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Sonntag, 29. April 2007, 22:32

HAZ: Die Wunschspieler

Die Wunschspieler

Die 96-Torschützen Arnold Bruggink und Chavdar Yankov kommen immer besser in Form

Von Christian Purbs
Mainz. Wie so oft in den vergangenen Wochen hatte Arnold Bruggink auch am Sonnabend die passende Antwort parat. Nach einer Trainingseinheit in der vergangenen Woche hatte 96-Trainer Dieter Hecking seinen Wunschspieler als „eine Mischung aus Yankov und Bruggink“ beschrieben. Dass Hecking auch ganz gut ohne so einen Mittelfeld-Mischling auskommen kann, machten Chavdar Yankov und Bruggink beim 2:1-Sieg in Mainz deutlich, zu dem sie jeweils einen Treffer beisteuerten. „Zum Glück hat man aus uns nicht einen Spieler gemacht, sonst hätten wir ein Tor weniger geschossen“, sagte der Niederländer mit einem Grinsen.
Mit guten Leistungen und fünf Bundesliga-Toren, alle erzielt in der Rückrunde, beantwortet der 29-Jährige von Spiel zu Spiel all die unangenehmen Fragen nach seinen Qualitäten, die zu Beginn der Saison immer wieder gestellt wurden. „Es läuft jetzt immer besser, da kommen die Tore auch automatisch“, sagte Bruggink. Treffer wie das 1:0 in der 26. Minute, das Steve Cherundolo mit einem Rückpass von der Außenlinie herrlich vorbereitete. „Ich habe gehofft, dass er mich sieht. Aber ich habe nicht gerufen, weil ich keine Luft mehr hatte.“
Wie schon gegen Mönchengladbach profitierten die „Roten“ auch gegen den FSV Mainz 05 von seiner Torgefährlichkeit und seiner Übersicht. Im Gegensatz zur vielen Spielen in der Hinserie, als man oftmals erst bei seiner Auswechslung merkte, dass Bruggink überhaupt mitgespielt hatte, laufen nun die meisten Angriffe über ihn. Er ist Anspielstation, Regisseur und Vollstrecker, er ist einfach gut in Form. Auch wenn in Mainz immer noch zu viele Zweikämpfe verloren gingen und mancher Pass beim Gegner landete, überwiegt das Positive längst seine Defizite.
Und Bruggink ist keiner, der sich mit dem Erreichten zufrieden gibt. „Unser erstes Ziel haben wir erreicht. Jetzt geht es darum, den UI-Cup zu schaffen“, sagte der Niederländer, der trotz des Erfolges in Mainz nicht absolut zufrieden war. „In der letzten halben Stunde hatten wir viel Raum. Da waren wir zu unruhig und haben zu viele Fehler gemacht. Das hätten wir besser ausspielen müssen.“
In dieser Phase ließ auch einer nach, der bis dahin so ruhig und abgeklärt gespielt hatte, dass die Mainzer schon gar nicht mehr versuchten, ihm den Ball abzuluchsen. Chavdar Yankov bot im defensiven Mittelfeld eine erstklassige Vorstellung. Dass der Mainzer Trainer Jürgen Klopp nach dem Abpfiff Hannover die „reifere Spielanlage“ bescheinigte, war auch ein Verdienst des Bulgaren. Auch unter Bedrängnis bewahrte er kühlen Kopf und verteilte die Bälle ein ums andere Mal klug auf seine Mitspieler. Und auch den immer wieder von Trainer Hecking geforderten „Zug zum Tor“ zeigte der 23-Jährige. Eine Großchance von Jan Rosenthal bereitete er mit vor (49.), eine Minute später revanchierte sich Rosenthal und bediente Yankov mit einem Traumpass. Der Bulgare behielt die Nerven und schob den Ball an Torwart Christian Wetklo vorbei zum 2:0 ins Netz.
Nicht nur mit diesem Tor machte der 23-Jährige, dessen Ausleihvertrag zum Saisonende ausläuft, Werbung in eigener Sache. Immer noch verhandeln die „Roten“ und Slavia Sofia, der Heimatklub von Yankov, über die Zukunft des Nationalspielers. 96 will Yankov für eine Ablöse von einer Million Euro verpflichten, der Mittelfeldspieler soll einen Vierjahresvertrag erhalten. Mit dem endgültigen Klassenerhalt erfüllte 96 eine Voraussetzung für den Transfer, sodass dieser nun zügig abgewickelt werden könnte. „Ich gehe seit Wochen davon aus, dass wir bei Chavdar zum Abschluss kommen“, sagte Hecking am Sonnabend. Und das ist sicherlich mehr als ein frommer Wunsch.

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