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Samstag, 3. Februar 2007, 14:51

NP: Heiße Rückkehr: Hecking in der Hölle

Auf dem Tivoli kochen die Emotionen. Pfeifen Aachens Fans den 96-Trainer aus?

Das wird die Hölle für Dieter Hecking – Aachens Fans wollen dem 96-Trainer heute richtig einheizen.

VON ANDREAS WILLEKE
HANNOVER. Der Aachener Tivoli gehört zu den Fußball-Arenen mit dem höchsten Hitze-Faktor. Ein klappriges Stadion, in dem man eng zusammensteht, um sich an der gegnerischen Mannschaft reiben zu können. Dieter Hecking kennt das aufregende Gefühl, „wenn man aus den alten Kabinen in den Kessel reinkommt“.

„Die Erinnerungen werden sofort wieder hochkommen, wenn ich den Kabinentrakt betrete.“ Hecking führte noch am zweiten Spieltag dieser Saison die Alemannia gegen Schalke auf den Tivoli. Heute kehrt er zurück, und der Kessel wird noch stärker unter Dampf stehen. Der 96-Trainer wird das Feinbild der Zuschauer sein, das lässt sich den Fan-Foren im Internet entnehmen.

Hecking ist für viele Fans der „Judas“, der seine Mannschaft und seinen Klub verraten hat. Dass er gute Gründe hatte, nach Hannover zu seiner Familie zu wechseln, spielt dabei keine Rolle.

Der 42-Jährige weiß, dass er sich dem Druck und auch seinen Gefühlen nicht entziehen kann. „Das mit meinem Abschied negative Schlagzeilen verbunden waren und mich nicht jeder verstanden hat, dafür habe ich auch Verständnis.“

Der 96-Trainer weiß aber nicht, welche „Emotionen zum Spielbeginn hochkommen“. Der 42-Jährige zieht einen Vergleich zu Per Mertesacker, der vor dem ersten Spiel mit Werder gegen 96 zugab, „zerrissen“ zu sein.
„Bei mir ist es zwar nicht wie bei Per, der immer auf der Videotafel nach den 96-Ergebnissen schaut“, erklärt Hecking, „aber ich habe großes Interesse daran und will wissen, wie sie gespielt haben.“

Wäre es nicht so, müsste man Hecking einen Trainer-Roboter nennen. „Ich bin doch nicht so kaltherzig, dass mich das nicht berührt. Das wird emotional.“
Vor dem Hinspiel im August 2006 hatte der damalige Alemannia-Trainer erklärt: „Mir liegt unendlich viel am Klassenerhalt, denn das ist meine Mannschaft, die ich zusammengestellt und in die erste Liga geführt habe.“

Der Abschied fiel schwer, es gab Tränen bei Trainer und Spielern. Das Wiedersehen wird nicht ganz so problematisch. Sportdirektor Jörg Schmadtke sieht keine Nachwirkungen: „Die Sache ist für uns erledigt.“

Aus der Mannschaft war kein böses Wort, sondern Verständnis für Hecking zu hören. Das Problem sind die Krachmacher-Fans auf dem Tivoli. „Wir müssen die Ruhe bewahren“, sagt Hecking. Eine Forderung, die er vor allem an sich selbst richten kann.

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