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Donnerstag, 1. Februar 2007, 22:02

NP: Das System Hecking greift

Das System Hecking greift

96-Trainer kehrt morgen nach Aachen zurück. Das wird unangenehm.

Das wird hart: Dieter Hecking kehrt morgen mit 96 nach Aachen zurück.

VON GUNTHER NEUHAUS

HANNOVER. Wenn es in Aachen eine Rangliste der meistgehassten Bundesliga-Profis geben würde, dann stünde Altin Lala weit oben. Der Kapitän wird bei 96-Gastspielen am Tivoli üblicherweise übel beschimpft wird. „Aber diesmal“, sagt Lala und grinst dabei schelmisch, „diesmal kriegt auch der Trainer was ab.“
Morgen werden sich die emotionalen Kommentare des Aachener Publikums auf Dieter Hecking fokussieren. Er hatte die Alemannia ja Anfang September überraschend verlassen, um bei 96 anzuheuern, was von vielen als Fahnenflucht gewertet wurde. „Mit einem gigantischen Pfeifkonzert“ wolle man Hecking begrüßen, kündigt ein Fan im Internet-Forum an. Dass einige für die „negativen Schlagzeilen beim Abschied wenig Verständnis haben, dafür habe ich wiederum Verständnis“, gesteht Hecking. „Sollte es negative Begleitumstände geben, werde ich das akzeptieren“, solange es im legalen Rahmen bleibt.
Was genau ihn in Aachen „erwartet“, weiß er allerdings nicht. „Ich weiß nur, dass ich viele Freunde und Bekannte treffen werde.“ Einige haben ihren Besuch schon für heute Abend im 96-Hotel in Aachen angekündigt. Zu einigen Spielern wie Rainer Plaßhenrich und Jan Schlaudraff hat Hecking noch „einen sehr engen Draht. Die Kontakte sind auch zu den Verantwortlichen des Vereins nie abgerissen.“ Er habe immerhin „mit Dirk Bremser zwei Jahre hervorragende Arbeit abgeliefert“.
Aachen stürmte 2005 zum Aufstieg, und nach fünf Monaten scheint sich Heckings Fußball-Philosophie vom vorwärtsgerichteten, proaktiven Spiel auch in Hannover durchzusetzen. 96 schoss Hertha nach ersten eher nüchternen Erfolgen im Herbst (das 1:0 war 96-Standard) am Mittwoch 5:0 ab.
Hecking hatte zuvor mit Stajner, Zuraw und Bruggink drei Stammkräfte, denen es „vielleicht zu gut geht“, aus dem Team verbannt – und 96 damit stark gemacht. Der Ex-Profi hat offenbar ein feines Gespür dafür entwickelt, wann er Druck ausüben und eingefahrene Strukturen aufbrechen muss. „Mit der Zeit lernt man, wie man die Mannschaft zu nehmen und was man ihr zu geben hat“, sagt Hecking. Man müsse „zur rechten Zeit eine Antwort parat haben, mit der keiner rechnet.“
Auch die Sieger vom Mittwoch dürfen sich nun nicht zu sicher fühlen. „Die haben keinen Vorsprung“, warnt Hecking. Es könne jederzeit wieder „einen treffen, der nicht damit rechnet“. Er hat „gesehen, dass wir im Kader den Kessel schön am Laufen haben“, Hecking heizt also den Konkurrenzkampf weiter an.
„Es ist gut“, stellt Lala fest, „dass der Trainer jedem eine Chance gibt“ – das gehört zum System Hecking. Der Kessel dampft also, und 96 nimmt Fahrt auf. Auch morgen in Aachen soll sein Team „den Gegner früh stören“ und „Entschlossenheit vor dem Tor zeigen“. Der 96-Trainer sieht „Aachen unter Zugzwang“ – und die Chance, jetzt schon „ein richtiges Polster zwischen uns und die Abstiegsplätze zu setzen“, um sich dann weiter nach oben zu orientieren.
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