Politischer Zoff-Thread oder so

  • Ich fand es ürbrigens nett, wie Frau vdL auf Herr Meuthen reagiert, und das sie froh sei, dass er sie nicht gewählt habe; ein kleines Lächeln hatte ich da.

    das war nicht nur nett, das war voll auf die Zwölf, sie hat den Meuthen da schön geplättet- ab jetzt hat sie bei mir einen Stein im Brett

    Wo kann man das nachsehen/lesen? Ich freue mich immer, wenn solche Vögel vorgeführt werden.

  • Mal ganz unabhängig von akk selbst, frage ich mich allerdings immer, was denn diese "Kompetenz in verteidigungspolitischen Fragen" eigentlich sein soll.

    Sollte man StaatssekretärIn gewesen sein, bevor man MinisterIn wird? Aufsichtsratsposten bei KMW? Einen Lehrgang besuchen? VerteidigungspolitischeR Sprecherin seiner Partei sein? (Ex-)Militär sein?

    Wie erlangt man diese Expertise denn?
    Oder ist es nicht doch wichtiger, organisieren und führen zu können?


    Und: Welche/r der VorgängerInnen Kramp-Karrenbauers hatte eigentlich diese Kompetenz? Doch auch keiner. Oder?


    Wie gesagt: Geht mir dabei nicht um AKK, von der ich grundsätzlich nicht viel halte.

  • Wenn man sich die Liste der Verteidigungsminister*innen anschaut, hatten früher ziemlich viele einen militärischen Hintergrund.

  • Was mich bei vdL nach wie vor irritiert, ist die Breitärschigkeit, mit der sie Berater geholt oder von mir aus auch nur nicht verhindert hat.

    Sie holt sich eine Staatssekretärin, mit Verbindungen zu McKinsey, wo auch ihr Sohn auf der Payroll steht und die Aufträge werden nicht mal richtig vergeben? Das ist entweder absolute Amateurscheiße oder aber völlig ignorante Gutsherrenart. Beides disqualifizierend für jedes höhere Amt.

    Ja, Vergaberecht, alles scheiße, ist wie Dienstreisen blablabla. Gibt trotzdem Leute die das können.

    Am Ende kann ja durchaus McKinsey Nutznießer sein, aber dann muss ich doch zumindest eine formal saubere Vergabe hindrehen.

    Wenigstens diesen Aufwand muss ich betreiben, um mich in meinem ureigensten Interesse - vorausgesetzt, mir ist nicht alles egal, weil ich mich für unangreifbar halte - nicht angreifbar zu machen.

    Wenn ich mir überlege, welchen Aufriss wir bei Vergaben betreiben, um etwaigen Prüfungen standzuhalten, damit niemand seinen Kopf hinhalten muss, ist das im Vergleich schon absurd.

  • Mal ganz unabhängig von akk selbst, frage ich mich allerdings immer, was denn diese "Kompetenz in verteidigungspolitischen Fragen" eigentlich sein soll.

    Sollte man StaatssekretärIn gewesen sein, bevor man MinisterIn wird? Aufsichtsratsposten bei KMW? Einen Lehrgang besuchen? VerteidigungspolitischeR Sprecherin seiner Partei sein? (Ex-)Militär sein?

    Wie erlangt man diese Expertise denn?
    Oder ist es nicht doch wichtiger, organisieren und führen zu können?

    Natürlich Führungskompetenz sehr wichtig. Aber meinst du/ihr allen Ernstes, dass Fachkompetenz völlig überflüssig ist ?

    Das bedeutet dann nämlich konsequenterweise, dass man als (hier Verteidigungsministerin) völlig abhängig ist von Beratern, die vorgeben, diese Kompetenz zu besitzen. Die Ministerin kann man mangels Kompetenz noch nicht einmal nachprüfen, ob der Berater diese Kompetenz hat oder nicht. Sie macht sich abhängig. Trägt aber die volle (politische) Verantwortung.

    Ist so. War schon immer so. Ist das deshalb zu akzeptieren bzw. gut ?


    Ich meine nicht, dass die Ministerin in diesem Fall wissen müßte, wie ein Panzer oder ein Helikopter funktioniert. Das muss nicht ins Detail gehen und selbstverständlich gehört zum Führen auch Delegation und Vertrauen in den Stab dazu. Aber bitte nicht soweit, dass Oberbefehlshaber der Bundeswehr noch noch eine Marionette ist.


    Ich denke, dass mit eine wenig mehr Fachkompetenz solche Sachen wie hier beschrieben Gewehre ungenau, nur vier "Eurofighter" einsatzbereit – die Baustellen der Bundeswehr nicht so oder nicht so krass vorgekommen wären.


    Ich halte grundsätzlich viel davon, dass man weiß, was man tut. Dazu gehört nun mal ein ein gewisses Maß an Fachkompetenz, wenn es um berufliche Dinge geht. Nicht nur im Verteidigungsministerium. Es hilft weder im "normalen" Arbeitsleben, dass der/die Vorgänger auch alle keinen Ahnung hatten, noch in der Politik - egal welches Ressort.


    Und auf die Frage zu kommen, wie man denn diese Expertise erlangt ist die Antwort m.E. relativ einfach: man lernt, bildest sich aus/läßt sich ausbilden. Stimmt, macht (kaum) kein Politiker. Dennoch wäre es hilfreich, für so einen hohen Posten wie dem Verteidigungsminister jemanden zu nehmen, der in der Vergangenheit eine gewisse Affinität für diesen Bereich gezeigt hat. Die CDU erklärt ja jetzt ( habe ich vorhin mit einem Ohr im Radio gehört), dass AKK deshalb qualifiziert sei, weil sie schon mal Ministerpräsidentin des grenznahen Saarlands gewesen wäre. Prost Mahlzeit. Dann doch lieber Marianne Rosenberg.

