• Verhaltenstherapie und vor allem Psychoanalyse bieten nur wenige, aber manche geben das auch nicht an. Beispielsweise ist die Psychoanalyse sehr zeitaufwendig und terminlich kaum umzusetzen (min. 2 Termine pro Woche jeweils um die 2 Stunden). Bei der Suche würde ich erst mal die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie auswählen.

  • Steini, scheinbar geht es Dir schon länger schlecht. Ich würde Dir vorschlagen, das ganze Thema strukturiert anzugehen.


    Wie Du an meinen und vielen anderen Beispielen siehst, ist es wichtig, schnellstmöglich eine Heilung herbeizuführen. Depressionen sind zwar schlimm aber auch heilbar. Das darf man nicht vergessen!


    In der Phase einer Depression siehst Du bestimmt keinen Sinn und glaubst nicht daran das es was bringt. Das ist ganz normal. Fehlende positive Gedanken sind ein großes Merkmal einer Depression.


    Als Kassenpatient einen Termin zu bekommen ist nicht einfach, damit hast Du Recht. Aber das darf kein Grund dafür sein, es erst gar nicht zu versuchen. Gegen diese Gedanken musst Du ankämpfen.


    Was meinst Du, wie gut es Dir gehen kann, wenn Du a.) die richtigen Medikamente und b.) die richtigen Helfer an Deiner Seite hast (Facharzt sowie Psychotherapeuten). Beides muss man ausprobieren und man benötigt oft einen langen Atem. Bis man erstmal einen Termin findet. Und dann geht man voller Hoffnung hin - und enttäuscht wieder raus. Kann passieren. Aber es gilt dann weiter zu machen. In Deinem geschilderten Fall solltest Du nicht davon ausgehen das das alles irgendwie wieder verschwindet. Das wäre Dir und Deiner Familie gegenüber relativ fahrlässig.


    Du musst diese Therapie wie oben beschrieben durchziehen. Anfangen, abbrechen und irgendwann wieder anfangen kostet Zeit, Mühe und wird Dir nichts bringen.


    Du weißt ja das es im Moment der falsche Weg ist, das ist gut und wichtig!


    Wo geht es denn hin in den Urlaub?


    Du hast einen tollen Beruf, der erfüllt Dich und Du hast einen tollen Chef. Das wird Dir Kraft für die Zukunft geben. Und vergesse nicht das Du nicht ohne Grund seit 22 Jahren dort arbeitest. Das hat einen Grund !


    Auf jeden Fall super das Du Dich hier zu dem Thema geäußert hast!


    Mabuse, meinst Du das Du ein Alkoholproblem hast? Die Einsicht das Du zuviel trinkst hast Du ja, das ist wichtig.


    Ich würde Dir raten, gerade weil Du Dich am Beginn einer Therapie befindest, sofort gar keinen Alkohol mehr zu trinken. Zieh’ das mindestens acht Wochen durch. Du wirst mehr Fortschritte während der Therapie machen. Garantiert.


    Schaffst Du die Alkoholpause nicht, spreche mit Deinem Therapeuten darüber!


    Du kannst mir dazu aber auch gern eine PN schreiben, wenn Du das hier nicht öffentlich machen möchtest.


    Hast Du akute Selbstmordgedanken? Ich habe das gleiche gemacht, saß auch schon nah an den Schienen. Zum Glück hab ich doch irgendwie den Weg zurück gewählt. An dieser Stelle muss ich übrigens sagen das es ein echtes Drama ist das bei der telefonischen Seelsorge mindestens eine halbe Stunde lang keiner ans Telefon geht oder das Besetztzeichen kommt. Jemand der akute Selbstmordgedanken hat, wartet nicht bis zum nächsten Tag um dann vielleicht mal ein Gespräch zu bekommen.


    Du musst überhaupt nicht funktionieren. Lass’ Dir helfen! Und wenn es eine stationäre Behandlung ist. Die nehmen übrigens Notfälle ohne Wartezeit auf. Es bringt nichts, die nächste Zeit auf Reserve zu laufen und Selbstmordgedanken und zu viel Alkohol in Dir zu haben.


