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Donnerstag, 9. Februar 2006, 22:56

NP: Rehhagel braucht Papa Ottos Hilfe nicht

Rehhagel braucht Papa Ottos Hilfe nicht

Kein Jugendinternat für 96? Nachwuchschef noch auf der Suche nach dem Königsweg.

Seit einem halben Jahr ist Jens Rehhagel bei 96. Für die NP zog er eine erste Bilanz.

VON FLORIAN KREBS

Jens Rehhagel, wie heißt Ihr Posten eigentlich?
Ich bin Leiter des Nachwuchs-Leistungszentrums.
Wie sieht Ihre Arbeit aus?
Ich bin verantwortlich für den sportlichen und administrativen Bereich sowie Bindeglied zwischen der Nachwuchs- und der Profiabteilung. Dazu gehören Koordination der Leistungsmannschaften, Scouting, Kontakt mit dem Verband, Schul- und Vereinskooperationen.
Als Spieler haben Sie nur Regionalliga gespielt. Vor- oder Nachteil?
Ob man ganz oben oder niedrig gespielt hat, ist nicht wichtig. Man muss sich mit der Materie Fußball auskennen. Das ist entscheidend.
Was macht Ihre Doktorarbeit?
Ich gehe davon aus, dass ich sie in diesem Jahr abschließen werde. Der Titel lautet „Die Entwicklung einer Testbatterie zur Diagnose und Steuerung der fußballspezifischen Schnelligkeit.“
Das heißt?
Ich habe mir Gedanken gemacht, wie ich die Schnelligkeit spezifischer auf den Fußballsport objektivieren kann. Denn Schnelligkeit im Fußball ist nicht so messbar wie in einem 100-Meter-Lauf, wo ich am Ende 10,5 Sekunden als Ergebnis stehen habe.
Mit Freundin Tina wohnen Sie in der Oststadt. Wie gefällt Ihnen Hannover?
Ich bin positiv überrascht. Hannover ist eine Stadt der kurzen Wege und hat viele wunderschöne Ecken wie den Maschsee oder die Herrenhäuser Gärten zu bieten.
Bei Ihrem Amtsantritt sagten Sie, die 96-Nachwuchsarbeit soll bald in einem Atemzug mit Bayern, Bremen, Stuttgart und Leverkusen genannt werden. Wann ist es so weit?
Natürlich wollen wir mit 96 auch irgendwann zu diesem Kreis gehören. Aber das geht nur Schritt für Schritt und nicht auf Knopfdruck. Man muss erst einmal die Ausbildung und die Rahmenbedingungen verbessern. Und da sehe ich uns auf einem sehr guten Wege.
Konkret?
Unsere Spieler müssen so gefördert werden, dass der Übergang vom Amateur- in den Profibereich leicht fällt und wir unserem Profitrainer zwei bis drei pro Jahr guten Gewissens anbieten können.
Wo steht 96 in Sachen Jugendarbeit denn aktuell?
Die Grundlagen sind alle da. Bei der WM werden drei Spieler im Kader sein, die aus der 96-Jugend kommen: Asamoah, Mertesacker und Ernst. Vielleicht kommt mit Kehl ein weiterer hinzu. Kein anderer Bundesligist hat das zu bieten.
96 hat kein Jugendinternat.
Für mich ist noch nicht endgültig geklärt, ob ein solches Internat der Königsweg bei der Nachwuchsförderung ist. Wir haben auch in der Region genügend Spieler, die das Zeug für die Bundesliga haben. Man muss hinterfragen, ob das Verhältnis Aufwand-Ertrag gerechtfertigt ist.
Neidisch auf Werder oder Bayern?
Nein. Bei vielen Vereinen holt man für vakante Positionen gestandene Spieler anstatt eines Nachwuchsspielers. Bei uns ist die Durchlässigkeit zu den Profis in den letzten Jahren höher gewesen. 96 bietet dem Nachwuchs eben nicht nur die Chance, sich ausbilden zu lassen, sondern auch, Bundesliga zu spielen.
Bitten Sie Ihren berühmten Papa Otto manchmal um Hilfe?
Nein. Meine Ansprechpartner sind die 96-Geschäftsführer, wenn ich Hilfe brauche. Mit meinem Vater unterhalte ich mich nur privat. Eins wird dabei übrigens immer vergessen (lacht) …
Wir sind gespannt …
Manchmal unterhalte ich mich auch mit meiner Mutter.
True Warriors are Humble Men

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