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Donnerstag, 9. Februar 2006, 03:08

NP: Leidenschaft siegt

Leidenschaft siegt

HSV bleibt 96-Lieblingsgegner. Neururers Pläne gehen auf. Platz acht.

Sie können es doch noch: Nach vier Remis in Folge gewannen die 96-Profis gestern Abend 2:1 gegen Hamburg, Hannovers Lieblingsgegner.

VON GUNTHER NEUHAUS

HANNOVER. Doppelspitzen scheinen ja im deutschen Fußball in Mode zu kommen. Der DFB wird von dem präsidialen Duo Mayer-Vorfelder/Zwanziger regiert, zum neuen Sportdirektor Sammer könnte sich im Herbst der Hockey-Peters gesellen. Ein innovativer Mix, auch Peter Neururer wollte es nach dem enttäuschenden 1:1 gegen Nürnberg mal mit etwas anderem versuchen. In der neuen Grundordnung (4-4-2) installierte der 96-Trainer also das Sturmtandem Hashemian/Stajner.
Thomas Brdaric saß erstmal links draußen – von Robert Enke aus gesehen. „Mental angegriffen“ sei der 96-Stürmer vor der Partie gewesen, hatte Manager Ilja Kaenzig festgestellt. „Der ist ziemlich aggressiv.“ Vergleichbare Emotionen ließen sich seine werktätigen 96-Kollegen zunächst nicht anmerken. Der Hamburger SV setzte sie mit Forechecking und der etwas besseren Spielanlage unter Druck, 96 reagierte nur und produzierte Fehler.
Neururer hatte zwar mit Ricardo Sousa einen Spielmacher aufgeboten, der Portugiese spielte aber zu oft Verstecken, seinen Pässen fehlte es an Präzision. Alleine von Stajner ging in der 96-Offensive anfangs ein wenig Gefahr aus.
Da der HSV aber vor dem Tor auch nicht eben durch Einfallsreichtum bestach, wurde den Fans bei dem kühlen Kick kaum warm. Hannoveraner und Hamburger animierten sich mit gegenseitigen „Ha-Ess-Vau“-Chorälen, die lauteste Gemütsregung aber war in der ersten Hälfte noch bei der Auswechslung von Ailton zu vernehmen. Er hatte sich bei einer Kollision mit Hanno Balitsch verletzt (20.), wenig später musste der HSV-Star mit Kieferbruch runter (29.) – er fehlt seinen Hamburgern mindestens zwei Monate.
Zehn Minuten vor der Pause bekam 96 die Partie über den robusteren Einsatz im Mittelfeld besser in den Griff. Den hart erarbeiteten Schwung nahm man mit in die zweite Hälfte. Vinicius versuchte sich noch vergeblich, doch nach einer Stajner-Ecke beförderte der von der HSV-Abwehr ignorierte Dariusz Zuraw den Ball mit der Stirn in den rechten Winkel (48.). Nach einer Stunde musste dann auch die wilde 13 nicht mehr stillhalten. Brdaric kam für Sousa und sollte seine frustige Spannung im Sturm entladen.
Weil der HSV sich nun verzweifelt um den Ausgleich bemühte, hatte 96 Platz zum Kontern. Stajner, auf die Position hinter den Spitzen zurückbeordert, initiierte wiederholt die Attacken. Die schönste schloss Vahid Hashemian ab, nach einem Slalomlauf an Mahdavikia und Lauth vorbei traf er aus 18 Metern in die rechte Ecke – ein Traumtor.
Hamburg kam doch nochmal zurück ins Spiel. Sergej Barbarez sprang höher als Stajner und Jonas Troest und köpfte zum 2:1 (81.). Plötzlich war das frisch erworbene 96-Selbstvertrauen weg, die zuvor so stabile Defensive wackelte minutenlang bedenklich. Nach einem Fehler von Robert Enke hatte Barbarez erneut die Chance, doch Enke wehrte seinen Schuss mit dem Kopf ab.
96 sortierte sich danach noch einmal – und brachte den Sieg über die Zeit, was die Fans wieder zum Singen bewegte. So etwas Schönes hatten sie „lange nicht gesehen“.
True Warriors are Humble Men

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