Eure Lebensmittel- und andere Produkt-Tipps: Tops & Flops

  • Aha!


    Ob Hausmannskost auf Dauer dann vielleicht auch besser ist als immer drei Monate Diät (Diät = Patientenkost) und drei Monate McDonald's im Wechsel?

  • Bei mir gibts für Kaffee und so auch nur noch den Rohrohrzucker. „Wüstenzucker“ nenne ich ihn.


    Schmeckt im Kaffee einfach besser, weil etwas malzig und auf jeden Fall nicht so brachial süß.

  • Macht Hausmannkost auch so dick wie McDonald's?

    Macht mediterrane Kost auch so dick wie McDonald's?


    Achso. Da Du eigentlich das Wesentliche erwähnt hattest, dachte ich, auf diese Frage hättest Du schon die Antwort. Und diesbezüglich liegt Hirschi richtig.



    Es ist der Zucker und appetitanregende Zusatzstoffe (z.B. Glutamat), die den Unterschied machen. (Und vielleicht noch anderes.)


    Ganz gut nachvollziehen kann man das, wenn man für seine Kinder kocht. Z.b. ist es ja üblich, an Tomatensaucen eine Prise (!) Zucker zu geben, das verstärkt den Geschmack. Ich weiß, ich kann jede Sauce damit retten, dass ich den Anteil erhöhe. Genauso kann man Zucker an Gemüse (z.b. Aufläufe) geben, führt ebenso zu besserer Akzeptanz. Und weil man seinen Kindern immer was gutes tun will und ich drei Kinder habe, die alle andere Geschmackseinschränkungen haben, ist das immer eine große Versuchung.

    Wenn Du jetzt die Zuckermengen in Verpackungen/Getränken in Fertiggerichten tatsächlich visualisierst, wie es z.B. DVD-Scott begonnen hat, wird Dir schlecht. Das ist viel mehr, als die Prise Zucker, die man vielleicht mal an Selbstgekochtes macht.

    Es kommt natürlich auch eine Geschmacksveränderung dazu. Wer viel Zucker zu sich nimmt, z.B. über Limonaden, gewöhnt sich dran und braucht das, damit es nach was schmeckt. Ähnlich wie mit Salz bzw. Glutamat (z.B. Maggie).

    Die große Verbreitung von Fettleibigkeit in den USA wird z.B. auch in Verbindung damit gebracht, dass in Fertiglebensmitteln drüben - noch viel stärker als hier - Maissirup verwendet wird, und zwar in erster Linie, um diese zu Verkaufen. Da gibt es eine breite Diskussion drüber, die über das von mir oben geschriebene weit hinaus geht, ich aber nicht einfach wiedergeben kann. Ich verlinke hier diesbezüglich mal auf den englischsprachigen Wikipedia-Artikel, der sehr moderat ist. Im Grunde ist der Vorwurf, dass, wer an sowas gewöhnt ist, Lebensmittel ohne als geschmacklos erlebt. Eine Parallele in Deutschland ist vielleicht, dass viele Leute zuviel Salz verwenden, etwas, woran man sich gewöhnt. Und natürlich muss man dieselben Fragen für Fertigprodukte hier stellen.

  • Oh, ich hatte die Antwort auch.


    Ich war nur baß erstaunt darüber, daß sich manche Erwachsene über den Zuckergehalt von Smacks wundern. Oder über die Kalorien eines großen Burgers. Es zeigt halt, wie verschieden die Themen sind, mit denen wir uns beschäftigen.


    Da habe ich diese, für manche neue, Erkenntnisse genommen, um einen Schritt weiterzugehen. Noch mehr Erkenntnisse finden. Konstruktive Erkenntnisse finden. Nicht nur herausfinden, was man vielleicht vermeiden will. Sondern auch herausfinden, was man stattdessen essen kann/möchte.


    Die Welt hat mehr zu bieten als nur die Frage Royal TS als Maximenü oder Eiweißpulver im Kilopack mit Wasser verrührt.

  • Was mich immer wieder verwundert ist (a) wie viele Kalorien in Softdrinks sind und (b) wie viele Leute das als "Wasser Ersatz" trinken. Kein Wunder das die Welt verfettet.


    "Verwundert" weil ich seit bestimmt 20 Jahren keine Softdrinks mehr trinke. Viel zu suess und chemisch. Bei den3-5 Litern die ich am Tag trinke waere ich Walmart-Fett.