  • Ein Artikel sagte auch die Christine Lagarde sei als Chefin der EZB praktisch erst mal Praktikant bei Jens Weidmann, den Bundesbank Chef.

  • ...manchmal ist es auch sinnvoll, von der Materie keine Ahnung/nicht zuviel Ahnung/zu tiefe Ahnung zu haben; dann geht man evtl. nicht betriebsblind/voreingenommen an eine Sache heran.

  • Ich denke, es ist so ähnlich wie Sasa sagt, der Abgang der AKK soll beschleunigt werden, in dem Sie einen Posten bekommt, den sie absolut nicht kann.

    Bitte achtet mal bei den Pressemitteilungen auf die Fotos von AKK. Hier wird auf das Unterbewusstsein von uns eingewirkt. Es gibt fast keine Pressefotos von AKK wo sie positiv dargestellt wird. Im Gegensatz dazu von der Leyen.

    Bitte nicht direkt auf mich einhauen, nehmt Euch doch einfach mal die Sekunde um die Fotos bei den nächsten

    Meldungen anzuschauen.

  • Abgesehen davon wurde zu wenig bedacht, wie die Entscheidung auf die Bundeswehr wirkt.

    Einerseits ist AKK zugleich CDU-Vorsitzende - damit kann sie nicht "ihre ganze Kraft" in das Ministeramt werfen. Zudem ist sie im CDU-Vorsitz innerparteilich nicht unumstritten, sie muss sich auch potentieller Konkurrenten erwehren - der Schritt ins Verteidigungsministerium hatte wohl vor allem den Hintergrund zu verhindern, dass Jens Spahn den relevantesten Kabinettsposten in CDU-Hand einnimmt.

    Auf der anderen Seite hat AKK Ambitionen aufs Kanzleramt - Neuwahlen sind spätestens 2021; das Verteidigungsministerium ist eher eine Zwischenstation auf der geplanten Karriereleiter. Auch dadurch wird sich die Bundeswehr entwertet fühlen.

  • Ist das Verteidigungsminterium der relevanteste Kabinettsposten der CDU?

    Das gilt jedenfalls als das gewichtigste Ministerium, das die CDU zur Zeit innehat (deshalb wollte AKK laut faz.net den Sprung Spahns dorthin verhindern).

  • Oder ist es nicht doch wichtiger, organisieren und führen zu können?


    Und: Welche/r der VorgängerInnen Kramp-Karrenbauers hatte eigentlich diese Kompetenz? Doch auch keiner. Oder?

    Peter Struck, der hat das meiner Erinnerung nach recht gut gemacht. Er besaß jedenfalls organisatorische und Führungskompetenz.


    Weit vorher: Helmut Schmidt.

  • Wenn uns eines die Vergangenheit gelehrt hat, dann das, dass egal wer Verteidigenungsminister/-in war, aus dem Schlamassel kommt man nicht positiv raus. Das ist ein Grab.

  • Muss man Fussball gespielt haben um einen Bundesligaklub zu führen?

    Nein, aber dann geht es meist sportlich (langfristig gesehen) in die Hose, wenn man sich keine sportliche Fachkompetenz zur Seite holt.

  • Wenn uns eines die Vergangenheit gelehrt hat, dann das, dass egal wer Verteidigenungsminister/-in war, aus dem Schlamassel kommt man nicht positiv raus. Das ist ein Grab.

    Meistens jedenfalls. Gegenbeispiele: Schmidt wurde anschließend Finanzminister und zwei Jahre darauf Kanzler, Struck anschließend Fraktionsvorsitzender in der zweiten GroKo. Wer es ordentlich macht, kann auch aufsteigen (jedenfalls in der Bundespolitik). Bei VdL gilt allerdings bereits als positiv, dass sie sich über eine Legislaturperiode in dem Amt gehalten hat (das gab es in den Kabinetten Merkel zuvor nicht).

  • in Frankreich wurden dieses Jahr bisher ca. 9.000 Polizisten durch den Innenminister Castaner mit Ehrenmedaillen versehen. Der übliche Jahresdurchschnitt liegt bei ein paar hundert.


    Gerade wurden wieder 5 geehrt. Alle fünf sind im letzten halben Jahr wegen besonderer Brutalität aufgefallen und es laufen aktuell interne Ermittlungen der Polizeiaufsichtsbehörde gegen sie.


    Ein Fall ist besonders makaber, da handelt es sich um einen der Verantwortlichen der Attacke in Nantes am Tag des Fète de la Musique, bei der ein junger Mann seit dem in der Loire vermisst wird.


    Die reguläre Party war vorbei. An einer Stelle feierten aber noch einige Leute weiter, die dann von Polizeikräften derart angegangen wurden, dass 19 Leute in den Fluss fielen. Der 24-jährige Steve auch, er wurde seitdem nicht gefunden. Man geht davon aus, dass er ertrunken ist.


    Gestern habe ich ein kurzes Video von der Parade am 14.7. in Nante gesehen, wo ein wohl recht hochrangiger Polizist in Galauniform auf die Fragen der anwesenden Demonstranten bezüglich des Verbleibe von Steve so rabiat reagierte, dass er von seinen Untergebenen zurückgehalten werden musste.

    Ja, die Leute hatten ihn bedrängt, ihm Zettel vor die Nase gehalten und geschrien, sind ihn aber nicht wirklich körperlich angegangen in dem Moment. Er reagierte körperlich.


    Auch wenn wir hier nicht viel erfahren, die Proteste und Streiks gehen weiter, Notfallambulanzen, Feuerwehr, Lehrer,......