Politischer Zoff-Thread oder so

  • "Witzig" ist übrigens, dass Dahl genau das tut, was so schädlich für das linke Spektrum ist: jeder Sozialist, der linker als Frau Merkel und dabei leidlich erfolgreich ist, wird sofort von den sogenannten Sozialisten (in Deutschland exemplarisch Schröder, Gabriel, Scholz und Pistorius) angepisst, wobei man sehr gerne die Argumentationslinien der Neoliberalen und Konservativen übernimmt.


    Ich warte eigentlich darauf, wann in den nächsten Tagen die ehemalige (Juso)Vorsitzende Nahles ebenfalls den Linksruck der SPD verteufelt wie derzeit Schröder, Gabriel und Co.

  • Exil und viele andere kamen jetzt dazwischen, das hab ich noch nicht gelesen, aber vielleicht passt es ja noch - wenn auch nicht in diesen Strang.

    Dahl fährt die gleiche Masche nämlich auch bei mir. Deshalb steht er nach Jahren mittlerweile auf meiner (sehr kleinen, genau zwei User) Ignoreliste. Und ehrlich gesagt und trotz anfänglicher Skepsis überwiegt bei mir mittlerweile der positive, weil nervenschonende Effekt. Seine Beiträge bringen die Diskussion eh nicht weiter, also fehlt mir inhaltlich nichts.

    Ich will da wieder etwas zu schreiben, gerade auch in Bezug auf Beißreflex, den ich dir gegenüber Scotty, und du mir gegenüber dir vorgeworfen hast.

    Zu mir und dir: Bei mir streubt sich manchmal was, wenn du deinen Bildungsgrad anführst, oder schreibst "Der Text ist sogar für mich schwer verständlich". Darauf habe ich ein paar mal reagiert, denn deine inhaltlich ganz überwiegend sehr guten Texte stießen mich dann aufgrund dieser... Überheblichkeit/Selbstherrlichkeit (?) irgendwie ab. Irgendwie passte das so gar nicht zu unseren sympathischen persönlichen Kennenlernen. Ich hab da in meinen Reaktionen kein Schleifchen drum gemacht, und vielleicht hattest du so keine Chance zu verstehen, was ich eigentlich meine.


    Zu Dahl will ich nichts schreiben, der ist hier von verschiedensten Schreibern so psychologisch umfassend analysiert worden, wie des wohl kein Psychiater nach 10 Jahren könnte.

    Aber da verstehe ich dein Verhalten/Schreiben auch nicht. Erstmal dieses Ignor anderen zu empfehlen, irgendwie ist das doch jeden selbst überlassen, und ich halte das für schlechten Stil. Zu bitten Dahl nicht mehr zu zitieren, ist fast das gleiche. Warum soll ich einen anderen Schreiber zitieren dürfen, Dahl aber nicht - weil du ein Problem mit ihm hast. Und dann reagierst du eh jedesmal wenn er was schreibt, ob nun von anderen zitiert, oder nicht.

    Bei Scotty ebenso. Du schreibst regelmäßig zu beiden, dass man sie nicht lesen, und schon gar nicht auf sie reagieren soll, und genau das Gegenteil machst du selbst, indem du die Diskussion jedesmal wieder vom eigentlichen Thema wegführst, und auf deine "Lieblinge" abfährst.


    Und fühlst dich selbst als Mobbing, -Stalkinkopfer, aber was machst du mit Scott? Wie kann der dich anrühren?

    Er hat Probleme, provoziert (mMn auch bewußt mit alternativen Ansichten, und für dich ist das nichts. Du hast da ein paar mal versucht zu "helfen", aber es hat nichts gebracht. Aber warum lässt du ihn nicht leben, und lässt ihn hier sein Ding machen, wie du es genießt, und alle anderen auch.


    Ignorierst du Scott, ignorierst du Dahl?

    - ich denke nicht (ganz im Gegenteil), weshalb es sich recht komisch liest. Du forderst es nur wiederholt auch von anderen ein. So als Hygienepolizei - wenn die Moderatoren nicht einschreiten, dann bin ich zu Stelle?


    Zu guter letzt - ich bin selbst Profi darin mich festzubeißen. Ich verbringe hier vielzuviel Zeit, als dass sich keine Antiphatien entwickeln. Nur tut es mir leid um die Mobbing-Opfer, wenn der Schwarm dann zusticht, obwohl mit dem zweiten Post schon alles gerade gerückt war.

