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Donnerstag, 9. Februar 2006, 21:41

HAZ: Alles wieder im Lot

Neunmal in Folge ist Hannover 96 ungeschlagen, in Frankfurt und gegen die Bayern soll das so bleiben

Von Norbert Fettback
Hannover. An die Bayern wollte gestern noch niemand im Team von Hannover 96 so recht denken. Dabei ist die Begegnung mit dem deutschen Rekordmeister die nächste Aufgabe, die in der für diesen Tag längst ausverkauften AWD-Arena auf die „Roten“ wartet. Doch vor dem Gastspiel der Ballack, Kahn und Co. ist noch einmal Bundesliga-Alltag angesagt: Morgen geht für 96 bei Eintracht Frankfurt die so genannte englische Woche zu Ende, und seit dem 2:1-Erfolg gegen den Hamburger SV darf der Generalprobe vor dem Bayern-Besuch wieder mit einigem Optimismus entgegengesehen werden.
Wer den Tabellendritten schlägt, der kann sich auch beim Elften in Frankfurt etwas ausrechnen – so lautet die Botschaft, die der Sieg gegen den HSV durch die Tore von Dariusz Zuraw (48. Minute) und Vahid Hashemian (72.) bei einem Gegentreffer von Sergej Barbarez (81.) impliziert. Trainer Peter Neururer spricht von „frohem Mut“, den er und seine Mannschaft seit dem Mittwochabend verspürten. Das Spiel in Frankfurt werde „verdammt schwer“, sagt er. „Und auch gegen die Bayern sind wir nicht unbedingt der Favorit.“
Welchen Wert das 2:1 gegen die letztlich zu leidenschaftslos auftretenden Hamburger für das 96-Selbstwertgefühl hat, wurde an der Reaktion von Thomas Brdaric deutlich. Der Stürmer – er fehlte in der Startformation und wurde erst für die letzte halbe Stunde eingewechselt – spielte nicht die beleidigte Leberwurst. Stattdessen schien er vom Tatendrang seiner Mitspieler angesteckt. „Es hat Spaß gemacht“, sagte Brdaric, dem zuletzt so häufig spürbar der Spaß vergangen war.
Jetzt scheint alles wieder in Ordnung: Nach dem Sieg gegen die Hamburger gab es ausdrücklich „keine Schuldzuweisungen“ für Brdaric, nachdem dieser eine gute Torchance zum 3:0 nicht genutzt hatte. Stattdessen erntete er ein Lob vom Trainer für eine „engagierte Leistung“ – und könnte morgen mit einem Platz in der Startelf belohnt werden.
Das Weltbild beim Tabellenachten aus Hannover ist nach dem Nürnberg-Tief wieder im Lot, und weil nach vier Unentschieden endlich ein „Dreier“ heraussprang, können sie sich bei 96 auch getrost ihrer nicht unfeinen Serie erinnern. Neunmal in Folge sind die „Roten“ in der Bundesliga trotz der Ausfälle von wichtigen Spielern unbesiegt geblieben; zu Buche stehen 26 Punkte. Dass Neururer in diesem Zusammenhang die zehn Zähler Abstand zur Abstiegszone erwähnt, ist eine interessante Randnotiz. Er sagt nicht, dass 96 drei Zähler von einem Tabellenplatz trennen, der zur Teilnahme am UEFA-Cup berechtigt.
Zu große Bescheidenheit? Neururer muss man das im Allgemeinen nicht unbedingt vorwerfen; ihm sind am Mittwochabend bei allen Lichtblicken wie etwa dem starken Innenverteidiger-Duo Zuraw/Vinicius oder einem inspirierten Jiri Stajner aber jene Schwachpunkte nicht entgangen, die den Unterschied zu einer Spitzenmannschaft ausmachen. Etwa der händeringend gesuchte Spielmacher: Ricardo Sousa konnte seine Chance erneut nicht nutzen, die bei 96 verwaiste Position für sich zu reklamieren. Das Problem in dieser Saison noch lösen zu wollen, dürfte schwieriger hinzubekommen sein als ein Sieg am 18. Februar gegen den FC Bayern.
Um acht beziehungsweise zehn Punkte sind die Münchener den Verfolgern aus Bremen und Hamburg bereits enteilt. Vielleicht kommt ja doch die Nord-Allianz zu Stande, die akustisch beim Nordderby schon bestens funktionierte: „HSV“-Rufe aus beiden Lagern machten die gegenseitigen Sympathien deutlich. Mit einem 96-Sieg in acht Tagen gegen die Bayern wären die Hamburger für die Niederlage am Mittwochabend bestens entschädigt.

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