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Sonntag, 22. Oktober 2006, 09:25

hs: Hannover 96 verschenkt Punkt auf Schalke


Hannover 96 verschenkt Punkt auf Schalke

GELSENKIRCHEN (dik). Im fünften Spiel unter der Regie von Trainer Dieter Hecking setzte es die erste Niederlage. 96 unterlag bei Schalke 04 mit 1:2 vor 61.031 Zuschauer in der Veltins-Arena.
Trainer Dieter Hecking setzte Arnold Bruggink überraschend, hatte sein Regisseur gegen Eintracht Frankfurt doch einen Formanstieg sehen lassen, auf die Bank. Talent Jan Rosenthal stand erstmals in der Startelf und nahm Brugginks Platz ein. Stürmer Thomas Brdaric fehlte wegen eines Muskelfaserrisses. 96 startete mit einem 4-3-3.
Die Roten attackierten früh in Schalkes Hälfte und ließen den Ball schnell laufen. Das sicherte ihnen viel Ballbesitz, sah gut aus und ließ die mitgereisten Fans hoffen. Möglichkeiten sprangen dabei jedoch nicht heraus. Die rote Herrlichkeit bekam in der zehnten Minute den ersten Riss. Schalkes Rafinha flankte von rechts und Kevin Kuranyi verfehlte aus 16 Metern knapp.
In der Folge erspielten sich die Knappen die Hoheit im eigenen Stadion. 96 tat sich nun in der Offensive schwer und bröckelte in der Defensive. Die Quittung kam in der 18. Minute. Schalkes Zlatan Bajramovic ließ auf der rechten Seite Rosenthal stehen und erzielte die Führung für Königsblau. Es lief nicht mehr viel bei 96.
In der 27. Minute drang Levan Kobiashvili in den 96-Strafraum ein und erzielte unbedrängt das 2:0. So etwas wie die erste Torchance hatten die Hecking-Schützlinge nach Flanke von Steven Cherundolo durch eine Kopfballrückgabe von Schalkes Dario Rodriguez.
In der zweiten Hälfte zog Hecking Szabolcz Huszti aus der Spitze zurück, stellte auf ein 4-4-2 um. Dies schien seiner Elf besser zu bekommen, die Hausherren hat nun nicht mehr so viel Platz im Mittelfeld und 96 spielte wieder nach vorne. In der 52. Minute flankte Huszti von links, Vahid Hashemian legte mit dem Kopf zurück, Rosenthal stoppte mit der Brust und erzielte aus 16 Metern das 1:2. Es kam Hoffnung auf, die Kuranyi in der 62. Minute beinahe beendet hätte. Nach Flanke von Hamit Altintop verfehlte sein Kopfball aus kurzer Distanz.
Die Hecking-Schützlinge mühten sich danach redlich um den Ausgleich, doch gegen die starke Schalke-Abwehr fehlten die Mittel. Immerhin gelang es, den verheerenden Eindruck der ersten Hälfte ein wenig zu korrigieren
Die Roten: Enke - Cherundolo, Fahrenhorst, Zuraw, Tarnat (80. Jendrisek) - Vinicius (66. Schröter), Balitsch (46. Yankov) - Rosenthal - Stajner, Hashemian, Huszti


NACHSPIELZEIT - Lieb, lieber Hannover 96
von Thomas Oberdorfer

Lieb, lieber, Hannover 96 die Roten wollten auf Schalke niemandem wirklich weh tun. Und schon garnicht dem in Gelsenkirchner Diensten stehenden Ex-Roten Mirko Slomka und seiner streckenweise grottenschlechten Truppe, so sehr diese auch in der zweiten Halbzeit um weitere Treffer bettelte. Schließlich hätte Slomkas Trainerstuhl bei einer Niederlage zur Disposition gestanden.
So gabs einen Freundschaftsdienst für einen Ex-96er und das Ende der kleinen 96-Serie von fünf Spielen ohne Niederlage. Aber jetzt muss Schluss sein mit weiteren Freundschaftsdiensten. Auf keinen Fall dürfen die Roten aus norddeutscher Verbundenheit am kommenden Sonnabend dem schwächelnden großen HSV wieder auf die Beine helfen. Denn wenn das passiert, dann braucht 96 langsam freundlich gestimmte Gegner, doch wo findet man die in Liga eins außer in Hannover.


So waren die Roten in Form
von dik

Robert Enke 3,5
Ein bitterer Nachmittag für den Nationaltorhüter. Er wurde von den Schalkern nicht ernsthaft gefordert, musste jedoch zwei Gegentore hinnehmen. Gelegenheit, um sich auszuzeichnen, blieb kaum.