    Vielleicht 6 Wochen stationäre Therapie und Du kannst wieder für Deine Familie da sein. Mit Freude und all dem was dazu gehört! Für alles andere gibt es Mittel und Wege.


    In Deiner Situation ist es wirklich dringend, etwas zu tun.


    Wenn Du möchtest, kannst Du mir wie gesagt auch gerne eine PN schreiben.

  • Puh, ich habe diesen Thread erst heute entdeckt und bin zum einen erstmal geschockt, wieviele aus diesem Kreise selbst betroffen sind, bin aber andererseits auch beeindruckt, wie diejenigen sich öffen und zumindest zum Teil um Hilfe rufen.
    Was mich besonders bewegt, sind Tipps von Leuten, welche selbst betroffen sind an andere Betroffene.
    Ich bin absolut nicht firm in dem Thema, wünsche aber allen, welche sich hier "outen" und anderen Betroffenen, welche nur still mitlesen, das sie diese Depressionen überstehen, ob mit Therapie oder ohne und für sie bald wieder die Sonne scheint.
    Und das von Herzen.
    Wenn ich hier von Selbstmordgedanken lese, fühle ich mich absolut hilflos und leer. :(

  • ...Vorallem Steinis Statements haben mich richtig berührt, vielleicht auch weil man von Dir hier schon relativ viel weiß und Du Dich bisher echt zu 100 % positiv und auf mich gelassen wirkend gezeigt hast.


    Das ist ja irgendwo das Problem ,man lernt mit der Zeit das ganze vor anderen zu verbergen.
    Im Internet ist es noch einfacher. Wenn es einem richtig schlecht geht dann schreibt man halt nichts.
    Oder man streicht einfach was raus.


    Ich will mal was von mir schreiben.


    Ein ganz „normaler‘‘ freier Tag:


    Es ist Sonntag und mein erster und einziger freier Tag in der Woche.
    Ich stehe auf schaue aus dem Fenster und die Sonne scheint.
    Ich muss nicht arbeiten und die ganze Familie ist Zuhause.
    ( Nicht so wie sonst, wenn man morgens aufwacht und hat schon Panik vor dem was kommen kann )
    Eigentlich ein perfekter Tag.
    Eigentlich !
    Aber nein, es kommt wie so oft anders.
    Die Familie sitzt zusammen beim Frühstück.
    Ich trinke meinen Kaffee und blättere die Zeitung durch.
    Da nichts anliegt könnte das der perfekte Familientag werden.
    Die Kinder gehen in ihre Zimmer und spielen was.
    Wie aus dem nichts überkommt wieder dieses komische Gefühl.
    Ich kann dieses Gefühl nicht mal richtig beschreiben.
    Auf jeden Fall habe ich den Drang danach mit mir und dem schlechten Gefühl allein zu sein.
    Mir fällt ein dass ich ja den Nummernschildhalter am Auto anbringen wollte.
    Den nutze ich dann als Vorwand um mal raus zu gehen.
    Ich gehe also ab in den Garten und baue das Teil an.
    Es dauert keine 5 Minuten.
    Ich setzte mich noch in mein Gartenhaus.
    Allein, genauso wie ich es wollte.
    Mir schießen lauter sinnlose Gedanken in den Kopf.
    Mein Blick fällt irgendwann auf ein Bild meiner Kinder an der Wand.
    Ich denke sofort an meine Familie.
    Ich denke das ich ja mit meinen Kindern etwas spielen könnte oder was anderes unternehmen könnte.
    Hauptsache Zeit mit ihnen verbringen.
    Ich raffe mich auf und schaue auf die Uhr.
    Über eine Stunde habe ich hier nun im Garten gesessen und nichts gemacht.
    Hätte man mich spontan gefragt ,hätte ich ohne Uhr gesagt es waren vielleicht 15 Minuten.
    Ich mache mich auf den Weg wieder nach oben.
    Meine Kinder sitzen in der Küche und basteln.
    Ich setze mich dazu und helfe mit.
    Das Gefühl allein sein zu wollen ist noch da. Nur nicht mehr so stark.
    Die Ablenkung durch meine Kinder hilft dabei.
    Bis zum Mittagessen sitzen wir in der Küche und basteln .
    Beim Essen fragt mich meine kleine Tochter ob sie nach dem Essen zur Oma dürfen da ja der kleine Cousin kommt.
    Ich antworte: Warum Papa hat Frei und ist zuhause.
    Innerlich kommt der Gedanke wieder dass ich dann ja wieder allein bin.
    Die Kleine fragt nach einiger Zeit nochmal nach und ich gebe mein OK.
    ( In mir kommt das Gefühl auf das ich meine Aussage nur als Alibi nutze )
    Die Kinder sind dann weg und ich gehe ins Wohnzimmer.
    Ich lege mich aufs Sofa und mache den Fernseher an.
    Auf dem Schreibtisch liegt noch einiges was zu erledigen wäre.
    Aber ich kann mich nicht aufraffen.
    Mir fehlt jeglicher Antrieb.
    Ich liege wie Apathisch auf dem Sofa und schaue Richtung Fernseher.
    Was da genau läuft kriege ich gar nicht richtig mit.
    Irgendwann schlafe ich mal für eine halbe Stunde ein.
    Dann schaue ich wieder fern.
    Aufraffen kann ich mich immer noch nicht.
    Das ganze zieht sich hin bis zum Abendessen.
    Nach dem Essen gehen wir alle ins Wohnzimmer.
    Meine Kleine und ich kuscheln auf dem Sofa.
    Für einen Moment geht es mir richtig gut.
    ( Denn das hat sie schon länger nicht mehr gemacht .)
    Nachdem dann später die Familie schon im Bett ist liege ich immer noch auf dem Sofa.
    Ich fange an über den Tag nach zu grübeln.
    Ich habe Gedanken das es ein Tag war der verschenkt war.
    Ich hatte viel vor und habe wieder mal nichts geschafft.
    Das reißt einen noch weiter runter.
    Man kann nicht einschlafen.
    Man grübelt vor sich hin.


