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Sonntag, 15. April 2007, 21:42

HAZ: Klarheit für die „Blauen“

Klarheit für die „Blauen“

Nach dem 0:1 gegen die 96-Amateure können beim SV Arminia die Planungen für die 5. Liga beginnen

Hannover (kös). Das zarte Pflänzchen Hoffnung im Kampf um den Klassenerhalt in der Fußball-Oberliga Nord, das von den treuen Anhängern Arminia Hannovers noch gepflegt wurde, ließ gestern den Kopf hängen. Im Lokalderby setzten sich die Amateure von Hannover 96 mit 1:0 bei den „Blauen“ durch. Nach dieser Niederlage dürfen auch die größten Optimisten in Bischofshol den Rechenschieber einpacken, und bei Arminia können die Vorbereitungen auf die Niedersachsenliga endgültig beginnen.

Diese Niederlage vor 800 Zuschauern im Rudolf-Kalweit-Stadion hatte Parallelen zu vielen anderen, die die Mannschaft von Trainer Hilger Wirtz in dieser Spielzeit schon hinnehmen musste. Nur 21 Treffer haben seine Akteure in bisher 28 Begegnungen erzielt; einzig der VfL 93 Hamburg ist mit 17 Toren noch ungefährlicher. Die „Blauen“ schaffen es immer wieder nicht, ihre guten Möglichkeiten, von denen es gestern drei gab, in Zählbares umzumünzen.

Dame Diouf scheiterte in der 8. Minute nach einem Eckball von Abit Jusufi per Kopf aus kurzer Distanz an 96-Keeper Morten Jensen. Sechs Minuten später stellten sich die Arminen selber ins Abseits, als Jusufi, der freie Bahn aufs 96-Tor gehabt hätte, auf Andrew Barisic abspielte. In der 19. Minute knallte Barisic eine genau gezirkelte Flanke von Malek Barudi über das 96-Gehäuse. „Wenn wir da die Führung erzielt hätten, hätte 96 aufmachen müssen, und wir hätten Räume bekommen“, sagte Trainer Wirtz.

Diese Räume bekam seine Mannschaft nicht, denn nach der Pause besannen sich die „Roten“ auf ihre fußballerischen Fähigkeiten. Nun lief der Ball gekonnt durch ihre Reihen, und sie erspielten sich Chancen etwa durch Ferhat Bikmaz (46.), Yunus Karayün (49.) oder den guten Fabian Montabell (54.), der von morgen an bei den Erstligaprofis mittrainieren wird, was zuletzt nur sporadisch der Fall war. Da war es für die Gastgeber schon fast tragisch, dass der Siegtreffer durch den vorher eingewechselten Adrian Wagner (65.) aus 16 Metern nicht unhaltbar schien. Trotzdem war es aufgrund der Steigerung der Erstligatalente in der 2. Halbzeit, auch wenn der Aufschwung nur 25 Minuten anhielt, ein verdienter Sieg. „Wir wären in der nächsten Spielzeit lieber weiter hierhergekommen“, sagte 96-Trainer Jürgen Willmann nach dem Abpfiff fast entschuldigend.

So aber sind sportlich die Weichen bei den „Blauen“ gestellt. Wie es insgesamt beim Traditionsverein weitergehen wird, wird sich heute von 19 Uhr an bei der Mitgliederversammlung zeigen. Da ist die wirtschaftliche und sportliche Zukunft des Klubs mit Sicherheit ein Thema.

SV Arminia: Dlugaiczyk – Doll, Diouf, Krause, Preuß – Barudi, Jescheniak, Nachtwey (79. Garcia-Condé), Harms (72. Beise) – Jusufi, Barisic (72. Tasdelen).
96-Amateure: Jensen – Hahne, Marheineke, Willers, Halfar – Karayün (80. Schiermeister), Schulz, Carolus (60. Wagner) – Bikmaz (86. Ibanez) – Montabell, Stachnik.
Pyro gehört ins Stadion und nicht auf die Straße!

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