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Mittwoch, 28. Februar 2007, 06:59

HAZ: Aus der Traum: 96 scheitert vom Elfmeterpunkt

Aus der Traum: 96 scheitert vom Elfmeterpunkt

Von Heiko Rehberg

Nürnberg. Um 21.37 Uhr war der Pokaltraum ausgeträumt. Als Jiri Stajner zum Elfmeter anlief, war klar: Er muss treffen, sonst ist Hannover 96 draußen. Doch Stajner scheiterte an Nürnbergs eingewechseltem Torwart Daniel Klewer – und die „Roten“ mussten sich auf die denkbar unglücklichste Art und Weise aus dem DFB-Pokalwettbewerb verabschieden: 2:4 im Elfmeterschießen gegen den 1. FC Nürnberg, Endstation Viertelfinale.

Schon relativ früh war gestern zu spüren: Das wird ein langer Pokalabend, ein Geduldsspiel für die Spieler und die 31 500 Zuschauer. Bereits nach einer halben Stunde wurden die ersten Wetten angeboten: Wetten, dass es Verlängerung gibt? Gab es – und als Zugabe ein Elfmeterschießen.
120 Minuten lang konnte sich keine Mannschaft einen entscheidenden Vorteil verschaffen. Dabei hätten sich die Hannoveraner schon frühzeitig das Leben leichter machen können, doch der ansonsten starke Frank Fahrenhorst vergab eine große Doppelchance. In der 5. Minute scheiterte er erst mit dem Kopf; als ihm der Ball wieder vor die Füße fiel, schob er ihn aus drei Metern in die Arme von Nürnbergs Torwart Raphael Schäfer. Das hätte das 1:0 sein können, nein müssen.

Nach gutem Beginn ließ sich 96 (in der Startformation mit Silvio Schröter für Jan Rosenthal) mehr in die Defensive drängen, ohne aber in große Schwierigkeiten zu geraten. Lediglich Iwan Saenko konnte sich zweimal gut in Szene setzen, bei seinen Distanzschüssen (31. und 38. Minute) reagierte Torwart Robert Enke auf dem nassen Rasen jedoch erstklassig. Ansonsten verlief die 1. Halbzeit nach dem immer gleichen Muster: Bei beiden Teams lief der Ball ganz ordentlich durch die Reihen, der entscheidende Pass landete jedoch meist beim Gegner.

Nach der Pause änderte sich daran nicht viel. Die Begegnung lebte mehr von der Spannung als von ihrer Klasse, Torchancen hatten weiter Seltenheitswert. Die „Roten“ mussten zweimal umstellen, für den schwachen Chavdar Yankov kam Jan Rosenthal, für den angeschlagenen Michael Tarnat rückte Sören Halfar nach hinten links. Die Mannschaft blieb vorsichtig, stand in der Defensive ordentlich und riskierte vorne nicht allzu viel.

Das hätte sich in der 83. Minute fast gerächt, doch 96-Torwart Enke gewann auch das dritte Duell gegen Nürnbergs Saenko, der frei vor ihm aufgetaucht war. 96-Chancen in der 2. Halbzeit? Gab es bis auf eine für Rosenthal (85.) nicht.

Von der Verlängerung wird heute keine Rede mehr sein, auf beiden Seiten tat sich bis auf ein kurioses, zu Recht nicht anerkanntes Einwurf-Tor von Hanno Balitsch (115., der Ball wurde von niemandem mehr berührt) nicht mehr viel. Das sollte sich im Elfmeterschießen ändern …

Aus dem Geduldsspiel wurde jetzt ein Nervenspiel, für das Nürnberg – das nächste Kuriosum – den Torwart wechselte (Klewer kam in der 119. Minute für Schäfer). Es war der entscheidende Coup: Klewer hielt die Elfmeter von Schröter und Stajner, Enke dagegen wurde von Jawhar Mnari, Javier Pinola, Jan Polak und Dominik Reinhardt verladen.

Schröter und Stajner vergeben – dank Torwart Klewer hält Nürnberg Kurs aufs Pokalfinale.

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