    Warum schreibe ich das hier ?
    Um den Leuten die nicht betroffen sind mal zu zeigen wie so ein Tag aussehen kann.
    In meinem Umfeld gibt es Menschen die mir zum Vorwurf machen das ich mich nicht um meine Kinder kümmern würde sondern sie zur Oma abschiebe.
    Diesen Leuten gegenüber will ich nicht gerecht werden sondern meiner Familie gegenüber.
    Deshalb habe ich mich entschlossen mir Hilfe zu holen von Leuten die etwas davon verstehen.
    Gerade auch der Familie wegen.
    Wenn ich zum Beispiel mal wieder eine Phase habe ich der ich sehr Reizbar und Aggressiv bin dann schreie ich auch schon mal rum.
    Mir tut es hinterher dann auch leid.
    Schlimm ist es wenn die Kinder sich zurückziehen und nicht zu Papa wollen.
    Klar verstehe ich das wenn ich so überlege wie ich manchmal sein kann.
    Aber es gibt auch noch andere Situationen wenn man z.B. Termine absagt weil man sich nicht aus dem Haus traut.
    Ich will so nicht weitermachen.
    Zum Glück habe ich die Unterstützung meiner Frau.
    Demnächst vielleicht mehr.

  • mich beschleicht gerade der Eindruck, dass Menschen, die derartige Probleme, wie Steini sie schildert, für sich nicht kennen (oder sie kennen, aber verdrängen), dazu neigen, derartige Situationen, die durchaus auch bei ihnen vorkommen, einfach zu beenden/ändern. Wie z.B. die Beziehung beenden, den Arbeitsplatz aufgeben...., in der Hoffnung, dass es besser wird, während die, die die Probleme kennen, dazu neigen, festzuhalten an ihrem alten Leben und eine Änderung wünschen, die nicht die Aufgabe all dessen, wass ihr Leben noch ausmacht bedeutet.


    und frage ich mich gerade, wer den besseren, ehrlicheren Weg wählt.
    welches der einfachere ist, dass denke ich schon für mich beantwortet zu haben.
    Fragen über Fragen....... ach nee, wirre Gedanken :doh:
    Steini, ich wünsch dir das beste und dass deine Frau weiter so stark bleibt und zu dir hält.
    Versuch auf jeden fall, dir kein schlechtes Gewissen von Bekannten und Verwandten machen zu lassen, denk an deine Kinder und deine Frau, die sind die wichtigsten in solchen Momenten (nach dir). schlechtes Gewissen ist bei mir zumindest immer ein extrem zerstörerisches Element, selbstzerstörerisch und auch durch die entstehende Aggression nach außen zerstörerisch.

