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Montag, 26. Februar 2007, 21:44

HAZ: Abkürzung in Richtung Europa

Abkürzung in Richtung Europa

Das heutige Pokalspiel in Nürnberg ist für Hannover 96 die Chance, schnell ans große Ziel zu kommen

Von Norbert Fettback

Hannover. Auch Jörg Sievers spielte eine Rolle, als Dieter Hecking gestern nach seiner Aufstellung für das Viertelfinalspiel im DFB-Vereinspokalwettbewerb beim 1. FC Nürnberg gefragt wurde. „Der Jörg wird nicht im Tor stehen“, sagte der 96-Trainer und lächelte dabei entspannt. Es ging gerade um Elfmeter, die bei unentschiedenem Ausgang heute Abend nach 120 Minuten über Sieg und Niederlage entscheiden würden. Sievers hatte 1992, im erfolgreichsten Pokaljahr der „Roten“, bewiesen, dass er sich sowohl aufs Halten als auch aufs Verwandeln von Elfmetern versteht. Gegen Werder Bremen traf er im Halbfinale vom Punkt, gegen Borussia Mönchengladbach hielt er im Endspiel zweimal bravourös – und so wurde 96 in Berlin Pokalsieger.
Die Geschichte hat inzwischen schon etwas Staub angesetzt. Sievers, mittlerweile 41, ist seit 2003 Torwarttrainer bei 96, und er dürfte es auch als ein kleines Ergebnis seiner Arbeit ansehen, wenn sein Klub nach 15 Jahren das nächste Erfolgskapitel im DFB-Pokal aufschlagen würde. Drei Siege trennen 96 noch davon, das sind nicht gerade Welten. Und so mancher vermeintliche Favorit hat sich längst aus diesem Wettbewerb verabschiedet, was die Sache auch nicht unbedingt komplizierter macht.
Dass 96 bei der Auslosung den 1. FC Nürnberg – und das auch noch auswärts – serviert bekommen hat, hält Hecking unter diesem Blickwinkel für „das schwerste Los“. Trotzdem sieht der 96-Trainer der heutigen Aufgabe ungewohnt locker entgegen. „Man muss gar nicht groß herumreden“, sagt er, „wir wollen weiterkommen. Egal wie!“
Die allgemeine Euphorie, die sich in Hannover nach fünf Bundesligaspielen ohne Niederlage breit gemacht hat, scheint auch den eher sachlichen Trainer infiziert zu haben. „Wenn du so eine Chance hast, können wir nicht sagen, wir konzentrieren uns auf die Bundesliga“, sagt er. Eine neue Legende zu begründen, wie sie sich um Jörg Sievers rankt, dagegen hätte Hecking nichts einzuwenden.
Nach Gründen, um heute aufs Ganze zu gehen, muss nicht lange gesucht werden. Möglicherweise reicht der Einzug ins Pokalendspiel aus, um demnächst im UEFA-Pokal dabei zu sein. Sportliche Meriten, gestiegenes Renommee und ein schöner Zusatzverdienst für Spieler und Klub wären die Sahnehäubchen obendrauf.
Vorstandschef Martin Kind hat hochgerechnet, dass das Viertelfinale seinem Klub etwa eine halbe Million Euro einbringt. Gut die Hälfte davon würde die Mannschaft als Erfolgsprämie für den Sprung unter die letzten vier kassieren, so ist es vereinbart. Für den Bundesligaverein würde immer noch genug hängen bleiben, und das nicht nur in finanzieller Hinsicht. Das Weiterkommen wäre auch ein zusätzliches Signal für die Aufbruchstimmung in Hannover, für die Klubchef Kind das „Selbstbewusstsein der Mannschaft“ als einen wichtigen Grund ausgemacht hat. „Man spürt, dass sie ihre Chance nutzen will“, sagt er.
Und dazu soll es heute nicht unbedingt vieler Versuche vom Elfmeterpunkt bedürfen. Hecking hätte nichts dagegen, die Angelegenheit in 90 Minuten erledigt zu haben. Er hat bislang auch darauf verzichtet, für den Fall der Fälle Schützen auszuwählen und Schüsse vom Punkt zu trainieren. Kann bei so viel Selbstvertrauen noch etwas schiefgehen?

http://www.haz.de/sport/295106.html
True Warriors are Humble Men

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