Du bist nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Hannover 96 Forum. Falls dies dein erster Besuch auf dieser Seite ist, lies bitte die Hilfe durch. Dort wird dir die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus solltest du dich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutze das Registrierungsformular, um dich zu registrieren oder informiere dich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls du dich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert hast, kannst du dich hier anmelden.

Registrierungsdatum: 22. April 2006

Wohnort: Schaumburger Land

  • Private Nachricht senden

1

Donnerstag, 26. Juli 2007, 22:46

NP: Rosenthal zeigt es allen

Da war er wieder, der Jan Rosenthal, wie man ihn kennen und schätzen gelernt hat. Der Fußballspieler, der Spaß macht und Spaß hat. „Rosi“ spielte im Testspiel gegen den 1. FC Köln (3:1) herzerfrischend, dribbelte die Linie entlang, grätschte, flankte, schoss. Je stärker der Kärntener Regen prasselte, desto mehr legte der 96-Profi zu. In diesen 73 Minuten in Velden widerlegte er alles, was in den vergangenen Wochen über ihn geschrieben und gesprochen wurde. Von wegen, er sei weit weg von einem Stammplatz!

Rosenthal ist froh, dass das Gerede von einer Krise erst einmal verstummen wird. „Ich bin in keinem Loch“, sagt der 21-Jährige, „für mich ist die ganze Situation durchaus plausibel.“ Aufgrund der Operation eines Kahnbeinbruchs musste seine Hand sechs Wochen lang ruhiggestellt werden, noch heute spielt und trainiert Rosenthal mit einer schützenden Manschette. „Dadurch hatte ich keine richtige Sommerpause und musste und muss körperlich noch einiges aufholen“, sagt er.

Das ist sicherlich ein Grund, vielleicht sogar der Hauptgrund, warum er einiges schuldig blieb. Wer den jungen Schlaks in den ersten Wochen der Vorbereitung genauer beobachtete, der stellte fest: Das ist nicht der Rosenthal der Vorsaison, der mit seiner Unbekümmertheit die Bundesliga im Sturm eroberte. Der sensible Mittelfeldspieler schlich oft mit hängendem Kopf über den Trainingsplatz, wirkte verunsichert, und Dribblings, die er normalerweise im Schlaf beherrscht und gewinnt, gingen daneben. Die Körpersprache war eindeutig.
Hinzu kam: Von Trainern und Mitspielern gibt es inzwischen lautstarke Kritik, wenn ihm ein Ball verspringt oder er nicht bei der Sache ist.

Das ist Neuland für den jungen Profi: Der Welpenschutz gilt nicht mehr. Rosenthal wird nicht mehr wie ein Nachwuchsspieler behandelt, der ständig gelobt und angetrieben wird. Die Ansprüche an ihn sind deutlich gestiegen; und er hat plötzlich – im Gegensatz zum Vorjahr, als ihn niemand so richtig auf der Rechnung hatte – etwas zu verlieren. Im Fußball spricht man hier oft vom „verflixten zweiten Jahr“ – man muss das Erreichte bestätigen. Und das ist schwer.

Rosenthal ist nach eigener Aussage vorbereitet auf diese Situation. Er gesteht aber, dass ihn das Ganze doch sehr beschäftigt und eventuell sogar ein wenig hemmt. „Ich sollte vielleicht nicht so viel darüber nachdenken“, sagt der 21-Jährige. „Der Junge grübelt zu viel“, merkt 96-Trainer Dieter Hecking an.

Rosenthal hat sich vorgenommen, noch mehr dagegen anzukämpfen. Das Trainingslager hat er als ideale Plattform dafür erkannt. Und er setzt sein Vorhaben um. Der „U 21“-Nationalspieler wirkt entschlossener, sein Formanstieg ist deutlich spürbar. In jeder Trainingseinheit wächst sein Selbstvertrauen, auch wenn es immer wieder Phasen gibt, in denen der sensible Dribbler resigniert über den Trainingsplatz von Velden schleicht.

Aber am Dienstagabend gegen Köln, da war er endlich wieder der Alte. „Vielleicht war diese Leistung die Initialzündung, die ich gebraucht habe“, sagt Rosenthal. Er weiß, dass er diese Leistung stabilisieren muss – nur sollte er nicht allzu viel darüber grübeln, sondern einfach nur an sich glauben.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »de Guzman« (26. Juli 2007, 22:46)


Thema bewerten