  • Hallo zusammen,


    im Rahmen meines Studiums an der University of Lincoln habe ich ein mehrwoechiges Blogprojekt gestartet - den zweiten von drei Blogs habe ich gestern online gestellt. Thema sind die (fehlenden) Lehren in der Bundesliga aus dem Tod von Robert Enke vor zwei Jahren. Ich habe ueberlegt in welchen Thread ich diesen Beitrag schreibe, und habe mich dann fuer den "Depressionen"-Thread entschieden weil ich denke dass ihr als Thread-Leser an diesem Thema interessiert und auch dafuer sensibiliert seid.


    Ich wuerde mich sehr freuen, wenn der eine oder andere meinen Blog anklicken und nach Moeglichkeit auch kommentieren wuerde, ich bin ueber jede Art von Rueckmeldung dankbar! Ich bin zwar ein Laie was das wirkliche Thema "Depressionen" angeht, allerdings brannte mir die ganze Geschichte um Robert Enke unter den Naegeln und deswegen habe ich den Text darueber geschrieben.


    Vielen Dank fuer eure Mithilfe.


    Und, Steini, dir alles Gute!!



    Und hier der Link: yannicoliver.wordpress.com

  • Ganz ehrlich gesagt bin ich zur Zeit auch ein bisschen hilflos!


    Ich weiß nicht ich zu meinem Hausarzt gehen darf um mir da eine Empfehlung zu holen, oder ob ich das dann bei meiner Krankenkasse bezahlen muss.
    Zu einem einem Facharzt, wie ich in diesem Fall einem Psychologen darf ich sowieso nicht ohne Überweisung.


    Hintergrund ist einfach der, dass ich ca. 1 Jahr nicht krankenversichert war und nun knapp 2000 EUR in monatlichen Raten von 50 EUR zurück zahle, aber in der Zeit, wo ich da noch was offen ist, darf ich nur in akuten Notfällen einen Arzt aufsuchen.
    Mein Arbitgeber und ich zahlen also nun schön die Beiträge, zusätzlich zahle ich nun auch noch die 50 EUR ab, um die 2000 EUR irgendwie weg zu bekommen und das alles für Sachen die ich nie in Anspruch genommen habe, und zum Arzt darf ich trotzdem erst nachdem ich bei der Krankenkasse angerufen habe und nachgefragt habe, ob das in Ordnung ist.
    Zur Vorsorge würde ich gern mal zum Zahnarzt, wie man das halt eigentlich 1-2 mal im Jahr macht, aber das geht halt so auch nicht...


    Ich schreibe das hier in diesen Thread, weil ich jeden Tag irgendwelche Vermerke und Gutachten für unsere Amtsärzte schreibe, und mich da extrem oft widersehe.
    Wenn ich zu tun habe, ist auch alles gut. Wenn ich aber zur Ruhe komme, ist bei mir vorbei.


    Ich selber glaube, dass auch ich unter Depressionen leide, aber aus den o. g. Gründen kann ich keine Hilfe irgendwie fordern. Zumindest nicht, solange diese 2000 EUR da nicht abbezahlt sind. Bis dahin heißt es wohl nur durchhalten...

  • Die Betreuung psychisch kranker Menschen ist in Hannover in Sektoren aufgeteilt. Das heißt, wenn du in Hannover wohnst ist auf jeden Fall eine psycho-soziale Beratungsstelle für dich zuständig. Es ist natürlich jedem freigestellt, zu wem er/sie geht. Um allerdings fächendeckend psychisch dekompensierte Menschen aufzufangen, wurde die Stadt in Sektoren aufgeteilt.


    Ich weiß jetzt nicht wo du wohnst, daher kann ich dir nicht die Adresse der zuständigen Beratungsstelle sagen. Du kannst aber auf jeden Fall bei der unten stehenden BS anrufen. Die sind ganz nett ;) und geben dir sicher dann die Adresse der zuständigen BS. Wie dringlich die Behandlung bei dir dann wäre/ist, solltest du dort besprechen und mit denen dann entsprechende Schritte einleiten, wenn nötig.


