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Montag, 26. Februar 2007, 21:43

HAZ: Der andächtige Herr Meyer

Der andächtige Herr Meyer

Nürnbergs Trainer lobt die 96er in den höchsten Tönen
Neue Chance für Torwart Daniel Klewer?


Von Jürgen Schott

Nürnberg. Wenn die Mannschaft das Ende ihrer Bundesliga-Erfolgsserie so gut verdaut hat wie ihr Trainer, dann dürfte der 1. FC Nürnberg heute passable Chancen besitzen, unter die letzten vier im DFB-Pokal zu kommen. Hans Meyer jedenfalls war schon 20 Stunden nach der 1:2-Niederlage in Mainz so gut drauf, wie man ihn kennt. Er präsentierte sich als locker-flockiger Analytiker, für den nach der ersten Niederlage nach elf Punktspielen die Welt nicht gleich untergeht.
Meyer gilt als spezieller Typ. In einem aber unterscheidet sich der 64-Jährige nicht von seinen Fußballkollegen: Wenn die Rede darauf kommt, der nächste Gegner sei immer der schwerste. Nürnbergs Coach überhäufte Hannover 96 derart mit Komplimenten, dass die „Roten“ Mühe haben dürften, den Ballast heute abzuwerfen. Erst habe 96 Hertha BSC mit 5:0 weggehauen, dann in Aachen mit 4:1 gewonnen, habe mit viel Pech 2:2 gegen Wolfsburg gespielt, das 1:0 gegen Leverkusen sei dem Spielverlauf nach ein klarer Erfolg gewesen, und dann habe 96 noch Dortmund geputzt: „Das ist eine richtig gute Mannschaft – spielerisch besser, als man sie nach dem Namen einschätzt.“
Aufgrund dieser schon ehrfurchtsvollen Aufzählung müssten seine Spieler eigentlich mutlos werden. Doch der gebürtige Thüringer, der mit 96-Manager Christian Hochstätter einem alten Bekannten aus Mönchengladbacher Tagen begegnet, steuert gegen: „Das alles heißt doch nicht, dass 96 als Favorit in diese Begegnung geht. Das Spiel ist in einer unglaublichen Art und Weise offen.“
Offen ist auch, wen der „Club“ aufstellen kann. Pechvogel Markus Schroth musste sich als Folge eines Kopfballduells mit einem Mainzer Kontrahenten das Nasenbein richten lassen. „Wenn er sich nicht an Kopfbälle traut, bringe ich ihn nicht von Anfang an“, sagt Meyer. Fraglich ist auch, ob der angeschlagene Javier Pinola auflaufen kann.
Auch um die Psyche einiger Nürnberger scheint es nicht zum Besten bestellt. Verteidiger Michael Beauchamp offenbarte in Mainz etliche Schwächen – sein Trainer kündigte an, genau darauf zu achten, wie „unser australischer Freund“ die Fehler verarbeitet. Auch Abwehrspieler Andreas Wolf erlebte in Mainz in der 1. Halbzeit ein kleines Waterloo. Und es gibt noch die Torwart-Frage. Nicht dass Raphael Schäfer infrage stünde, doch Ersatzkeeper Daniel Klewer brachte den „Club“ mit drei parierten Schüssen beim Elfmeter-Sieg gegen Unterhaching erst ins Viertelfinale.
Den 29-Jährigen deshalb aus reiner Dankbarkeit zu nominieren – so einfach macht es sich der Nürnberger Trainer nicht; Meyer äußert sich dazu in seiner bekannten süffisanten Art: „Ich tausche den Torwart, und wir verlieren – dann haben beide, Meyer und Klewer, die Brille auf.“ Andererseits: Schäfer, der ehemalige 96er, wechselt im Sommer zum VfB Stuttgart, Klewer könnte dann zur Nummer 1 aufrücken und heute in einem wichtigen Spiel schon mal sein Potenzial zeigen. Das wäre nicht das einzige Argument: Im letzten Bundesligaspiel vor der Winterpause kam Klewer nach 30 Minuten für den verletzten Schäfer, und der 1. FC Nürnberg machte aus einem 0:1 ein 3:1. Damals hieß der Gegner Hannover 96 …
Darauf, dass das Zuschauerinteresse in Nürnberg am heutigen Spiel mäßig ist, hat sich Meyer auch schon seinen Reim gemacht. „Vielleicht kommen ja mehr, wenn wir sie am finanziellen Gewinn beteiligen“, sagte er. Ein Spruch, der auch zeigt: Das 1:2 von Mainz liegt nicht mehr im Magen. Immer schön locker bleiben.
True Warriors are Humble Men

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