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Sonntag, 22. Oktober 2006, 13:41

Stuttgarter Nachrichten: Schalke als Zweiter nun Werder-Jäger

Gelsenkirchen - Punktgleich mit Spitzenreiter Werder Bremen Tabellen-Zweiter, drei Zähler vor Meister Bayern München - der FC Schalke 04 liegt in der Fußball-Bundesliga voll im Soll. Dennoch fiel der Jubel nach dem 2:1 (2:0)-Arbeitssieg gegen Hannover 96 eher verhalten aus.

Erleichterung statt Euphorie. "Ich bin froh, dass wir nicht aus eigener Kraft Erster werden konnten, dann hätte es sicher noch ein 2:2 gegeben", monierte Schalkes Trainer Mirko Slomka vor allem den Leistungseinbruch in der zweiten Halbzeit, als seine Elf trotz sicherer Führung den Faden verlor. "Da sind wir wieder in alte Verhaltensmuster verfallen. Man hatte immer das Gefühl, dass noch was passieren kann."

Klare Worte für die Vorstellung seiner Elf fand Dieter Hecking, der im fünften Spiel als Hannovers Cheftrainer erstmals als Verlierer vom Platz ging und mit seinem Team im Tabellenkeller feststeckt. "Das wird eine ganz harte Saison. Dass irgendwann die erste Niederlage kommt, war klar. So realistisch bin ich. Aber die Art und Weise hat mir nicht gefallen", schimpfte er. Man könne auf Schalke nicht alles nur spielerisch lösen: "Wenn man zwischen der 10. und 45. Minute keinen Zweikampf gewinnt und bei den Gegentoren Pate steht, darf man sich nicht wundern, wenn man 0:2 zurückliegt."

Erbost sprach Hecking von "Teilzeitarbeit" seiner Profis. Es ziehe sich "wie ein roter Faden" durch die Spiele, dass seine Elf es nicht schaffe, über 90 Minuten konzentriert zu sein. Selbst die Steigerung im zweiten Durchgang und das Anschlusstor durch den erst 20 Jahre alten Jan Rosenthal (52.), der erstmals für Arnold Bruggink in der Start-Elf stand, konnten Hecking nicht versöhnen. "Weil wir auch dann nicht zwingend auf den Ausgleich gespielt haben". Ausgerechnet der zuletzt hoch gelobte Rosenthal ließ sich von Zlatan Bajramovic beim 0:1 (17.) ausspielen wie ein Schüler, und der seit Wochen in bestechender Form spielende Bosnier überraschte Torhüter Robert Enke mit einem Außenristschuss ins kurze Eck. "Ich versuche das öfter im Training. Meistens klappt es", meinte Bajramovic erfreut.

Vom Feinsten war auch das 2:0 von Lewan Kobiaschwili (27.), dem nach doppeltem Hackentrick von Kevin Kuranyi und Lincoln ebenfalls sein erstes Saisontor gelang. "Schöner geht es eigentlich nicht", lobte Slomka. Allerdings bleibt es für ihn ein Rätsel, warum bei seinem Team nach dem Wechsel häufig die Konzentration nachlässt. Die Hälfte der acht Saison-Gegentreffer kassierten die Knappen in der ersten Viertelstunde nach der Pause. "Wenn ich wüsste woran es liegt, hätte ich eine Lösung", so Slomka, der es in der Halbzeit-Ansprache "mal so, mal so" probiert hat: "Aber bewirkt hat alles nichts."

Ein Sonderlob verdiente sich Tim Hoogland, der in der Innenverteidigung den eigentlich unersetzlichen Marcelo Bordon (grippaler Infekt) gut vertrat. Das letzte seiner zuvor drei Bundesliga-Spiele hatte der 21-Jährige im Februar 2005 bestritten - beim 1:0 gegen Hannover. "Tim hat eine klasse Partie gemacht", meinte Slomka. Beim Blick auf die Tabelle stellte sich beim Coach dann doch noch ein Glücksgefühl ein. "Schön, dass wir Zweiter sind. Ich freue mich für die Truppe, den Club und die Fans." Für Lincoln, der wegen Bordons Ausfalls die Elf erstmals als Kapitän auf das Feld führte, zählte unter dem Strich nur das Resultat: "Wenn wir jedes Mal ein Tor kassieren und zwei schießen, werden wir wahrscheinlich Meister."

Quelle
Mein Blut ist nicht rot,
weil ich ein Mensch bin,
sondern weil ich ein Roter bin.


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