    Manchmal merkt man doch, wenn der Bogen gleich bricht - ist das dann wirklich gewollt? - die sind stark genug, die halten das aus, oder sollen die wirklich weg?

    Ist das Forum zu hart, bist du zu weich?

  • Vielleicht einfach mal den Wikipedia-Artikel zu Corbyn konsultieren, bevor man sich hier über meinen noch vorsichtig formulierten Kommentar betr. Corbyns Haltung zum Antisemitismus empört.


    https://de.wikipedia.org/wiki/Jeremy_Corbyn


    Es gibt auch einen Offenen Brief jüdischer Gemeinden in England vom März 2018 dazu an Corbyn und wenig später von 68 Rabbinern. Auf einer Liste der schlimmsten antisemitischen Vorfälle des Jahres 2018 des Simon-Wiesenthal-Center rangieren Corbyns Äußerungen auf Platz 4. 2014 nahm Corbyn sogar an einer Gedenkfeier für die Olympia-Attentäter in München teil (nicht für die Opfer).


    Meine Position, dass Labour davon im Blick auf die Wählerzustimmung nicht unbedingt profitiert, wird übrigens auch von professionellen Beobachtern geteilt:


    https://www.tagesspiegel.de/po…isemitismus/22966738.html

  • "Witzig" ist übrigens, dass Dahl genau das tut, was so schädlich für das linke Spektrum ist: jeder Sozialist, der linker als Frau Merkel und dabei leidlich erfolgreich ist, wird sofort von den sogenannten Sozialisten (in Deutschland exemplarisch Schröder, Gabriel, Scholz und Pistorius) angepisst, wobei man sehr gerne die Argumentationslinien der Neoliberalen und Konservativen übernimmt.

    Was das mit meinem Hinweis darauf, dass der Aufstieg der Rechten verschiedene Faktoren hat, zu tun hat, frage ich mich (und ebenso, was daran neoliberal oder konservativ sein soll).


    Edit: Das Wort "schädlich" stammt übrigens aus der Ideenwelt des Stalinismus.

  • Das ist mal wieder ein ebenso durchsichtiger wie inhaltsleerer (Wikipedia-Zitate, willkürlich rausgepickte und nicht mal mehr lächerliche "Stalinismus"-Vorwürfe) Versuch, die Diskussion zu ändern. (Deswegen wird hier auch nicht zufällig stscherer kommentiert, der genau eben den Bogen zur Diskussion zurück schlug, indem er aussprach, worum es eigentlich geht.)


    Eben noch haben wir über die SPD und ihre Perspektive diskutiert, jetzt beschäftigen wir uns... äh.. mit den Gefahren der Basisdemokratie und einer Schmierkampagne gegen Corbyn.


    Aber wenn wir auf diesem abgründigen Niveau sind und hier ein Wikipedia-Artikel, darf ich auch Chomsky zitieren:


    The charges of anti-Semitism against Corbyn are without merit, an underhanded contribution to the disgraceful efforts to fend off the threat that a political party might emerge that is led by an admirable and decent human being, a party that is actually committed to the interests and just demands of its popular constituency and the great majority of the population generally, while also authentically concerned with the rights of suffering and oppressed people throughout the world. Plainly an intolerable threat to order. (Noam Chomsky, email to Media Lens, September 9, 2018)


    Die hinter all den Antisemitismus-Vorwürfen stehende, echte Problematik geht viel tiefer. Aber darum geht es nicht und auch die könnte man mit D. nicht diskutieren. Hier geht es nur darum, eine Diskussion um die Sozialdemokratie abzuwürgen. Die Mittel sind beliebig und es wird solange reingerotzt, bis der Erfolg sichergestellt ist. Die letzten Seiten sind voll von Punkten, die man produktiv hätte aufgreifen können, genau, dass das nicht passiert, ist hier das Ziel.

  • Dahl : "schädlich kommt von "Schaden" und nicht von "Stalinismus" Duden


    Und auch weiterhin rate ich dringend zu verstehendem Lesen: mir ging es nicht um "den Aufstieg der Rechten", sondern um den Umstand, dass bestimmte Sozialisten andere Sozialisten gerne aus eigenem Machtstreben dissen, indem sie sich die teils völlig abstrusen Angriffe des politischen Gegners zu eigen machen.


