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Mittwoch, 9. August 2006, 10:58

HNA: Mertesacker-Transfer zu Werder perfekt

Bremen/Hannover (dpa) - Das zähe Feilschen um Fußball-Nationalspieler Per Mertesacker hat ein Ende. Der 21-jährige WM-Teilnehmer wechselt mit sofortiger Wirkung von Hannover 96 zum Bundesliga-Rivalen Werder Bremen.

Beim Ligapokalsieger wird der Abwehrspieler einen Vierjahresvertrag unterzeichnen. Im Gegenzug erhält Hannover 96 neben einer Ablösesumme von knapp fünf Millionen Euro den Bremer Abwehrspieler Frank Fahrenhorst. Bei zukünftigen Werder-Erfolgen kann «96» zudem mit einem Nachschlag rechnen.

Beide Vereine einigten sich nach einem monatelangen Transferpoker auf ein Tauschgeschäft, das die Bremer vier Tage vor dem Bundesliga-Start endgültig zum großen Rivalen von Bayern München stempelt. In Per Mertesacker, Torsten Frings, Tim Borowski und Miroslav Klose haben die Hanseaten jetzt eine komplette Nationalmannschafts-Achse in ihren Reihen.

«Ich bin sehr, sehr erleichtert. Es störte schon ein Stück weit, dass es immer neue Szenarien gab», kommentierte Mertesacker bei seiner Vorstellung vor zahlreichen Medienvertretern in Bremen das rekordverdächtige Tauziehen um seine Person. Der derzeit verletzte Profi, der danach zurück in die Reha-Klinik nach Donaustauf fuhr, hatte stets für seinen Wechsel nach Bremen plädiert. Dagegen wollte Fahrenhorst den Vizemeister eigentlich nicht verlassen. Erst nach mehreren Gesprächsrunden seines Beraters mit beiden Clubs willigte der 28-Jährige in das Geschäft ein - gegen eine Abfindung von geschätzten 500 000 Euro.

«Mit Rücksicht auf Frank Fahrenhorst konnten wir nicht immer mit offenen Karten spielen», gestand Werder-Geschäftsführer Klaus Allofs. «Es war trotz unseres Wunsches, Per Mertesacker zu verpflichten, nie unser Interesse, dass Frank Fahrenhorst uns verlässt. Hannover 96 hat aber bei ihm sehr um seine Dienste geworben. Wir geben ihn nur ungern ab», sagte Allofs. «Es gibt nur Gewinner und es wurde der Markt bestätigt. Fußball besteht aus dem Transfergeschäft», kommentierte 96-Clubchef Martin Kind wie gewohnt nüchtern den Deal. «Fahrenhorst hätte ja auch 'nein' sagen können», fügte er hinzu.

Der Verteidiger sagte aber «ja» und kehrt damit zu seinem früheren Trainer Peter Neururer zurück. Beide kennen sich aus gemeinsamen Bochumer Zeiten. Fahrenhorst, den Neururer als «adäquaten Ersatz» für Mertesacker unbedingt haben wollte, erhält bei Hannover 96 einen Dreijahreskontrakt bis zum 30. Juni 2009. Er absolvierte am Dienstag die sportärztliche Untersuchung in Hannover und könnte pikanterweise sein erstes Match für «96» gegen seinen bisherigen Club Werder Bremen bestreiten.

Dagegen steht Mertesacker den Bremern beim Bundesligastart nicht zur Verfügung. Er will aber im Stadion sein. «Dann schlagen zwei Herzen in meiner Brust. Aber ich drücke natürlich Werder im ersten Spiel die Daumen», sagte der Innenverteidiger, der nach seiner Fersenoperation noch für unbestimmte Zeit außer Gefecht gesetzt ist. «Ich habe erste Laufversuche gemacht. Wann ich wieder spielen kann, ist schwer zu sagen», sagte Mertesacker, der in drei Jahren 74 Bundesligaspiele für Hannover 96 absolvierte: «Ich will in Bremen meinen Entwicklungsprozess fortsetzen.»

Auch die Bremer betrachten die Verpflichtung des 29-maligen Nationalspielers als Investition in die Zukunft. Mertesacker kann auch in der Champions League eingesetzt werden. «Wer in so jungen Jahren ein so starkes WM-Turnier spielt, kann für uns von Beginn an eine Verstärkung sein. Er hat großes Potenzial», freute sich Trainer Thomas Schaaf. «Wir sind sicher, dass er bei uns genau die richtigen Bedingungen vorfindet, um noch weiter nach vorn zu kommen», meinte Allofs.

Offiziell vereinbarten Werder Bremen und Hannover 96 bei dem komplizierten Tauschgeschäft Stillschweigen über die Transfer-Konditionen. Die Interessen von zwei Vereinen, zwei Profis und insgesamt drei Spielerberatern mussten unter einem Hut gebracht werden. Zuletzt drohte nach einem wochenlangen Hickhack der Transfer zu scheitern, weil Mertesacker laut Medienberichten eine Abfindung von Hannover 96 forderte. Sie soll teilweise für die 96-Jugendabteilung verwendet werden. Der Vertrag des Nationalspielers bei Hannover 96 war bis 2008 datiert. Im nächsten Jahr hätte er den Club für etwas mehr als eine Million Euro verlassen können.
There gets the dog in the pan crazy!

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »meinsman« (9. August 2006, 11:00)


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