  • Eine Parallele in Deutschland ist vielleicht, dass viele Leute zuviel Salz verwenden, etwas, woran man sich gewöhnt.

    Ich nehme weder Salz noch Zucker, Salz habe ich in einem Glas, ist wegen Nichtgebrauch knüppelhart, Zucker habe ich seit mehr als 10 Jahren ein halbes Pfund rumstehen, Fertiggerichte esse ich sowieso nicht. Wahrscheinlich werde ich 120 Jahre alt, was irgendwie auch nicht so erstrebenswert ist.

  • Bei mir gibts für Kaffee und so auch nur noch den Rohrohrzucker. „Wüstenzucker“ nenne ich ihn.


    Schmeckt im Kaffee einfach besser, weil etwas malzig und auf jeden Fall nicht so brachial süß.

    Apropos malzig/ karamelig, und so, Kokosblüten Zucker möchte ich empfehlen, eignet sich gut für Desserts, Schokokuchen, mit Abstrichen auch für den Kaffee, als Süssungsmitteln für den Tee nicht so toll.

  • Pokalheld, ich bekomme Appetit


    Zucker in die Tomatensauce macht man eigentlich, um die ggf etwas säuerlichen Tomaten zu harmonisieren.warum schmecken die meisten passierten oder geschälten Tomaten säuerlich? Sie werden chemisch abgebeizt. Um den chemischen Prozess zu "verdecken" wird Zitronensäure hinzugefügt. Schaut Euch mal beim nächsten Einkauf alle passionierten oder geschälten Tomatendosen/tetras an.Zu 90% haben die alle neben Tomaten und Salz noch Zusatzstoffe.


    Die Dosen von Mutti kann ich empfehlen.

  • Ich war nur erstaunt darüber, daß sich manche Erwachsene über den Zuckergehalt von Smacks wundern. Oder über die Kalorien eines großen Burgers. Es zeigt halt, wie verschieden die Themen sind, mit denen wir uns beschäftigen.


    Die Welt hat mehr zu bieten als nur die Frage Royal TS als Maximenü oder Eiweißpulver im Kilopack mit Wasser verrührt.

    Ja, mein aktuelles Thema habt ihr ja kennen gelernt, dazu halt Filme und Filmfeste. Das zu essen war für mich halt normal und früher hatte das auch nicht angesetzt, jetzt schon.


    Oh ja hat es (die Welt). Man muss entweder den Drang danach haben oder jemanden kennen lernen, die einen in was neues einführt.

    Einmal editiert, zuletzt von Dvdscot ()

  • Wenn man über diese ganzen "exotischen" Zuckersorten diskutiert, möchte ich anführen das diese nicht gesünder sind und deren CO2 Bilanz eher schlecht ist. Das aber nur als Einwurf.

  • Dvdscot

    Laß Dir nicht unbedingt was von einem Verkäufer oder von bunter Werbung aufschnacken. Sondern versuch es mal mit der Hausmannskost oder der mediterranen Kost. Frühstück, Obst, Butterbrot (kein Toastbrot) übern Tag verteilt und abends dann was Schnelles zuhause zubereitet. Aber kein Mikrowellenfraß aus dem Plastiknapf, sondern der selbstgemachte Nudeltopf.


    Nudelsalat, Nudeln mit Tomaten, Nudeln mit Käse, Nudeln mit Thunfisch, Nudeln mit Hack, Nudeln mit Brokkoli.


    Bevor Du Nudeln satt hast: Kartoffeln. Kartoffelsalat, Kartoffelpuffer, Bratkartoffeln, gestampfte Kartoffeln, Kartoffelpürree. Kartoffeln mit Kohlrabi oder mit Spinat oder mit Möhren oder mit Kohl oder mit Käse oder mit Bratwürstchen.


    Bevor Du Kartoffeln satt hast: Reis. Gemüsereste mit Reis nennt man auch Chop Soey, das klingt dann sofort lecker. Sojasauce drauf, fertig. Oder ein Chili con Carne mit Reis strecken.


    Dann das spannende Gebiet der Aufläufe, Suppen und Eintöpfe.


    Fleisch vielleicht nicht sieben Tage pro Woche. Vielleicht reichen zwei Tage plus ein Mal Fisch. Und vielleicht die riesenhafte Fleischmenge auf dem Teller plus ein Alibi-Salatblatt dabei, sondern eine Gemüsegrundlage mit ein bißchen Fleisch dabei.