    Als Beispiel in der aktuellen Diskussion um die SPD mag gelten das Geschwurbel gewisser Exvorsitzender der Partei gelten, die SPD solle "nicht grüner als die Grünen und nicht linker als die Linken" werden... wer sich die Regionalkonferenzen wirklich angeschaut hat, der weiss, dass es um einen ökologischen-demokratischen Sozialismus geht, der ganz andere Ansätze vertritt als Grüne und Linke.


    Zu Corbyn noch ein Satz: Ich zB. bin gerade aufgrund des Anerkenntnisses meiner besonderen Schuld als Deutscher für Nazismus, Rassismus und den Genozid an Juden und an anderen politischen, religiösen und ethnischen Minderheiten ein klarer Gegner der Politik der rechtsgerichteten israelischen Regierung - aber damit werde ich definitiv nicht zum Judenfeind - genau so wenig, wie ich zum Islamhasser werde, weil ich den radikalen Islam und seine auch in Deutschland ausufernde Auswüchse kritisiere und aus meinem christlichen Glauben heraus die moderaten Muslime unterstütze (die wiederum die grössten Feinde für die radikalen Islamisten sind).

    3 Mal editiert, zuletzt von stscherer () aus folgendem Grund: Sorry, falscher Genitiv

  • Ich zB. bin gerade aufgrund des Anerkenntnis meiner besonderen Schuld als Deutscher für Nazismus, Rassismus und den Genozid an Juden und an anderen politischen, religiösen und ethnischen Minderheiten ein klarer Gegner der Politik der rechtsgerichteten israelischen Regierung - aber damit werde ich definitiv nicht zum Judenfeind - genau so wenig, wie ich zum Islamhasser werde, weil ich den radikalen Islam und seine auch in Deutschland ausufernde Auswüchse kritisiere und aus meinem christlichen Glauben heraus die moderaten Muslime unterstütze (die wiederum die grössten Feinde für die radikalen Islamisten sind).


    +1


    BÄMM!!!

  • Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, wie viel Du in die Dinge hineinintepretierst, die ich schreibe. Mit der gleichen Argumentation könntest Du etlichen anderen Usern hier den gleichen Vorwurf machen oder ähnliche: antwortet sarkastisch, ironisch, was weiß ich. Tust Du aber nicht. Egal, ob ich auf Scotty reagiere oder jemand anders. Mein Gefühl ist, dass da noch irgendwas Persönliches drinsteckt. Und darauf habe ich auf Dauer keinen Bock, zumal es mir nicht darum geht, andere klein- oder mich großzumachen. Jedes Mal darauf zu achten, ist mir zu anstrengend. Seltsam ist auch, dass ich von anderswo dieses Feedback nicht bekomme.


    Scotty habe ich übrigens nicht auf meiner Ignore-Liste. Der keilt aber auch nicht ständig gegen mich oder andere aus.


    Bei Dahl habe ich das Problem, dass er mir wichtige Menschen auf einem ganz üblen Niveau angreift. Und dann fällt es mir halt schwer, immer die Finger still zu halten. Für mich selber habe ich eine Lösung gefunden -- aber ehrlich gesagt ist mir nicht klar, wie Du darauf kommst, ich würde anderen den gleichen Weg empfehlen. Ich fühle mich nicht als Mobbingopfer, aber verfolgt irgendwie schon. Du kannst ja mal genauer hingucken, wer im Normalfall wen als erster zitiert.


    Aber vielleicht ist es einfach besser, hier mal eine Zeitlang Pause zu machen. Spart auf Dauer auch Nerven, für uns beide und vielleicht auch andere.

  • Ich bin für strikte Trennung von Kirche und Staat.


    Deshalb kann ich auch die Motive mancher Juden und Muslime nicht nachvollziehen.


    Diese beiden Gruppierungen, in ihrer strengen Auslegung ihrer Religion, sind für mich die Wurzel allen Übels auf der Welt.


    Die Christen haben für eine Reform und Erneuerung Jahrhunderte gebraucht und sind immer noch nicht zu 100 % über den Berg.

