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Donnerstag, 8. Februar 2007, 19:05

Eurosport: Enke: "Nächsten Schritt machen"

Im Exklusiv-Interview verrät Hannover-Keeper Robert Enke die Gründe für den 96-Höhenflug und spricht über seine Perspektiven im DFB-Team.

Gestern hat die Nationalmannschaft 3:1 gegen die Schweiz gewonnen, nach zuletzt zwei Berufungen waren sie dieses Mal mit der Rückkehr von Jens Lehmann nicht dabei. Kam da vor dem Fernseher ein wenig Wehmut auf?

Enke: Es war ja vorgesehen, dass dieses Mal wieder Jens Lehmann und Timo Hildebrand dabei sind. Ende März gibt es wieder einen Doppelspieltag der Nationalmannschaft und da hab ich vielleicht wieder die Möglichkeit, dabei zu sein.

Unter den Bundesliga-Profis gelten Sie seit Jahren als bester deutscher Torwart hinter Lehmann und werden als legitimer Stellvertreter eingestuft. Jogi Löw sieht das offenbar noch anders und setzt weiter auf Hildebrand. Sind Sie darüber enttäuscht?

Enke: Nein, ich bin überhaupt nicht enttäuscht. Ich war jetzt gerade zwei Mal dabei - in den Spielen in Georgien und auf Zypern. Bei der WM war ich auf Abruf nominiert. Deswegen bin ich mit der Entwicklung durchaus zufrieden. Das war jetzt ein Länderspiel, bei dem ich nicht dabei war, das ist kein Problem.

Jens Lehmann wird nach der Euro 2008 wohl seine Nationalmannschafts-Karriere beenden. Beschäftigen Sie sich bereits mit dem Gedanken, wer ihn als Nummer eins beerben wird?

Enke: Also erst einmal sehe ich das noch nicht so, weil Jens Lehmann zuletzt in einem Interview gesagt hat, dass er sich noch nicht sicher ist, ob er dann tatsächlich in der Nationalmannschaft aufhört. Zudem sind es bis zur EM noch anderthalb Jahre. Deshalb ist das für mich im Moment überhaupt keine Überlegung wert.

Ein wichtiges Argument in der Torwart-Frage könnten internationale Auftritte sein. Sie haben in Hannover bis 2010 verlängert und damit wohl auf eine dauerhafte Teilnahme im Europapokal verzichtet. Ein Wettbewerbsnachteil?

Enke: Warum habe ich mit meiner Unterschrift bei 96 darauf verzichtet?

Es ist nicht zwingend davon auszugehen, dass Hannover in Zukunft dauerhaft im Europapokal dabei ist&hellip

Enke: Und bei welchem Club ist man dauerhaft im Europapokal dabei? Da fallen mir nur drei Vereine ein, und von denen hatte ich kein Angebot. Das sind Bayern, Bremen und Schalke. Bei allen anderen Vereinen sehe ich das weniger so. Und unsere Entwicklung ist ja auch durchaus positiv. Die ersten Spiele nach der Rückrunde haben mich in meiner Entscheidung für 96 durchaus bestätigt.

Zwei hohe Siege in Folge - wo liegen die Gründe für das derzeitige Hoch?

Enke: Wir haben nicht nur bei diesen beiden Siegen gut gespielt, selbst in Bremen (0:3, die Red.) haben wir ein gutes Spiel gemacht. Ich sehe die Gründe vor allem in der Vorbereitung. In der Hinrunde sind Dieter Hecking und Dirk Bremser ja praktisch von heute auf morgen eingestiegen. Jetzt hatten sie Zeit, intensiv an der Mannschaft zu arbeiten. Die Automatismen greifen jetzt und das zahlt sich dann aus. Nach dem schlechten Saisonstart mit null Punkten aus drei Spielen ist jetzt der achte Platz mit 26 Punkten aller Ehren wert.

Mit einem Sieg im Niedersachsen-Derby gegen Wolfsburg könnte unter Umständen der fünfte Platz in Sichtweite kommen. Reifen schon internationale Träume in Hannover?

Enke: Über die Bundesliga wird es relativ schwierig werden, sich für den internationalen Wettbewerb zu qualifizieren. Aber wir sind ja auch noch im Pokal dabei. Und eine Endspielteilnahme kann ja auch schon für die Europapokal-Teilnahme reichen. Allerdings wissen wir aus der Vergangenheit, dass wir den nächsten Schritt nicht gemacht haben, wenn wir auf einem guten Weg waren. Daran gilt es zu arbeiten. Ich bin aber sehr zuversichtlich, dass mir mit dem neuen Trainer nicht den Einbruch bekommen, den wir letztes Jahr hatten.

Wie sehen langfristig die Perspektiven für 96 aus?

Enke: In den letzten Monaten wurde intensiv an der Basis gearbeitet. Angefangen mit dem neuen Trainer-Team, dazu kam mit Christian Hochstätter ein neuer Sportchef und ein neuer Verwaltungschef wurde eingestellt. Also da tut sich schon einiges. Wir haben ein hervorragendes Stadion und ein sehr großes Einzugsgebiet. Wir sind seit fünf Jahren wieder in der Bundesliga und sind - zumindest seit ich da bin - nicht ernsthaft in Abstiegsgefahr geraten. Jetzt geht es darum, den nächsten Schritt zu machen und sich im vorderen Mittelfeld zu etablieren. Ich sehe dafür mittel- und langfristig sehr gute Möglichkeiten.
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