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Mittwoch, 9. August 2006, 09:24

Kreiszeitung: Drei Gewinner, ein Verlierer

Drei Gewinner, ein Verlierer

Allofs verteidigt das Tauschgeschäft: "Es war leider nur mit Fahrenhorst möglich"

BREMEN (kni) Wochenlang hatte Klaus Allofs vehement behauptet, dass es kein Tauschgeschäft zwischen Werder und Hannover geben könnte. Gestern dann musste der Werder-Sportchef eben solches verkünden: Per Mertesacker wird Bremer, Frank Fahrenhorst Hannoveraner. "So ein Transfer, so ein Tausch, so ein Verrechnen ist nicht einfach", meinte Allofs zu den mehr als komplizierten Verhandlungen mit dem Bundesliga-Konkurrenten. Dass er mit dieser Aussage in Sachen Tausch ein Eingeständnis geliefert hatte, störte ihn herzlich wenig: "Es war leider nur mit einem Wechsel von Fahrenhorst zu realisieren. Aber es war kein Menschenhandel. Wir haben keinen Druck auf Frank ausgeübt, wir haben ihm die Entscheidung überlassen."

Ob es tatsächlich so war, kann nur der Spieler selbst sagen. Doch der war gestern nicht zu sprechen. Nur kurz schaute der 28-Jährige bei seinem neuen Club vorbei. Erst heute Mittag wird er in Hannover offiziell vorgestellt. Dass Fahrenhorst Sonntag gegen Werder auflaufen wird, gilt als wahrscheinlich.

Den Bremern wird der Innenverteidiger erst einmal fehlen. Denn noch ist Mertesacker nicht fit. "Kein Problem", sagte Trainer Thomas Schaaf: "Ich hätte Frank gerne behalten. Aber wir haben genügend Möglichkeiten."

Werder hat diese Übergangsphase in Kauf genommen. Denn Mertesacker sollte unbedingt schon jetzt an die Weser wechseln, obwohl er in einem Jahr für 1,4 Millionen Euro zu haben gewesen wäre. Nun wurde er zum teuersten Transfer in der Bremer Vereinsgeschichte. Allofs wollte sich dazu nicht äußern: "Wir halten uns an die Absprachen und reden nicht über Zahlen." Immerhin gab er zu, dass es keine "billige Angelegenheit" war.

Etwa 4,7 Millionen Euro überweisen die Bremer nach Hannover. Ein Aufschlag von bis zu 1,5 Millionen Euro soll fällig werden, wenn Werder in den nächsten beiden Jahren besonders erfolgreich ist. Da Fahrenhorst (Marktwert: zwei Millionen Euro) ablösefrei zu 96 wechselt und Werder auch noch dessen Abfindung von 500 000 Euro übernimmt, macht das zusammen mindestens 7,2 Millionen Euro. Es könnten sogar 8,7 Millionen Euro werden.

"Wir haben im Rahmen unserer Vorgaben gehandelt und keine unvernünftigen Dinge gemacht", verteidigte Allofs den Transfer. Seiner Meinung nach seien alle Beteiligten Gewinner: "Per Mertesacker, weil er zu uns wollte. Wir, weil wir uns mit Per verstärkt haben. Und Hannover, weil sie mit Fahrenhorst einen guten Ersatz bekommen haben und mit dem zusätzlichen Geld zufrieden sein können." Einen hatte Allofs bei dieser Aufzählung freilich vergessen: Frank Fahrenhorst. Denn der dürfte sich kaum als Gewinner fühlen . . .

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