    Beratungsstelle für psychische u. soziale Probleme
    Podbielskistraße 158, 30177 Hannover
    0511/96290

  • Ich verstehe das richtig, dass Du jetzt aber krankenversichert bist und die Beiträge aus der nicht versicherten Zeit nachträglich zahlst?
    Wer hat Dir gesagt, dass Du deshalb nur in "absoluten Notfällen" zum Arzt darfst, solange das noch nicht abbezahlt ist? Das klingt für mich irgendwie....seltsam und falsch.


    Edit ist noch eingefallen: Mal abgesehen davon, wenn ich das hier alles richtig verstehe, dann ist doch eine Depression ein Notfall...

    Einmal editiert, zuletzt von Stephan535 ()

  • Ich schreibe jetzt gerade aus einer Klinik. Bin zum Hausarzt und der hat das alles für mich organisiert.
    Sämtliche Stationen sind vollkmmen überfüllt, ist schon irgendwie traurig und erscheckend.


    Aber allein mit anderen zu reden und mal gar nicht über den Alltag zu sorgen ist unfasbar befreiend. Mal schauen, wie
    lange ich hier bleibe(n muss).

  • Danke. :)


    Steini, deinen Text vom 15.11. fand ich übrigens ganz hervorragend.
    Immer wieder bekomme ich die Frage "Aber was hast du denn die ganze Zeit gemacht?"
    oder werde mit der Anklage "Faulheit" konfrontiert.


    Es ist unfassbar schwierig, zu beschreiben, was genau man fühlt (und jeder macht da ja
    auch sicherlich andere Erfahrungen) aber dieser Text ist doch ein sehr guter Versuch,
    es in Worte zu fassen.


    "Gelähmt" trifft es bei mir auch sehr gut. Ich habe mich auch komplett von der Welt isoliert und
    mich nur noch in meiner Wohnung bei geschlossenen Vorhängen (meine Höhle) verkrochen.
    Da "half" natürlich, dass ich allein lebe und meine Eltern dachten, ich hätte viel zu tun und wäre
    ständig von Freunden umgeben. In meinem Zimmer war es genauso dunkel wie in mir.
    Ich habe meine Freunde unfassbar vermisst, aber trotzdem sämtliche Anrufe, E-mails, Briefe,
    Besuche etc ignoriert. Ich wollte nur allein sein, war aber trotzdem unfassbar einsam.
    Auf jedes "Wie geht's" wollte ich nur schreien "ich will nur schlafen, schlafen, schlafen, schlafen,
    schlafen und nie wieder aufwachen". Hat man natürlich nicht sondern wieder nur gelächelt und
    "geht so" gemurmelt und all den Erfolgsmeldungen, Beföderungen, Schwangerschaften etc zugehört
    aber gar nichts dabei gefühlt...
    Das ist noch so eine Sache, man ist so abgestumpft, man fühlt allgemein weniger für andere Leute, man
    hat ja schon selber null Antrieb. Meine Mutter war endlich krebsfrei und ich wollte irgendwas besonderes
    machen, basteln, ein Album etc, aber ich konnte nicht, ich hatte keine Kraft und dann kommt als Folge wieder
    dieses schlecht Gewissen, diese Schuld, die alles wieder noch dunkler macht....


    Alles hat mich überfordert, manchmal sogar essen. "I fail at life", das war meine Grundeinsteillung.


    In wiefern jetzt alles besser wird mag ich nicht zu sagen, aber ich mache immerhin einen Versuch.
    Ich denke, das ist das Leben schon wert, dass man immerhin versucht, sich behandeln zu lassen,
    von "Heilung" rede ich da nicht mal.

    Einmal editiert, zuletzt von LüttjeLage ()


  • Das klingt für mich irgendwie recht schräg und nicht so als wäre das von der Krankenkasse in Ordnung. Eventuell würde ich das mal im "rechtliche Fragen"-Thread zur Sprache bringen, ob die das so dürfen...


    @lüttjeLage: Respekt, dass du diesen Schritt gegangen bist! Ich drücke dir die Daumen und wünsche dir alles erdenklich Gute!