    Man darf gespannt sein wie lange die Juden und Muslime für eine Reform brauchen und ob das überhaupt jemals gelingt.


    Übrigens, solange die SPD nicht wieder zu ihren Wurzeln zurück kommt, wird das nix.

    Aber wie ich schon schrieb, viele Gebiete sind mittlerweile von anderen Parteien besetzt, sodass sich die SPD eigentlich neu erfinden müsste.

    Einmal editiert, zuletzt von CR96 ()

  • Wer eine Trennung von "Christentum und Staat" propagiert, der hat das Grundgesetz nicht gelesen und/oder nicht verstanden - unter ausdrücklichem Bezug auf die tatsächlichen Grundwerte. Und wer als Genosse nicht das Christentum als natürlichen Verbündeten ansieht (nicht verwechseln mit der institutionellen Kirche), der hat das Neue Testament nicht gelesen.


    Mit "manchen Christen und Muslime" kann ich nichts anfangen, das ist mal wieder populistisches Schrot wie üblich aus dem Schweinestall...


    Würde Jesus Christus im heutigen Deutschland leben, dann wäre er Sozialdemokrat und würde Schröder, Gabriel, Scholz und Pistorius als Gegner ansehen. Und er würde die radikalen Christen und Muslime ablehnen.


    Juden und Muslime in ihrer Entwicklung gleich zu setzen, würde ich mehr als kritisch sehen, da die Juden an sich schon sehr viel weiter sind - allerdings wird wieder eine rechtspopulistische israelische Politik gleichgesetzt mit dem Judentum.


    Die SPD muss sich nicht neu erfinden, sie muss wieder ihre Grundwerte anerkennen und diese standhaft vertreten. Und Wettbewerb in politischen und gesellschaftlichen Fragen hat einen einfachen Namen: Demokratie!


    PS: https://www.facebook.com/SPDTh…/videos/2429907073952743/

  • Ich kenne es aus anderen Foren, dass man dort Usern einzelne andere User ausblenden kann.


    Sollte das hier möglich sein, fände ich es durchaus angebracht dieses hier auch anzuwenden.


    Es ist doch so offensichtlich, wie sehr Dahl vom Exilroten besessen ist. Und alleine die Tatsache, dass sich Exil schon massiv belästigt fühlt, würde diese Maßnahme rechtfertigen.

  • Es ist nie ein Einzelding. Ich habe hier auch zunächst nicht auf ihn reagiert.


    Ich habe noch nie erlebt, dass ein Filter bei hartnäckigen Trolls funktioniert. Die kriegen das Forum trotzdem gestört.


    Ich habe bereits vor Jahren über 6 Monate gar nicht auf ihn reagiert. Er hat seine Attacken nicht gestoppt. Damals ist dann deswegen auch einer Reihe von Usern aufgefallen, wie krass der ist.


    Ich behalte mir vor, nach meinem Belieben auf ihn zu reagieren oder nicht. Mir einen Filter zu verschreiben wenn ich gestalkt/gebullied werde mache ich nicht mit.

  • Deshalb kann ich auch die Motive mancher Juden und Muslime nicht nachvollziehen.


    Diese beiden Gruppierungen, in ihrer strengen Auslegung ihrer Religion, sind für mich die Wurzel allen Übels auf der Welt.

    Trollen hin, trollen her...


    So etwas antiislamisches und antisemitisches darf nicht unkommentiert stehen bleiben. Das mildert auch die einschränkende Formulierung nicht ab.


    Die Juden und / oder Muslime [aber natürlich nur die strengreligiösen...] sind die Wurzel allen Übels auf der Welt? Das ist einfach nur Nazisprech.

  • Danke. Ich hatte auch schon was formuliert, hatte mich dann aber der Tatsache besonnen, auf CR96 nicht eingehen zu wollen. War in diesem Fall aber wohl die falsche Entscheidung. Der Post ist absolut inakzeptabel.