Steve Cherundolo 4
Defensiv wurde der US-Nationalspieler wenig gefordert. Er hatte die nötige Zeit, um sich in die 96-Angriffe einzuschalten und war stets anspielbereit. Doch seinen Flanken fehlte es an der nötigen Präzision. Das kann er besser.

Frank Fahrenhorst 4,5
Der ehemalige Bremer hatte sich mit guten Trainingsleistungen empfohlen. Doch gegen Schalke blieb er vor allem in den ersten 45 Minuten vieles schuldig und strahlte Unsicherheit aus. Beim 0:2 ließ er Kobiashvili gewähren. Er steigerte sich nach der Pause.

Vinicius 4
Vinicius musste im Mittelfeld ran, konnte den gelernten Innenverteidiger jedoch nicht verleugnen. In den Zweikämpfen gewohnt stark, aber im Spiel nach vorne fehlte es an der Übersicht.

Darius Zuraw 3
Der Innenverteidiger zeigte eine durchschnittliche und solide Leistung. Das reichte an diesem Nachmittag allerdings, um bester Roter zu sein, und sagt eigentlich alles über dieses Spiel.

Michael Tarnat 5
Eine solche Vorstellung wie gestern ist man von dem ehemaligen Münchner eigentlich nicht gewohnt. Defensiv zu weit von den Gegenspielern entfernt, nach vorne fehlte es an der Präzision seiner Anspiele.

Hanno Balitsch 4,5
Vielleicht hatte seine schwache Vorstellung mit der Handverletzung zu tun, die er sich in der achten Minute zuzog. Er spielte mit Handverband weiter, wirkte gehemmt.

Jiri Stajner 4
Der Anfang ließ einen großen Nachmittag erwarten. Der Wille war da, aber es gelang zu wenig.

Szabolcs Huszti 4
Der Ungare will viel, läuft viel, aber es gelingt nicht viel. Schwach bei den Standards, aber die Flanke zum 1:2 zeigte sein Potenzial.

Arnold Bruggink 4
Wir halten fest: engagierter als bei seinen letzten Auftritten, aber immer noch nicht der klassische Spielmacher. Toller Pass vorm 1:0. Schade, danach wieder mit längerer Auszeit, mit zu wenigen lichten Momenten.

Vahid Hashemian 4
Der Stürmer arbeitete unermüdlich, aber ihm fehlten die Anspiele. Übersicht bewies er bei der Kopfballrückgabe auf Rosenthal beim 1:2.

Silvio Schröter 4
Was ist aus seinen schnellen Flankenläufen und dem Zug nach innen geworden? Im Training gut, es wird Zeit, dass er dies im Spiel bestätigt.

Jan Rosenthal 3,5
Das Talent zeigte bei seinem ersten Einsatz über 90 Minuten Licht und Schatten. Beim 0:1 ging er zu ungestüm auf Bajramovic zu, wurde ausgespielt. Doch wo war seine Absicherung? Klasse sein Treffer zum 1:2. Auch wenn nicht alles gelang, er hat seine Chance genutzt.

Chavdar Yankov 4
Er enttäuscht nicht, entzückt aber auch nicht. Macht viel zu wenig aus seinen Möglichkeiten.

Erik Jendrisek -
Die Zeit war zu kurz, um noch ins Spiel zu finden.

Die Trainer zum Spiel:

Dieter Hecking, Trainer Hannover 96: Das Spiel ist schnell erklärt. Wenn man gut beginnt und meint, man kann alles mit spielerischen Mitteln lösen und dann keinen Zweikampf gewinnt, liegt man mit 0:2 zurück. Egal wo wir spielen, wir müssen uns bewusst sein, dass wir von der ersten Minute an über den Kampf kommen müssen. Das hat heute gefehlt. In der zweiten Halbzeit haben wir ins Spiel zurückgefunden, konnten uns aber bis auf das Tor keine Chancen erspielen. Das war für mich kein zufriedenstellender Nachmittag.

Mirko Slomka, Trainer Schalke 04: Wir haben nach zehn Minuten gut ins Spiel gefunden und die wichtigen Zweikämpfe gewonnen und zwei schöne Tore gemacht. Nach der Pause sind wir in alte Verhaltensmuster zurückgefallen. Das 1:2 für 96 war verdient. Danach haben wir nur wenig zugelassen. Auf Grund der ersten Halbzeit war es ein verdienter Sieg, der nicht ganz zufriedenstellt. dik


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True Warriors are Humble Men

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