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Mittwoch, 9. August 2006, 21:36

Haz: Argumente für den Einsatz

Argumente für den Einsatz

Frank Fahrenhorst macht beim ersten Training mit Hannover 96 Eindruck – und Trainer Peter Neururer gerät ins Schwärmen

Von Tatjana Riegler
Hannover. Beschnuppern nannte er es. Als Frank Fahrenhorst gestern Nachmittag nach seinem ersten Training bei Hannover 96 den Platz verließ, schrieb der 28-Jährige fleißig Autogramme und schaute zufrieden drein. „Riesigen Spaß“ hatte ihm die einstündige Einheit bereitet, es fehle nur „die Abstimmung etwas“.
Gemach, so schnell finden selbst Bundesliga-Fußballer beim lockeren Trainingsspiel nicht zueinander. Doch allein die Tatsache, dass Fahrenhorst überhaupt aus Bremen nach Hannover gefunden und einen Vertrag bis 30. Juni 2009 unterschrieben hat, ist ja bemerkenswert. Beendet ist der lange Poker um den Tausch mit Per Mertesacker, verdrängt das Fahrenhorstsche Festhalten an Werder. „Ich werde 100 Prozent für 96 geben“, versicherte der Innenverteidiger, „ich will etwas bewegen.“ Es sind Sätze, mit denen er Sympathien sammeln wird; viele der 400 Trainingszuschauer werteten sein früheres Sträuben jedenfalls als Verhandlungstaktik und nicht als mangelnde Vorfreude.
Vier Stunden zuvor hatte Fahrenhorst seine Situation im Werder-Wechselspiel ausführlicher dargestellt. Die „Roten“ baten zur offiziellen Präsentation, und auf dem Podium zwischen Trainer Peter Neururer und Manager Ilja Kaenzig sprach der Verteidiger über Vergangenes in Grün-Weiß. Nennt man das Nachtreten? „Es war unbefriedigend, wie man mit mir umgegangen ist“, sagte Fahrenhorst: „Das war nicht die feine englische Art.“ Erst hätten die Bremer an ihm festhalten wollen, dann folgten Signale, „dass man nicht mehr hundertprozentig hinter mir steht“.
Mangelnde Rückendeckung? Oder eine 180-Grad-Wendung? Der Blondschopf zog einen Schlussstrich nach dieser „menschlichen Enttäuschung“. Lieber auf die Champions League verzichten als auf der Ersatzbank zu sitzen. Und lieber für einen Verein kämpfen, „der hundertprozentig hinter mir steht“. Dieses Gefühl hätten ihm 96-Klubchef Martin Kind und eben Kaenzig und Neururer vermittelt.
Es muss ein gutes Gefühl sein; über die Zukunft in Rot sprach der 28-Jährige lieber. Als Zugewinn lobte ihn Neururer – Führungsspieler Fahrenhorst lautet das Nahziel. Wie er diese Rolle interpretiert, machte der Verteidiger offensiv deutlich: „Wer sagt denn, dass wir um Platz 9 spielen?“ Wer vom Vizemeister kommt, formuliert höhere Ansprüche – den UI-Cup etwa. Und die Erinnerung an den UEFA-Pokal, den er und Neururer vor zwei Jahren mit dem VfL Bochum erstürmten, ist ohnehin lebendig: „Warum soll das hier nicht möglich sein?“ Die gemeinsame Erfolgsgeschichte ließ Neururer schwärmen („Er passt sportlich und menschlich hundertprozentig zu uns“) und optimistisch in die Zukunft blicken: „Wir werden eine bessere Saison erleben als letztes Jahr.“
Dazu soll Fahrenhorst beitragen. Er will sich empfehlen, nicht nur für den Stammplatz im Verein. Zwei Länderspiele hat er absolviert, im August und September 2004 gegen Österreich und Brasilien, danach warf ihn eine Verletzungsserie aus dem Kreis der Nationalelf. „Fahne“ sei einer der stärksten deutschen Innenverteidiger, ist Neururer sicher, und Bundestrainer Joachim Löw „sieht das ebenso“.
Die Zukunft so fern – in naher Zukunft steht der Bundesliga-Auftakt auf dem Spielplan. Am Sonntag möchte Fahrenhorst mit der Rückennummer 22 für die „Roten“ auflaufen, dass es gegen Werder geht, ist ihm Motivation genug. Er fühle sich in bester Verfassung – und er kennt den Gegner besser als jeder andere bei 96. „Wenn er im Training seine Leistungen aus dem Ligapokal bestätigt, wird er spielen“, sagte der Coach. Im Trainingsspiel bildete Fahrenhorst neben Dariusz Zuraw die Innenverteidigung und gab von Mertesackers früherem Arbeitsplatz aus erste zaghafte Kommandos, was genug Argumente für einen Einsatz lieferte. Eine Vertragsklausel kann dies nicht verhindern.
Übrigens: Wer Fahrenhorst mit Bochumer Autokennzeichen durch die Stadt kurven sieht, sollte sich nicht wundern. „Das bleibt dran“ sagte der Westfale lachend. Ändern wird sich anderes: Er will schnell umziehen, ein Haus in der Region ist gesucht, mit viel Platz für Ehefrau Nadine, Tochter Leni und den Hund. Hannover will Fahrenhorst ebenfalls schnell kennenlernen, nicht nur den Zoo. Das Beschnuppern geht ja erst los.
VollKontaCt :bier: 8)

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