    Aber bei dieser Hitze reichen vielleicht auch erstmal Salat und Antipasti. Mozarella und Tomate. Oder Paprika und Frischkäse. Oder Schinken und Melone. Oder der norddeutsche Ableger davon: Die dicke Salami, dazu Gurken, Möhren, Äpfel. Schön kleinschneiden. Und als Snack genießen. Rote Beete für den, der mag. Silberzwiebeln für den, der mag.


    Getränke: Wasser ist König. Am besten ist stilles Wasser, am zweitbesten ist Sprudelwasser. Bei Hitze kein kaltes Wasser runterschlingen. Warum? Weil der Körper merkt, da kommt kaltes Wasser. Der Körper stellt dann die Heizung an, um das Kalte aufzuwärmen, und prompt hat das Herz unnötige Zusatzarbeit und dazu schwitzt man noch mehr. Ideale Temperatur ist Raumtemperatur. Als Ergänzung zum Wasser kann man Tee nehmen. Den muß man nicht heiß trinken, den kann man auf Raumtemperatur abkühlen lassen. Fruchtsäfte ersetzen kein Obst. Limonade ist Zuckerbrause. Trinkjoghurt ist Zuckermilch. Zuckerfreie Süßwaren und zuckerfreie Süßgetränke in täglichen Massen halte ich eher für bedenklich: Wenn die Zunge dem Gehirn meldet, da kommt was Süßes, und das Gehirn sagt dann der Bauchspeicheldrüse Bescheid, sie soll mal schön Insulin herstellen, damit es den erwarteten Zucker spalten kann (wenn es süß ist, muß es ja aus Zucker sein, denn die Evolution kennt die Zuckerersatzstoffe der letzten 60 Jahre noch nicht), und dann kommt aber kein Zucker in der Verdauung an... ich bin kein Experte, aber ich weiß nicht, ob das auf Dauer und in Massen empfehlenswert ist.


    Selbstverständlich kann man zwei Liter Wasser am Tag mit einem Glas ergänzen, das einen tollen Geschmack hat. Aber man sollte eben nicht zwei Liter Limo am Tag trinken.


    Aber um Gottes Willen nichts aufschnacken lassen von wegen Eiweißshake oder Slim Fast oder irgendeinem verzauberten Wunderwasser oder dergleichen. Das ist Geldmacherei.

  • Was hier zur Zeit gut geht, sind selbstgemachte Smoothies.


    Wir haben uns einen Standmixer von Philips gekauft und seitdem gibts hier ca. 1x am Tag einen gesunden Smoothie.


    Man kann das auch mal statt Frühstück machen. Einfach Haferflocken, Banane, anderes Obst und irgendeine Milch dazu und du hast ein trinkbares Frühstück.


    Es muss auch nicht immer frisches Obst sein. Beeren kann man auch wunderbar gefroren kaufen. Oder du kaufst auf Vorrat und frierst es portionsweise ein.


    Einfach Obst nach Wahl rein, Wasser oder Crushed Eis dazu und mixen. Das ist erfrischend, lecker und gesund.


    Was jetzt bei dem Wetter auch gut ist, wenn es da ist, das sind Zitronen oder Limetten. Damit kannst du easy jedes Wasser oder eben auch so einen Smoothie einen Kick verpassen.

  • @DVDScott: Du bist doch medial unterwegs.


    Warum guckst du dir nicht einfach bei YouTube an, wie man alle Gerichte, auf die du so kommst, zubereitet.


    Ich habe quasi sämtliche Koch-Grill Skillz durch Videos im Internet erlernt.


    Angucken, Hunger kriegen und nachkommen.


    Kochbücher sind nicht meins.

  • Bin schon etwas baff aufgrund der vielen Vorschläge und weiß nicht was ich sagen soll.


    Das mit dem Zuckerersatz und dem Körper hat mir vor Jahren schon mal mein Vater erzählt.


    In der Unizeit kannte ich jemanden, mit dem hab ich zusammen nach Kochbuch gekocht. War ne tolle Zeit.


    Nudeln, Kartoffeln und Reis kommen bei mir nicht mehr auf den Tisch es sei denn es sind Protein Nudeln aus anderen Stoffen, z.B. die Smart oder Lizza Pasta.

  • Ich versuche es nochmal.


    Nudeln, Reis und Kartoffeln sind gut. Die Menge macht den Unterschied.


    Dabei hat Pokalheld sich echt Mühe gegeben.