. Halbzeit ließ fast alle Wünsche offen. Vor allem fehlte der Partie das, was man als gute Torchance bezeichnen kann; die beiden Torhüter Robert Enke (96) und Stefan Wächter (Hamburg) wurden fast ausnahmslos von ihren Mitspielern beschäftigt – mit Rückgaben.
Hannover 96 begann sehr zurückhaltend und zeigte nur selten Initiative. Die Hamburger waren ballsicherer, doch in der Nähe des Strafraums brachten sie auch nur wenig zu Stande. Für Ailton, die Sturmhoffnung der Gäste, war bereits nach 29 Minuten Schluss, er musste nach einem Unterkieferbruch ausgewechselt werden und wurde zum Röntgen ins Henriettenstift gebracht. Nach der Untersuchung ging es zurück nach Hamburg, wo der Stürmer heute operiert werden soll.
Wie gesagt: Es war eine Halbzeit zum Vergessen. Also: Schwamm drüber. Denn es wurde ja besser, und zwar ganz schnell.
Die 2. Halbzeit war gerade mal drei Minuten im Gange, da führte Hannover 96 plötzlich mit 1:0. 48 Minuten hatte die Mannschaft gebraucht, um die erste Ecke herauszuholen, diese aber führte gleich zu dem, was das Nordderby so dringend brauchte: zu einem Tor. Eckball Jiri Stajner, Kopfball Dariusz Zuraw, fertig war das 1:0 für den HSV aus Hannover.
Auch danach schlichen sich immer wieder Abspielfehler ins hannoversche Spiel ein. Aber es waren weniger als vor der Pause, vor allem aber wirkte die Mannschaft nun wesentlich engagierter und mutiger. Auch Trainer Peter Neururer setzte ein Zeichen, indem er in der 62. Minute für den maßlos enttäuschenden Ricardo Sousa (kaum ein guter Pass, kaum ein gewonnener Zweikampf) Thomas Brdaric brachte und auf eine Trotzreaktion des bis dahin auf die Bank verbannten Stürmers hoffte. Es war Bradric‘ Sturmpartner Vahid Hashemian, der seine Antwort gab und mit dem sehenswerten 2:0 (73.) die Weichen Richtung Sieg stellte.
Zu diesem Zeitpunkt war 96 längst das bessere Team, das mehr Zweikämpfe gewann und den deutlich größeren Willen bewies. Hashemian drehte, beflügelt von seinem Tor, bis zu seiner Auswechslung auf. Stajner, der auch in der schwachen 1. Halbzeit einer der Besseren war, hatte viele gute Szenen.
Und der „andere HSV“, wie Neururer die Gäste genannt hatte? Hamburg war von der Rolle, leistete sich viele Leichtsinnsfehler und verlor für einen Champions-League-Anwärter überraschend einfach seine Linie. Erst Sergej Barbarez, bis dahin kaum in Erscheinung getreten, weckte die Hanseaten wieder auf mit seinem Kopfballtor zum 1:2 (81.). Doch Hannover 96 ließ sich nicht mehr aus der Bahn werfen.
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