  • Wer eine Trennung von "Christentum und Staat" propagiert, der hat das Grundgesetz nicht gelesen und/oder nicht verstanden - unter ausdrücklichem Bezug auf die tatsächlichen Grundwerte. Und wer als Genosse nicht das Christentum als natürlichen Verbündeten ansieht (nicht verwechseln mit der institutionellen Kirche), der hat das Neue Testament nicht gelesen.

    oehm, ziemlich viel wertegeschwurbel! sorrynotsorry

    in der theorie hast du recht, in der praxis jedoch - und die zählt nunmal- verkauft die als christlich propagierte politik kriege ganz im sinne der tradition von kreuzzügen. wäre ich christ, dann würde ich mich ja sehr ärgern über das, was als christdemokratisch etikettiert wird. wäre ich darüber hinaus mitglied in der kirche, dann würde ich darüber hinaus von meiner kirche einfordern, sich davon ausdrücklich zu distanzieren. so etwas habe ich aber noch nicht mitbekommen. allerdings kriegt man sowas wohl auch nicht mit, wenn man nicht in den kommunikationskanälen der kirche unterwegs ist


    so bleibt es mir nur übrig, mich über die privilegien der kirche im vergleich zu anderen glaubensgemeinschaften zu wundern, von der eintreibung der mitgliedsbeiträge in form von kirchensteuern bis zur subventionierung von einrichtungen, die teilweise eben nicht für alle zugänglich sind


    mein eindruck besteht darin, dass dort, wo von werten gesprochen wird oder gar davon, diese zu verteidigen, diese meist schon völlig über bord geworfen sind

  • Schneppe und sasa : +1


    Ich war selbst sehr böse, dass der Troll meine differenzierte Aussage komplett ins Gegenteil verdreht hat. Es ist schon bitter, was der ehrenwerte Herr sich hier so leistet.


    guntingel : Die Aversion auf die institutionalisierte Kirche und die CDU muss ja riesig sein, dass selbst mein Hinweis auf dem Unterschied zwischen dieser Kirche und dem Christentum als Religion zu einem solchen Rundumschlag führt, der mit meiner eigentlichen Aussage genau 0% zu tun hat.


    So richtig und im Grundgesetz fest verankert die Trennung zwischen Kirche und Staat ist, so richtig und im Grundgesetz verankert ist die gemeinsame Wertegemeinschaft unseres Staates und des Christentums. Und dabei haben es Christen übrigens viel einfacher als Muslime, denn allein das verstehende Lesen und Vergleichen des AT und des NT zeigt, warum Jesus Christus in erster Reihe gestanden hätte im Kampf gegen Kreuzzüge - aber auch gegen die Fehllehren der christlichen Kirche... der Koran ist da doch ganz anders, was sich insbesondere in den teilweise komplett widersprechenden Aussagen aus Medina und Mekka widerspiegelt. Hinzu kommt das im Christentum (nicht unbedingt in den christlichen Kirchen) überwundene Dogma des Verbots der sinnvollen Auslegung... aber ich denke, ich belasse es bei diesem kurzen Anriss, denn Dir geht es ja nicht um die Lehren an sich, sondern um die Institutionen. Ich für meinen Teil würde mich aber freuen, wenn ich mich nicht ständig für die Dummheiten der Institution christliche Kirche in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft rechtfertigen müsste, denn ich als denkender Mensch erkenne diese Dummheiten doch genau so wie Du - und wende mich allerdings nicht einfach ab, sondern versuche intern mit meinen (inzwischen wieder sehr begrenzten) Möglichkeiten dagegen vorzugehen - immerhin hat mir das die Ehre eingebracht, dass ein Superintendent es bedauert hat, dass seine Kirche kein Verein sei, denn so könne er mich nicht wegen vereinsschädigendem Verhalten ausschliessen; und was die sinnfreie Rechtfertigungsforderungen betrifft: Gleiches gilt übrigens auch für den überwiegenden Teil der moderaten, toleranten und friedliebenden Muslime, die Attentate, Ehrenmorde, (in allen Belangen vollzogene) Zwangskinderheirat usw. usw. genau so beschämend und widerwärtig finden wie ich. Und es gilt auch für uns Deutsche, denn - wie von mir schon beschrieben - sind wir nicht schuld für die Verbrechen der Nazis, aber wir tragen die Verantwortung, solche Widerwärtigkeiten überall zu verhindern.


    Und mit dem letzten Satz schliesst sich der Kreis: tatsächlich sind wir aus unserer Verantwortung heraus dazu aufgerufen, uns differenziert zu äussern und Äusserungen wie denen des Forentrolls entgegen zu treten.