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Freitag, 27. Juli 2007, 16:48

HAZ: Der Wirbelwind macht Spaß

Neuzugang Gaetan Krebs kämpft um einen Platz im 96-Team / Szabolcs Huszti soll für den Franzosen Vorbild sein

Die Verwechslungsgefahr ist groß. Gerade von Weitem, da muss man ganz genau hinsehen, um sie zu unterscheiden. Gaetan Krebs, von Racing Straßburg über den Umweg Siegen zu den "Roten" gekommen, ähnelt dem Ungarn Szabolcs Huszti sehr. Beide haben lange Haare, sind klein und schmächtig - und beide können klasse mit dem Ball umgehen. Wobei Krebs bereits vor dem Saisonstart einen Ligarekord inne hatte: Mit nur 62 Kilogramm bei 1,65 Meter Größe ist der Franzose der kleinste Bundesligaprofi.

"Das ist kein Problem", sagt der 21-Jährige, "ich war schon in den Jugendmannschaften immer der Kleinste, daran habe ich mich gewöhnt. Und dadurch habe ich gelernt, mich durchzusetzen." Durchsetzen, das will er sich auch in Hannover - und zwar möglichst schnell. Dass er den Sprung in die 1. Mannschaft vielleicht nicht auf Anhieb schaffen wird, das ist ihm bewusst. "Natürlich muss ich die Bundesliga erst kennen lernen, mich an das hohe Tempo gewöhnen", sagt er. Darum gesteht sich "Dieter", wie ihn seine Siegener Mitspieler in Anlehnung an den verstorbenen Schauspieler und Namensvetter, Dieter Krebs, riefen, auch eine Lernphase zu. Aber zu lange dürfe diese nicht dauern. "Ich bin kein geduldiger Mensch", sagt er in erstaunlich gutem Deutsch.

Sein Trainer macht ihm Mut. "Gaetan hat eine gute Ausbildung in Frankreich genossen", sagt Dieter Hecking. "Er ist ein guter Fußballer, muss aber auch an seinen Schwächen arbeiten."

Als Vorbild soll ihm auf diesem Weg der Spieler dienen, der ihm so ähnlich sieht. "Gaetan muss zielstrebiger werden, die 1:1-Situationen suchen, schneller zum Torabschluss kommen", sagt Hecking, "so wie Szabolcs Huszti." Der Trainer ist davon überzeugt, dass Krebs diese Vorgaben schnell umsetzt. "Der Junge macht mir viel Spaß", sagt der 42-Jährige, "den kann ich bald in die Bundesliga reinwerfen, und dann werden wir viel Freude haben."

Krebs strahlt, als er das hört, weiß aber auch, dass diese Aussagen neben allem Lob auch eine Verpflichtung für ihn ist. "Ich werde alls dafür tun, um bereit zu sein, wenn ich spielen darf", sagt er.

Was in ihm steckt, das zeigt er täglich beim Training, und das hat er auch im vergangenen Jahr beim Regionalligisten Sportfreunde Siegen gezeigt. Dorthin war er von RC Straßburg ausgeliehen, wo ihn der damalige Trainer Jean-Pierre Papin nicht mehr wollte.

Als Mittelfeldspieler erzielte Krebs zwölf Treffer. "Ich bin aber kein Torjäger", sagt der Elsässer - auch wenn ein Starstürmer sein großes Vorbild ist - Landsmann David Trezeguet von Juventus Turin.

Krebs' Lieblingsposition aber ist eine andere: Die Spielmacherrolle, die ein anderer Landsmann von ihm, Zinedine Zidane, in Perfektion ausgefüllt hat. "Auf der 10 zu spielen, das ist schon mein Traum. Ich kann aber auch auf der rechten und linken Seite spielen", sagt Krebs.

Die Konkurrenz ist bei den "Roten" auf allen drei Positionen groß. Das stört den kleinen Wirbelwind aber nicht. "Das wusste ich vorher", sagt er entschlossen, "ich habe gelernt mich durchzusetzen."

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