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Donnerstag, 13. Dezember 2007, 17:20

sport1: Die Roten sind keine grauen Mäuse mehr

Hannover/Cottbus - Hannover 96 bläst zum Abschluss der Hinrunde zur Rekordjagd.

Mit einem Sieg beim Tabellenletzten Energie Cottbus am Freitagabend (ab 20 Uhr LIVE) könnten 30 Punkte auf dem Konto der Niedersachsen stehen.
Eine solche Bilanz hatte Hannover noch nie zur Halbzeit einer Bundesligasaison.
Und die Mannschaft von Trainer Dieter Hecking klopft mit Nachdruck an die Tür zum internationalen Geschäft. Die Roten sind keine grauen Mäuse mehr.

Hecking will mehr

"Wir wollen den guten Lauf, den wir gegen Werder Bremen gehabt haben, mitnehmen. Und auch ein gutes Ergebnis holen, damit wir schön Weihnachten feiern können", sagte Routinier Michael Tarnat zu Sport1.de.
Damit liegt Tarnat, der seinen Vertrag noch einmal um ein Jahr bis 2009 verlängert hat, auf einer Wellenlänge mit seinem Trainer.

"Wir wollen uns nicht auf unseren Lorbeeren ausruhen und möchten als Fünfter überwintern. Dann macht es im Urlaub noch mehr Spaß, auf die Tabelle zu schauen", sagte Hecking und unterstrich die hohen Ambitionen seines Klubs:
"30 Punkte wären eine gute Ausgangsposition für den schweren Rückrundenstart. Und vielleicht können wir dann noch weiter nach vorn stoßen."

Kind will Investoren locken

Die Plätze "fünf bis zehn" hat 96-Boss Martin Kind als Saisonziel ausgegeben. In Zukunft wolle man sich dann im oberen Drittel der Tabelle etablieren.
Mittelmaß soll in Hannover der Vergangenheit angehören, eine glorreiche Zukunft möglichst schon in der Gegenwart beginnen. Dafür wird investiert.
Vor der Saison wurden für insgesamt sieben Millionen Euro Nationalstürmer Mike Hanke und Christian Schulz geholt, im Winter folgt in Valerien Ismael von Bayern München ein weiterer Hochkaräter.
Kind will zudem die 50+1-Regel der Deutschen Fußball Liga (DFL) kippen und den Weg für finanzkräftige Investoren frei machen.

Tarnat erwartet attraktives Spiel

Es bewegt sich etwas an der Leine. Dabei darf das Tagesgeschäft aber nicht in den Hintergrund rücken.
"Durch die guten Ergebnisse haben die Cottbuser natürlich Selbstvertrauen gewonnen und sie wollen gewinnen, um weiter an Platz 15 dran zu bleiben", warnt Michael Tarnat vor einem schwierigen Spiel: "Aber die Punkte sind für uns genauso wichtig wie für Cottbus. Es wird mit Sicherheit ein sehr gutes und attraktives Spiel."
Verzichten müssen die Niedersachsen in der Lausitz auf den verletzten Frank Fahrenhorst (Mittelhandbruch) und den gelbgesperrten Hanno Balitsch. Altin Lala (Adduktorenprobleme) ist zudem angeschlagen.

Energie um Schadensbegrenzung bemüht

Bei Energie scheint es nach einer total verkorksten Halbserie hingegen fast nur noch um Schadensbegrenzung zu gehen.
Aus den vergangenen beiden Partien gegen den Karlsruher SC (2:0) und beim Hamburger SV (0:0) holte man zwar vier Zähler, von einer breiten Brust ist man aber ebenso weit entfernt wie vom gesicherten Tabellenmittelfeld.

"Zunächst wollen wir gegen Hannover nicht verlieren", meinte Energie-Coach Bojan Prasnikar und gab sich entsprechend vorsichtig: "Wenn sich aber die Möglichkeit bietet, dann behalten wir die drei Punkte hier. Das wäre im Hinblick auf die Wochen bis zum Start der Rückrunde sehr gut."

Weg vom Abstiegsplatz?

Mit einem Sieg verließe Cottbus erstmals seit dem zweiten Spieltag wieder die Abstiegsränge - zumindest bis die Konkurrenz am Samstag nachziehen kann.
"Entscheidend ist nicht, dass wir zum Ende der Halbserie auf einem Nichtabstiegsplatz stehen. Sondern dass dies im Mai bei der Endabrechnung der Fall ist", erklärte Prasnikar.

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Mein Blut ist nicht rot,
weil ich ein Mensch bin,
sondern weil ich ein Roter bin.


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