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Donnerstag, 13. Dezember 2007, 01:00

HAZ: Freispruch für Thomas Brdaric

Freispruch für Thomas Brdaric

Landgericht hebt Urteil des Amtsgerichts auf
Richter: Keine Nötigung durch Fußballprofi


Von Hans-Peter Wiechers

Thomas Brdaric ist gestern von der 6. Kleinen Strafkammer des Landgerichtes freigesprochen worden. Das Urteil des Amtsgerichtes, wonach der verletzte Bundesligastürmer wegen Nötigung im Straßenverkehr 20 000 Euro zahlen sollte, wurde aufgehoben. Die Gerichtskosten, die durch den Stürmer von Hannover 96 entstanden sind, begleicht der Steuerzahler.
Als Richter Erhard Lüken gestern sein Urteil verkündet hatte, fiel der Bundesligaprofi seinem Verteidiger Götz von Fromberg um den Hals und ließ es sich anschließend nicht nehmen, dem gerade von einer Gallenoperation genesenen Rechtsanwalt die Aktentasche bis zum Auto zu tragen. Der Stürmer wusste ganz genau, wem er das Urteil zu verdanken hatte. Die Fromberg-Taktik „Zugeben, was unbestreitbar ist, bescheiden auftreten und Reue zeigen“ erwies sich als durchaus einträglich. Immerhin 20 000 Euro Strafe wurden damit eingespart.
Brdaric entschuldigte sich gleich zu Prozessbeginn für sein Vordrängeln an der Kreuzung neben dem Alten Rathaus: „Das war dumm von mir. So etwas tut man nicht. Ich habe daraus gelernt.“ In der Verhandlung vor dem Amtsgericht hatte er die Richterin noch mit einem schnoddrigen „Das machen da doch alle“ gegen sich aufgebracht. Das Drängeln und falsche Einordnen wurden als Ordnungswidrigkeit gewertet und waren mit zehn Euro aus der Welt geschafft. Mehr Fehlverhalten war dem Fußballer nach Meinung des Gerichtes nicht vorzuwerfen.
Staatsanwalt Paul Behne ist dagegen sicher, dass Brdaric seinen Kontrahenten Mehmet-Ugur Ö. anschließend auf der Marktstraße ausgebremst und damit genötigt hat. Somit hätte er eine Strafe von 20 Tagessätzen von jeweils 745 Euro verdient. Ö. wiederum sollte nach Auffassung des Anklägers sogar 40 Tagessätze (à 65 Euro) zahlen, weil er sich grob verkehrswidrig und rücksichtslos verhalten hatte, als er Brdaric auf der Marktstraße überholte. Auch das war Richter Erhard Lüken zu viel. 35 Euro für falsches Überholen seien Strafe genug, sagte er in seiner Urteilsbegründung.
Die 6. Kleine Strafkammer hob so aber auch den Freispruch von Mehmet-Ugur Ö. aus dem Urteil der ersten Instanz auf. Der Türke muss im Gegensatz zu Brdaric damit seinen Teil der Gerichtskosten selbst begleichen.
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